ANZEIGE

Händler wetten auf aggressive Fed-Maßnahmen

Zinsstratege: US-Notenbank weiß, dass sie Zinsen anheben muss

•• 3 Min
Händler wetten auf aggressive Fed-Maßnahmen

Wird die Fed kommenden Monat eine besonders große Zinserhöhung vornehmen – oder sogar, zum ersten Mal seit 1994, die Kreditkosten zwischen den geplanten Sitzungen anheben? Denkbar ist es, denn die Entscheidungsträger kämpfen mit einer rasanten Inflation. Ähnlich denken auch die Anleger, denn sie wetten darauf.

Die Anleger hatten sich in den letzten Wochen auf die Ansicht geeinigt, dass die Fed die Zinssätze auf ihrer März-Sitzung um 0,25 Prozentpunkte anheben wird. Die Händler an den Geldmärkten rechnen nun jedoch mit einer mehr als 50-prozentigen Wahrscheinlichkeit, dass die Zentralbank die Zinsen im nächsten Monat um einen halben Prozentpunkt erhöhen wird.

Die Erwartungen an eine aggressivere Straffung der Geldpolitik stiegen nach den US-Inflationsdaten vom Donnerstag, die den schnellsten jährlichen Anstieg der Verbraucherpreise seit 40 Jahren zeigten und erneut die Prognosen widerlegten, dass der Preisdruck allmählich nachlassen würde.

Futures-Kontrakte, die an den Leitzins gekoppelt sind - der derzeit auf einem historischen Tiefstand zwischen null und 0,25 Prozent liegt - zeigen ebenfalls die Möglichkeit eines Zinsschritts vor der Fed-Sitzung, die am 15. März beginnt.

„Die Fed weiß, dass sie die Zinsen anheben muss“, so Gennadiy Goldberg, US-Zinsstratege bei TD Securities. „Es ist sehr wahrscheinlich, dass sie die Zinssätze schneller anheben und wahrscheinlich in aufeinanderfolgenden Sitzungen erhöhen wird. Es gibt eine Vielzahl von Argumenten, die für eine schnellere Anhebung sprechen, und ich denke, dass der Markt dies erkennt.“

Zweijährige US-Staatsanleihen, die sehr empfindlich auf Veränderungen der kurzfristigen Zinssätze reagieren, erlebten am Donnerstag den größten Tagesausverkauf seit 2009, nachdem die Inflation im Januar 7,5 Prozent erreicht hatte. Die zweijährige Rendite wurde am Freitag mit 1,63 Prozent gehandelt und war damit auf dem Weg zum höchsten Schlussstand seit Ende 2019, nachdem sie noch im November bei 0,4 Prozent gelegen hatte.

James Bullard, einer der aggressiveren Entscheidungsträger der Fed, heizte die Verkäufe an, indem er am Donnerstag sagte, dass er eine Zinserhöhung um einen halben Punkt im März befürwortet und dass die Fed offen für die Idee sein sollte, früher zu reagieren.

Eine Änderung der Fed-Politik zwischen den Sitzungen ist selten. Die Zentralbank hat während der globalen Finanzkrise im Jahr 2008 und in der Anfangsphase der Pandemie im März 2020 außerplanmäßige Zinssenkungen vorgenommen, aber seit April 1994 hat sie die Kreditkosten nicht mehr auf diese Weise erhöht.

Ein Schritt vor der Fed-Sitzung im März wäre „untypisch“ für die politischen Entscheidungsträger, die normalerweise versuchen, die Märkte auf eine Änderung der Politik vorzubereiten, so die Analysten von JPMorgan. Außerdem würde dies eine vorzeitige Beendigung des Anleihekaufprogramms der Fed nach sich ziehen, fügten die Analysten hinzu. Die Käufe der Fed sollen derzeit bis Mitte März laufen, und die Zentralbank wird am Freitag um 15 Uhr Washingtoner Zeit ihren endgültigen monatlichen Kaufplan veröffentlichen.

„Solange die Fed-Führung nicht von dieser Idee abrückt, werden die Märkte weiterhin eine erhebliche Chance auf eine kurzfristige Straffung der Geldpolitik zwischen den Sitzungen einpreisen“, so JPMorgan in einer Mitteilung an Kunden.

Der dramatische Anstieg der Renditen spiegelt den „Schwenk“ der Fed im Dezember wider, als Jay Powell von seinem früheren Mantra abrückte, dass die hohe Inflation nur vorübergehend sei. Seitdem haben die Händler auf die hartnäckig hohen monatlichen Inflationswerte reagiert, indem sie eine zunehmend aggressive Reaktion der Fed eingepreist haben. Die Märkte rechnen nun mit mindestens sechs Zinserhöhungen um jeweils einen Viertelpunkt bis zum Ende des Jahres. Goldman Sachs erhöhte am Donnerstag seine Prognose auf sieben Erhöhungen im Jahr 2022.

Einige Analysten argumentieren, dass Wetten auf einen starken Anstieg der Kreditkosten zu einer sich selbst erfüllenden Prophezeiung werden könnten.

„Die Fed war seit Jahrzehnten nicht mehr mit einer Inflation dieses Ausmaßes zu Beginn eines Zinserhöhungszyklus konfrontiert“, sagte Ajay Rajadhyaksha, Leiter des Makro-Research bei Barclays, und fügte hinzu, dass die Zentralbank "historisch gesehen zurückhaltend war, die Finanzmärkte zu Beginn einer Sitzung zu schocken".

„Wenn [eine Zinserhöhung um einen halben Prozentpunkt] kurz vor der März-Sitzung mit einer sehr hohen Wahrscheinlichkeit eingepreist wird, könnte dies - ob es nun sein sollte oder nicht - einen erheblichen Einfluss auf die Entscheidung der Fed bei dieser Sitzung haben“, sagte er.

BankensektorFEDZinsen

Meistgelesene News

  1. Galeria-Insolvenz: Schicksal von 12.000 Jobs hängt an BA-Entscheidung
  2. Gaming und Wetten: Krypto-Klage, GTA 6 und Aktivisten-Investor im Fokus
  3. SpaceX-Aktie: Könnte eine Investition von 5.000 Dollar Millionär machen?
  4. Take-Two-Aktie vor GTA-6-Release: Chance oder Risikofalle?
  5. Rheinmetall-Aktie legt 3 Prozent zu – Morgan Stanley beflügelt Rüstungssektor

Disclaimer


Wichtiger Hinweis auf bestehende Interessenkonflikte:

Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass im Rahmen dieser Publikation Interessenkonflikte bestehen:

1. Die Stock Market Media Ltd. und ihr nahestehende Personen besitzen Aktien der hier empfohlenen Gesellschaften und beabsichtigen, diese im Rahmen und zu jedem Zeitpunkt dieser Empfehlung zu verkaufen. Hierin besteht ein eindeutiger und konkreter Interessenkonflikt.

2. Der Herausgeber dieser Publikation, sowie die verantwortlichen Redakteure erhalten für die Erstellung eine finanzielle Vergütung. Auch hierin besteht ein eindeutiger und konkreter Interessenkonflikt.

3. Beachten Sie auch die weitergehenden Ausführungen zu bestehenden Interessenkonflikten im nachfolgenden Disclaimer, u.a. unter Ziff. 2.

Wichtige Informationen und Pflichtmitteilungen gemäß Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) sowie gemäß Finanzanlageverordnung (FinAnV).

Stock Market Media Ltd. hat ihre Tätigkeit als Ersteller von Anlagestrategieempfehlungen im Sinne des Artikels 3 Absatz 1 Nummer 34 der Verordnung (EU) Nr. 596/2014 oder von Anlageempfehlungen im Sinne des Artikels 3 Absatz 1 Nummer 35 der Verordnung (EU) Nr. 596/2014, (bisher „Finanzanalysen“) der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht („BaFin“) gemäß WpHG angezeigt. Die Pflichten der Stock Market Media Ltd. regeln sich primär nach den §§ 85, 86 WpHG, der Verordnung (EU) Nr. 596/2014 und der Delegierten Verordnung (EU) 2016/958.

Angaben über den/die Ersteller dieser Publikation:
Verantwortlich für die Erstellung der Texte und Inhalte dieser Publikation ist Herr Roberto Gonçalves de Albuquerque, als Analyst und Chefredakteur. Herausgeber ist die Stock Market Media Ltd., 405 Kings Road, Flat 600, London; SW10 0BB, Vereinigtes Königreich, vertreten durch den Director Roberto Gonçalves de Albuquerque.

Wichtige Hinweise zur Erstellung dieser Veröffentlichung:
Diese Veröffentlichung enthält sowohl Tatsachen und Fakten zu den besprochenen Unternehmen, als auch rein subjektive Werturteile, Interpretationen, Schätzungen, Hochrechnungen, Vorhersagen und Preisziele. Diese versuchen wir, möglichst transparent voneinander abzugrenzen, um irreführende Angaben zu vermeiden. Recherche, Aufbereitung und Formulierung erfolgen dabei unter Einsatz gängiger digitaler und KI-gestützter Hilfsmittel; die inhaltliche Prüfung und die redaktionelle Verantwortung liegen bei uns. Die wesentlichen Grundlagen und Maßstäbe unserer Werturteile und Bewertungen, der besprochenen Aktien, basieren auf folgender Vorgehensweise:

Beurteilung und Bewertung von Unternehmen nach herkömmlichen Bewertungsmethoden (grundlegender Bewertungsansatz)

  • Einschätzung des Potentials der zukünftigen Unternehmensentwicklung (Wachstumsansatz) und Hochrechnung auf das entsprechende Bewertungspotential (Kurs-Potential-Analyse) sowie einer möglichen Unternehmens-Aktien-Bewertung aufgrund potentieller Gewinnerwartungen (KGV Hochrechnung)
  • Einschätzung des von uns erwarteten Best-Case-Szenarios im absoluten Erfolgsfall des Unternehmens (Blue-Sky-Potential-Ansatz)
  • Effekt der von uns erwarteten, gesteigerten Bekanntheit der empfohlenen Aktie auf den Aktienkurs durch einen starken Anstieg der Nachfrage am Markt (insbesondere maßgeblich bei marktengen oder neu bzw. erstmals empfohlenen Aktien) aufgrund der von uns oder Dritten veröffentlichten Publikationen (meistens Kaufempfehlungen), (Multiplikator- / Momentum-Effekt, Hype), dadurch überproportional steigende Rendite/Aktienkurs bei entsprechend steigendem Risiko
  • Technische Analyse des Aktienkurses gemäß gängiger Analyse-Methoden, meist zur Voraussage von Kurs-Signalen (Kauf- oder Verkaufssignal, Ausbruch der Aktie, Festlegung von Kurszielen, Unterstützungs- oder Widerstandsbereichen, erwarteten Mindestbewegungen oder Mindest-Gegenbewegungen, Voraussage von Signalpunkten (wenn-dann), etc.), größtenteils auf der erwarteten Massenpsychologie aufbauend. (technischer Ansatz).

Herkömmliche Bewertungsansätze sind bei jungen oder noch umsatzlosen Unternehmen oft schlecht sinnvoll anwendbar. Daher stützen wir uns bei der Bewertung von solchen Unternehmen tendenziell auf die von uns errechnete Potential-Analyse, sowie die Einschätzung der Nachfrage nach solchen Aktien am Kapitalmarkt. Letztendlich entscheidet der Markt über den Aktienkurs eines Unternehmens. Entsteht durch umfangreiche Empfehlungen einer Aktie, eine exzessive Nachfrage nach dieser, ist es möglich, dass der Aktienkurs bei einem hohen Handelsvolumen überdurchschnittlich steigt. Dies führt zwar zu extremen Gewinnmöglichkeit, erhöht jedoch entsprechend das Risiko einer Blasenbildung mit entsprechendem Kursrückgang. Durch die gesteigerte Volatilität der Aktie in solchen Situationen ergeben sich überdurchschnittliche Gewinn- und Verlustmöglichkeiten, sowohl in beide Handelsrichtungen als auch bei wiederkehrenden Gegenbewegungen. Auch solche Marktentwicklungen sind ein wichtiger Teil unserer Handelsempfehlungen und Bewertungsansätze.

Diese Publikation befasst sich ausschließlich mit überdurchschnittlich volatilen Werten mit hohem Gewinn- und auch Verlustpotential.

Hinweis zu Informationsquellen:
Die Zuverlässigkeit von Informationsquellen wird von uns vor deren Verwendung ausführlich geprüft und von uns entsprechend ihrer Glaubwürdigkeit und Bedeutung subjektiv bewertet. Dabei entscheiden wir nach eigenen Maßstäben, welche Quellen wir für relevant, zu konservativ oder zu optimistisch halten. Letztendlich legen wir unsere Empfehlungen aufgrund unserer persönlichen Einschätzungen fest. Bei der Informationsbeschaffung greifen wir auf zahlreiche öffentlich zugängliche Quellen zurück wie z.B. Pressemitteilungen, Ad-Hoc-Mitteilungen, Unternehmensmeldungen, Firmenpräsentationen, Publikationen und Artikeln zum besprochenen Unternehmen, gängige Finanzmedien im In- und Ausland sowie auf Unternehmens- oder Branchen-Analysen Dritter.

In unseren Publikationen werden ausschließlich öffentlich verfügbare Informationen und Quellen, sowie vom Unternehmen selbst verbreitete Informationen verwendet.

Hinweis zu bestehenden Interessenkonflikten:
Wir weisen hiermit darauf hin, dass Gesellschafter, Redakteure, Mitarbeiter sowie Personen bzw. Unternehmen die an der Erstellung dieser Veröffentlichung beteiligt sind, sowie Auftraggeber (Dritte) der Publikation von Stock Market Media Ltd. zum Zeitpunkt dieser Veröffentlichung direkt oder indirekt Anteile an Wertpapieren, welche im Rahmen der jeweiligen Publikation besprochen werden, halten. und daher an einer Kurs- und/oder Umsatzsteigerung, d.h. auch einer erhöhten Handelsliquidität interessiert sind, da die Absicht besteht, in unmittelbarem Zusammenhang mit dieser Veröffentlichung diese Wertpapiere zu verkaufen und an steigenden Kursen und Umsätzen zu partizipieren. Ein Kurszuwachs der Aktien der vorgestellten Unternehmen kann zu einem Vermögenszuwachs bei diesen Personen führen. Durch die Besprechung des Unternehmens können jedenfalls der Aktienkurs des Unternehmens erheblich beeinflusst werden. Insbesondere wird auch durch Wertpapiertransaktionen der Aktienkurs der besprochenen Unternehmen maßgeblich beeinflusst. Dies gilt insbesondere, wenn es sich um Unternehmen handelt deren Aktien keine breite Marktkapitalisierung haben und bei denen nur ein enger Markt besteht. Hier können auch nur geringe Auftragsvolumen erhebliche Auswirkungen auf die Kurse haben. Sie sind aber auch daran interessiert, dass der Kurs des besprochenen Unternehmens sinkt, wenn sie deren Aktien günstiger erwerben wollen. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen.

Stock Market Media Ltd. und seine Mitarbeiter werden zudem für die Vorbereitung, elektronische Verbreitung und Veröffentlichung dieser Publikation sowie für andere Dienstleitungen entgeltlich entlohnt. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen.

Diese Vergütung kann durch das Unternehmen über das die Stock Market Media Ltd. Informationen veröffentlicht, durch mit diesen Unternehmen verbundene Dritte oder sonstige Dritte, die ein Interesse in Bezug auf die im Zusammenhang mit dieser Veröffentlichung besprochenen Unternehmen verfolgen, erfolgen. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen. Dieser wird zunächst dadurch begründet, dass die Stock Market Media Ltd. im Interesse ihres Auftraggebers ihre Ausführungen vornehmen könnte. Die Stock Market Media Ltd. und/oder mit ihr verbundene Unternehmen haben mit der gegenständlichen Gesellschaft bzw. mit deren Aktionären eine kostenpflichtige Vereinbarung zur Erstellung der redaktionellen Besprechung getroffen. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen.

Hinweis zur Handhabe der internen Organisationspflichten:
Aufgrund der geringen Unternehmensgröße des Herausgebers, ist eine interne Kontrolle der Compliance Prozesse der an dieser Publikation mitwirkenden Mitarbeiter und sonstigen Beteiligten überschaubar.

Verantwortliche Aufsichtsbehörde:
Die Stock Market Media Ltd. hat ihre Tätigkeit gemäß § 86 WpHG bei der BaFin angezeigt.