Hannan Metals schließt zweites Bohrprogramm am Goldprojekt Stavaträsk ab
Sechs Bohrlöcher über 1.255 Meter testeten IP-Ladbarkeitsziele und die Ausdehnung bekannter Goldmineralisierungen.

Hannan Metals Limited (TSXV: HAN) (OTC Pink: HANNF) hat das Follow-up-Diamantbohrprogramm am Goldprojekt Stavaträsk im Bezirk Skellefteå in Nordschweden abgeschlossen. Das Projekt liegt 20 km nördlich der historischen Boliden-Mine. Das zweite Programm umfasste sechs Bohrlöcher mit einer Gesamtlänge von 1.255 Metern. Die Analysenergebnisse werden innerhalb von acht Wochen erwartet.
Das Unternehmen setzt damit die Arbeiten fort, die im Juni 2026 mit der Sicherung des Projekts begonnen hatten. Nach Angaben von CEO Michael Hudson begann der Bohrbetrieb zwölf Tage nach Ankündigung der Transaktion. Das erste Programm mit sieben Bohrlöchern und 1.040 Metern Länge hatte in jedem Loch Gold über eine Streckenlänge von 650 Metern aufgeschlossen, beginnend ab einer Tiefe von nur 12 Metern unter Tage.
Das zweite Programm verfolgte drei klar definierte Ziele
Die Bohrlöcher waren auf drei Ziele ausgelegt, die aus der Integration der ersten Bohrergebnisse mit den interpretierten IP-Ladbarkeits- und Widerstandsdaten abgeleitet wurden. Erstens galt es, die hangende und streichende Ausdehnung des granodiorit-domizilierten Gängeschwarms um das Bohrloch ST2606 zu testen. Zweitens sollte die streichende Ausdehnung der in ST2604 und ST2605 aufgeschlossenen hochgradigen Scherzonen in Mudsandstein rund 650 Meter nördlich von ST2606 geprüft werden. Drittens standen Ladbarkeitsanomalien außerhalb des gebohrten Bereichs im Fokus, darunter die Hauptanomalie mit einer Ausdehnung von 1.300 Metern mal 180 Metern sowie neu generierte Ziele außerhalb der Trendrichtung.
Die ersten Bohrungen hatten zwei Arten von Goldmineralisierung entlang eines strukturellen Korridors mit einer Streichenrichtung von etwa 330° innerhalb des regionalen Vidsel-Röjnoret-Schersystems identifiziert. Im Süden domiziliert ein Schwarm aus Quarz-Arsenopyrit-Gängen in einem silika-chlorit-sericit-veränderten Granodiorit, der mit rund 70° nach Osten fällt. Höhergradige Gänge liegen am oder nahe dem Kontakt zum Granodiorit. Bohrungen in ST2606 bestätigten, dass dieser Gängeschwarm hangend von der Oberfläche weitergeht. Rund 650 Meter nördlich davon schnitten ST2604 und ST2605 diskrete Silika-Arsenopyrit-Scherzonen in Mudsandstein an, die höhere Grade führen. Beide Stile bleiben streichend und in der Tiefe offen.
Gold korreliert nach Unternehmensangaben eng mit Arsen, Silber, Tellur und Wismut und wird von Arsenopyrit und Pyrit getragen. Genau diese Sulfide soll die IP-Ladbarkeit detektieren. Die Gradient-Array-IP-Erhebung war im September 2026 über 3 km² in einem 200-Meter-Raster abgeschlossen worden, mit 100-Meter-Auffüllung über dem gebohrten Bereich und einem Dipol-Dipol-Schnitt für Fallwinkel und Tiefe. Die Erhebung erzeugte mehrere Ladbarkeitsanomalien mit Messwerten von bis zu 1.300 Metern mal 180 Metern in der 2D-Gradient-Array-Auswertung. Der Dipol-Dipol-Schnitt löste das Granodiorit-Wirtsgestein im zentralen Bohrgebiet effektiv bis zu einer Tiefe von etwa 200 Metern auf.
Bereits im Juli 2026 meldete aktien.news den Abschluss des ersten Programms
Bereits am 06.07.2026 berichtete aktien.news, dass Hannan Metals sein erstes Diamantbohrprogramm auf Stavaträsk erfolgreich abgeschlossen hatte. Damals umfasste das Programm sieben Bohrungen mit einer Gesamtlänge von 1.040 Metern, und die Analyseergebnisse wurden innerhalb der nächsten sechs Wochen erwartet. Zugleich hatte die TSX Venture Exchange die Optionsvereinbarung des Unternehmens vom 10. Juni 2026 zur Einreichung akzeptiert. Diese Vereinbarung sieht den Erwerb einer 100-prozentigen Beteiligung an den drei schwedischen Goldprojekten Stavaträsk, Skellefteå North und Ädelfors vor. Damit war ein wichtiger regulatorischer Meilenstein erreicht.
Die am 13. August 2026 veröffentlichten ersten Analysenergebnisse der Löcher ST2601 bis ST2605 wiesen in allen fünf Löchern Gold aus. Darunter befanden sich 1,1 m mit 15,6 g/t Au, einschließlich 0,6 m mit 27,8 g/t Au, in ST2605. In ST2601 wurde zudem eine polymetallische Probe mit 0,5 m mit 8,9 g/t Au, 47,5 g/t Ag und 0,74 % Cu gemeldet. Die finalen Analysenergebnisse der Löcher ST2606 und ST2607 vom 31. August 2026 lieferten den besten Aufschluss des Programms in ST2606: 4,6 m mit 7,2 g/t Au und 14,5 g/t Ag ab 79,5 Metern, einschließlich 1,9 m mit 15,7 g/t Au. Dieser Abschnitt liegt innerhalb einer breiten mineralisierten Zone von 59,6 m mit 1,1 g/t Au ab 48,5 Metern, die ohne unteren Grenzwert berechnet wurde. ST2607, das 180 Meter östlich gebohrt wurde, ergab 3,2 m mit 1,4 g/t Au ab 166,2 Metern.
Die Bewertungsphase endet und die Option liegt allein bei Hannan
Mit dem Abschluss des zweiten Bohrprogramms endet nach Unternehmensangaben auch die Bewertungsphase. Die Entscheidung, die Option zur Akquise von 100 % der schwedischen Projekte auszuüben, liegt ausschließlich bei Hannan, und die Ergebnisse werden diese bestimmen. Grundlage ist eine Optionsvereinbarung vom 10. Juni 2026 mit einem unabhängigen Privatunternehmen. Sie räumte dem Unternehmen das exklusive Recht ein, initiale Bewertungsarbeiten an bestimmten Mineralansprüchen in Schweden, einschließlich Stavaträsk und Ädelfors, über einen Zeitraum von sechs Monaten ab 4. Juni 2026 durchzuführen. Im Zusammenhang mit der Bewertungsphase gab das Unternehmen zusätzliche 600.000 Stammaktien an die Veräußerer aus; ursprünglich waren am 6. Juli 2026 bereits 400.000 Stammaktien ausgegeben worden. Damit sind alle Verpflichtungen aus der Bewertungsphase erfüllt.
Die Stammaktien unterliegen einer viermonatigen gesetzlichen Sperrfrist. Zusätzlich gilt gemäß der Optionsvereinbarung eine 12-monatige zeitgesteuerte Wiederverkaufseinschränkung ab Ausgabedatum: 25 % der Aktien werden drei Monate nach Ausgabe freigegeben, 50 % sechs Monate nach Ausgabe und die restlichen 25 % zwölf Monate nach Ausgabe. Hannan hat ab 4. Juni 2026 zwei Jahre Zeit, die Option nach eigenem Ermessen auszuüben. Voraussetzung ist der Nachweis von mindestens C$2.000.000 für Exploration, einschließlich der bereits durchgeführten Bohrprogramme, sowie die Ausgabe von weiteren 3.500.000 Stammaktien an die Veräußerer. Bei Ausübung der Option wird eine NSR-Royalty fällig, die Hannan jederzeit vollständig für C$3.000.000 zurückkaufen kann. Bis zur Ausübung der Option geht kein Anteil an den schwedischen Projekten auf Hannan über. Das Unternehmen kann die Option jederzeit nach eigenem Ermessen kündigen, ohne weitere Verpflichtung zur Aktienausgabe.
Für Anleger zählt das Verhältnis von Explorationsaufwand und Verwässerung
Für deutsche Privatanleger ist derzeit vor allem die Kapitalseite relevant. Hannan hat bereits 400.000 Stammaktien ausgegeben und mit der jüngsten Tranche von 600.000 Stammaktien weitere Verwässerung erzeugt. Eine Ausübung der Option würde zusätzlich 3.500.000 Stammaktien kosten und Explorationsausgaben von mindestens C$2.000.000 erfordern. Dem steht bislang kein gemeldeter Ressourcenwert gegenüber: Die wahren Breiten der mineralisierten Intervalle sind nach Angaben des Unternehmens in diesem Stadium nicht bekannt. Die bisherigen Bohrergebnisse belegen Goldgehalte, aber noch keine wirtschaftlich belastbare Lagerstätte. Anleger sollten daher die anstehenden Analysenergebnisse des zweiten Programms abwarten, bevor sie die Erfolgsaussichten des Projekts bewerten. Eine Kauf- oder Verkaufsempfehlung lässt sich daraus nicht ableiten.
Hinzu kommt die Rohstoffpolitik: Schweden positioniert sich gemäß dem EU-Kritische-Rohstoffe-Gesetz als Grundpfeiler der europäischen heimischen Rohstoffversorgung. Das Projekt Stavaträsk nimmt eine strategische Position am Vidsel-Röjnoret-Schersystem ein, derselben regionalen Terrangrenze, die auch Boliden beherbergt. Als Referenz nennt das Unternehmen für Boliden 8,4 Mt mit 15,5 g/t Au für rund 4,2 Moz historische Produktion. Diese Angabe bezieht sich auf die historische Produktion der Boliden-Mine und nicht auf Hannans Projekt.
Die nächsten Ergebnisse sollen innerhalb von acht Wochen vorliegen
Konkrete Termine nennt das Unternehmen nur wenige. Die Analysenergebnisse des zweiten Bohrprogramms werden innerhalb von acht Wochen erwartet. Danach will Hannan über die Ausübung der Option entscheiden. Parallel verweist CEO Hudson darauf, dass Previsto in Peru das Flaggschiff bleibt und durch die Genehmigungsphase fortschreitet. Stavaträsk und andere schwedische Projekte, einschließlich Ädelfors, halten nach seinen Worten den Bohrmeißel in Bewegung und erhalten die Explorationsergiebigkeit aufrecht. Weitere Einzelheiten zu Umfang oder Zeitplan dieser Arbeiten enthält die Mitteilung nicht.
Drei Fachbegriffe ordnen die Meldung für Anleger ein
- IP-Ladbarkeit: geophysikalisches Messverfahren, das Bereiche erhöhter elektrischer Aufladbarkeit im Untergrund sichtbar macht und damit indirekt auf Sulfidvererzung hinweist.
- NSR-Royalty: Beteiligung am Nettoschmelzertrag, die dem Rechteinhaber einen prozentualen Anteil an den späteren Erlösen eines Bergbauprojekts sichert.
- Cut-off: Grenzgehalt, ab dem ein Bohrabschnitt bei der Berechnung von Durchschnittsgehalten berücksichtigt wird.
