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Novo Nordisk: Ziltivekimab scheitert in Phase-III-Studie kläglich

Der Wirkstoff Ziltivekimab verfehlt seinen primären Endpunkt – Novo Nordisk verbucht eine Wertberichtigung, die Aktie bricht ein.

Novo Nordisk: Ziltivekimab scheitert in Phase-III-Studie kläglich

Novo Nordisk muss einen empfindlichen Rückschlag in der Medikamentenentwicklung hinnehmen. Der Wirkstoff Ziltivekimab hat in einer zulassungsrelevanten Phase-III-Studie die erhoffte Risikoreduzierung bei schweren kardiovaskulären Ereignissen nicht erreicht. Für Anleger des dänischen Pharmakonzerns ist das eine schlechte Nachricht.

Besonders ernüchternd: Ziltivekimab zeigte zwar die erwartete biologische Wirkung im Körper, doch diese Wirkung ließ sich nicht in einen klinischen Nutzen für Patienten übersetzen. Das bestätigte Martin Holst, Entwicklungschef von Novo Nordisk, in einer offiziellen Mitteilung vom Freitag. Eine biologische Reaktion allein reicht eben nicht aus – entscheidend ist, ob Patienten tatsächlich weniger schwere Herzkreislauf-Notfälle erleiden.

Wertberichtigung belastet das dritte Quartal

Das Scheitern der Studie hat auch direkte finanzielle Konsequenzen. Novo Nordisk kündigte an, im dritten Quartal eine nicht barmittelwirksame Wertberichtigung vornehmen zu müssen. Das bedeutet: Der Buchwert der Investitionen in Ziltivekimab wird abgeschrieben, ohne dass tatsächlich Geld abfließt. Immerhin hält das Unternehmen an seinem Ausblick für den um Sondereffekte bereinigten operativen Gewinn 2026 fest.

Der Markt reagierte dennoch deutlich. Die Novo-Nordisk-Aktie verlor in der Folge rund 8 Prozent an Wert. Für einen Pharmakonzern, der in den vergangenen Jahren vor allem dank seiner Diabetes- und Adipositas-Medikamente wie Ozempic und Wegovy zu einem der wertvollsten Unternehmen Europas aufgestiegen ist, ist ein solcher Kursrutsch ein spürbarer Dämpfer.

Was bedeutet das für Anleger?

Klinische Fehlschläge gehören zur Realität der Pharmaindustrie. Nicht jeder vielversprechende Wirkstoff schafft es bis zur Zulassung – die Erfolgsquote in späten Studienphasen liegt branchenweit bei lediglich rund 50 Prozent. Für Privatanleger ist es daher wichtig, das Gesamtportfolio eines Unternehmens im Blick zu behalten und nicht einzelne Studienergebnisse überzubewerten.

Novo Nordisk bleibt trotz dieses Rückschlags ein Schwergewicht im globalen Pharmamarkt. Das Kerngeschäft rund um GLP-1-Wirkstoffe zur Behandlung von Diabetes und Übergewicht läuft weiterhin stark. Der Ziltivekimab-Fehlschlag zeigt jedoch, dass auch Branchenführer nicht vor kostspieligen Entwicklungsrückschlägen gefeit sind – und dass Diversifikation im Depot entscheidend bleibt.

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