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Pharming Group senkt Umsatzprognose 2026 wegen schwacher Ruconest-Verkäufe

Enttäuschende Q2-Zahlen und anhaltende Schwäche bei Ruconest zwingen Pharming Group zur Prognosesenkung um 30 Millionen US-Dollar.

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Pharming Group senkt Umsatzprognose 2026 wegen schwacher Ruconest-Verkäufe

Die Pharming Group hat ihre Umsatzprognose für das Jahr 2026 deutlich nach unten korrigiert. Das niederländische Pharmaunternehmen senkte die Erwartungen um 30 Millionen US-Dollar, nachdem die Quartalszahlen für das zweite Quartal hinter den Analystenerwartungen zurückgeblieben waren. Hauptursache ist die anhaltende Schwäche des etablierten Produkts Ruconest.

Im zweiten Quartal erzielte Pharming einen Gesamtumsatz von 90,2 Millionen US-Dollar. Das entspricht einem Rückstand von rund 12 Prozent gegenüber der Konsensschätzung von Visible Alpha, die bei 100,8 Millionen US-Dollar lag. Besonders das Kernprodukt Ruconest enttäuschte: Die Umsätze sanken im Jahresvergleich um 10 Prozent auf 72,3 Millionen US-Dollar und verfehlten damit die Konsenserwartung von 83,8 Millionen US-Dollar deutlich.

Ruconest unter Druck – mehrere Faktoren belasten

Für den Rückgang bei Ruconest sind mehrere Faktoren verantwortlich. Die Marktdynamik in den USA machte allein 6 Prozentpunkte des Umsatzrückgangs aus. Hinzu kamen zuvor angekündigte Lagerbestandsabbauten sowie geplante Rückzüge aus Märkten außerhalb der USA, die den Fehlbetrag weiter vergrößerten.

Trotz der schwachen Zahlen zeigt sich das Unternehmen für die zweite Jahreshälfte vorsichtig optimistisch. Pharming erwartet für Ruconest eine Stabilisierung und eine Rückkehr zum Wachstum und verweist dabei auf steigende Patientenzahlen im zweiten Quartal. Ob sich diese Entwicklung in den Umsatzzahlen niederschlägt, bleibt abzuwarten.

Die neue Umsatzprognose für 2026 liegt nun zwischen 375 Millionen und 395 Millionen US-Dollar. Zuvor hatte das Unternehmen eine Spanne von 405 Millionen bis 425 Millionen US-Dollar in Aussicht gestellt. Der Visible-Alpha-Konsens von 403,5 Millionen US-Dollar liegt damit nun knapp über dem oberen Ende der neuen Prognosespanne – ein deutliches Signal, dass die Erwartungen der Analysten angepasst werden müssen.

Joenja liefert leicht positiven Akzent

Ein kleiner Lichtblick im Quartalsbericht war das Medikament Joenja. Die Umsätze erreichten im zweiten Quartal 17,9 Millionen US-Dollar und übertrafen damit die Konsensschätzung von 17,0 Millionen US-Dollar leicht. Im zweiten Quartal gewann Joenja 5 neue Patienten in den USA hinzu. Im Vergleich dazu waren es 7 neue Patienten im ersten Quartal, 4 im vierten Quartal 2025 und 12 im zweiten Quartal 2025 – die Wachstumsdynamik verlangsamt sich damit spürbar.

Das Betriebsergebnis für das zweite Quartal belief sich auf lediglich 1,3 Millionen US-Dollar und lag damit weit unter der Konsensschätzung eines Gewinns von 14,1 Millionen US-Dollar. Auch die Prognose für die Ruconest-Umsätze im Gesamtjahr 2026 wurde angepasst: Das Unternehmen rechnet nun mit einem Rückgang von etwa 4 bis 5 Prozent – eine deutliche Abkehr von der bisherigen Erwartung eines Wachstums im niedrigen einstelligen Prozentbereich.

Kostenprognose ebenfalls gesenkt

Als Reaktion auf die schwächere Umsatzentwicklung senkte Pharming auch seine Prognose für die Betriebsausgaben. Die neue Spanne liegt bei 315 Millionen bis 320 Millionen US-Dollar, nach zuvor 330 Millionen bis 335 Millionen US-Dollar – eine Reduzierung um 15 Millionen US-Dollar. Die Konsensschätzung der Analysten von 314 Millionen US-Dollar liegt dabei am unteren Ende der neuen Prognosespanne, was auf weiteren Kostendruck hindeutet.

Für Anleger bleibt die Situation bei Pharming Group damit angespannt. Die Kombination aus schwächelndem Kernprodukt, enttäuschenden Quartalszahlen und einer deutlich gesenkten Jahresprognose dürfte das Vertrauen der Märkte auf eine Probe stellen. Entscheidend wird sein, ob die angekündigte Stabilisierung bei Ruconest in der zweiten Jahreshälfte tatsächlich eintritt.

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