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GM startet Chevrolet-Montage in Mexiko – Abkehr von China

General Motors verlagert die Fahrzeugmontage von Groove und Aveo nach Mexiko – Teile kommen weiterhin aus China.

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GM startet Chevrolet-Montage in Mexiko – Abkehr von China

General Motors (GM) hat am Dienstag angekündigt, die Modelle Chevrolet Groove und Aveo künftig in Mexiko zu montieren. Bisher importierte der Detroiter Automobilhersteller diese Fahrzeuge fertig aus China und verkaufte sie auf dem mexikanischen Markt. Die Fahrzeugteile werden jedoch weiterhin in China produziert – lediglich die Endmontage verlagert sich in das nordamerikanische Land.

Die Ankündigung erfolgte im Rahmen einer Veranstaltung mit der mexikanischen Präsidentin Claudia Sheinbaum und ist Teil einer bereits früher bekanntgegebenen Investition von GM in Höhe von einer Milliarde US-Dollar in Mexiko. Für deutsche Anleger und Beobachter der Automobilbranche ist dies ein deutliches Signal: Nordamerika rückt für GM strategisch wieder stärker in den Fokus, während die Abhängigkeit von chinesischen Fertigungsstandorten schrittweise reduziert wird.

Werk Ramos Arizpe als neues Montagezentrum

Die lokale Montage soll im Jahr 2027 im GM-Werk in Ramos Arizpe anlaufen. Bis zum Jahr 2030 peilt der Konzern eine jährliche Produktionskapazität von 80.000 Fahrzeugen für den mexikanischen Markt an. Das Werk in Ramos Arizpe ist kein unbekannter Standort für GM: Dort produziert das Unternehmen bereits Elektrofahrzeuge. Allerdings entließ GM Anfang des Jahres 1.900 Mitarbeiter an diesem Standort – als Begründung nannte der Konzern eine schwache Nachfrage auf dem US-Markt.

Darüber hinaus hatte GM im vergangenen Jahr angekündigt, die Produktion des benzinbetriebenen Chevrolet Blazer von Ramos Arizpe in ein US-amerikanisches Fertigungswerk zu verlagern. Die neue Montageentscheidung für Groove und Aveo zeigt, dass das Werk trotz dieser Umstrukturierungen eine zentrale Rolle in GMs Mexiko-Strategie beibehält.

Aveo: Meistverkauftes GM-Modell in Mexiko

Der Chevrolet Aveo ist das absatzstärkste Fahrzeug von GM in Mexiko und gehört zu den meistverkauften Modellen im gesamten mexikanischen Automobilmarkt. Im Jahr 2025 verkaufte GM mehr als 60.000 Einheiten des Aveo in Mexiko – und die Verkaufszahlen sind laut Unternehmensangaben auf Kurs, in diesem Jahr einen weiteren Rekord aufzustellen. Dennoch waren die Gesamtabsatzzahlen von GM in Mexiko in den vergangenen Jahren rückläufig, was die strategische Neuausrichtung mit lokaler Montage zusätzlich motiviert.

Die Entscheidung, die Montage nach Mexiko zu verlagern, dürfte auch handelspolitische Hintergründe haben. Angesichts der anhaltenden Spannungen zwischen den USA und China sowie der Diskussionen rund um das nordamerikanische Freihandelsabkommen USMCA gewinnt eine stärkere regionale Wertschöpfung für Automobilhersteller wie GM zunehmend an Bedeutung. Für den mexikanischen Arbeitsmarkt und die lokale Zulieferindustrie könnte das Projekt ab 2027 spürbare positive Effekte entfalten.

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