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Haleon und Sanofi unter Druck: Gemischte Signale im Gesundheitssektor

Analysten bewerten schwache Quartalszahlen bei Haleon und neue Umsatzprognosen bei Sanofi mit gemischten Urteilen.

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Haleon und Sanofi unter Druck: Gemischte Signale im Gesundheitssektor

Der Gesundheitssektor steht im Fokus der Analysten: Sowohl Haleon als auch Sanofi lieferten zuletzt Ergebnisse, die an den Märkten für Bewegung sorgen. Während Haleon mit schwachem organischen Wachstum kämpft, passt Sanofi seine langfristigen Umsatzziele für wichtige Produkte an. Die Aktien beider Unternehmen gerieten unter Druck.

Haleon, der britische Konsumgüterkonzern und Hersteller der bekannten Sensodyne-Zahnpasta, meldete für das zweite Quartal einen Anstieg des organischen Umsatzes um lediglich 3,1 Prozent. Analysten von Bernstein bezeichnen dieses Wachstum als „hartnäckig schwach" und verweisen darauf, dass Wettbewerber deutlich solidere organische Trends gemeldet haben. Das Unternehmen bleibt damit hinter der Branche zurück.

Besonders auffällig war die Schwäche im Segment Atemwegsgesundheit. James Edwardes Jones von RBC Capital Markets hebt in einer Mitteilung hervor, dass ein zweistelliger Umsatzrückgang in der Region Asien-Pazifik – insbesondere in China – das Ergebnis belastet habe. Teilweise konnten diese Rückgänge durch stärkere Bereiche wie Schmerzlinderung und Verdauungsgesundheit ausgeglichen werden. Nordamerika schnitt insgesamt etwas besser ab, während andere Regionen schwächer ausfielen.

Starke Margen als Lichtblick für Haleon

Ein positiver Aspekt sticht dennoch hervor: Die Margen von Haleon übertrafen die Erwartungen deutlich. Laut Bernstein lagen sie rund 70 Basispunkte über dem Marktkonsens. Die Analysten sprechen daher von einem „gemischten Bild" – schwaches Wachstum auf der einen, starke Profitabilität auf der anderen Seite. Die Haleon-Aktie notierte zuletzt rund 0,8 Prozent im Minus bei 376 Pence.

Parallel dazu sorgte der französische Pharmariese Sanofi mit aktualisierten Langfristzielen für Aufmerksamkeit. Das Unternehmen hob seine Umsatzprognose für das Blockbuster-Medikament Dupixent für das Jahr 2030 deutlich an: von zuvor 22 Milliarden Euro auf nun rund 25 Milliarden Euro. Dupixent ist ein entzündungshemmendes Medikament, das Sanofi gemeinsam mit dem US-Biotechunternehmen Regeneron Pharmaceuticals entwickelt hat und das in zahlreichen Indikationen wie Neurodermitis und Asthma eingesetzt wird.

Sanofi senkt Impfstoffziele, Aktie fällt deutlich

Gleichzeitig korrigierte Sanofi seine Umsatzerwartungen für den Impfstoffbereich nach unten. Das Ziel für 2030 wurde von 10 Milliarden Euro auf 9 Milliarden Euro reduziert. Laut Analysten von Jefferies ist die Hälfte dieser Anpassung auf Währungseffekte zurückzuführen. Die Änderungen insgesamt erschienen den Jefferies-Analysten „weitgehend wenig überraschend".

Investoren richten ihren Blick nun auf mögliche strategische Signale vom neuen Sanofi-CEO. Laut Jefferies konzentrieren sich die Anleger auf ein etwaiges Strategie-Update der neuen Unternehmensführung sowie auf die Pläne zum Lebenszyklusmanagement für Dupixent. Auch die künftigen Ausgaben für Forschung und Entwicklung sowie mögliche Akquisitionen stehen im Fokus. Die Sanofi-Aktie verlor im Handelsverlauf 3,5 Prozent.

Die Entwicklungen bei Haleon und Sanofi verdeutlichen die aktuellen Herausforderungen im globalen Gesundheitssektor: Währungsgegenwind, regionale Nachfrageschwäche – vor allem in China – und der Druck, langfristige Wachstumsversprechen einzuhalten, prägen das Bild. Für deutsche Anleger, die in europäische Pharmawerte investiert sind, bleiben diese Signale besonders relevant.

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