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Gewinnrückgänge bei deutschen Autobauern

Volkswagen und BMW kämpfen mit Konkurrenz und sinkender Nachfrage in China

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Gewinnrückgänge bei deutschen Autobauern

Deutsche Autobauer haben im zweiten Quartal deutliche Gewinnrückgänge verzeichnet. Sowohl Volkswagen als auch BMW mussten sinkende Gewinne hinnehmen, was vor allem auf den scharfen Wettbewerb und die zurückhaltende Nachfrage in China zurückzuführen ist. Volkswagen konnte trotz dieser Schwierigkeiten besser abschneiden als erwartet, während BMW ein geringeres Plus als prognostiziert verzeichnete.

Der Volkswagen-Konzern meldete einen Rückgang des operativen Ergebnisses um 2,4 Prozent auf 5,46 Milliarden Euro. Analysten hatten einen noch stärkeren Rückgang erwartet. Der Umsatz stieg im zweiten Quartal um 4,1 Prozent auf 83,3 Milliarden Euro, was auf das gute Abschneiden der Finanzdienstleistungen zurückzuführen ist. Der Gewinn fiel um 4,2 Prozent auf 3,63 Milliarden Euro, wobei Analysten einen noch größeren Rückgang prognostiziert hatten. Kosten für den Stellenabbau bei der Kernmarke VW Pkw sowie Sonderaufwendungen für das mögliche Aus des Audi-Werks in Brüssel belasteten die Bilanz zusätzlich. VW hat hierfür rund 0,9 Milliarden Euro zurückgestellt, und weitere Sonderaufwendungen von rund 1,7 Milliarden Euro werden im dritten Quartal erwartet.

Im ersten Halbjahr verzeichnete VW insgesamt ein leichtes Umsatzplus auf 158,8 Milliarden Euro, während der operative Gewinn auf gut zehn Milliarden Euro sank. Insbesondere die Markengruppe Core, zu der Volkswagen, Skoda und Seat/Cupra gehören, konnte Umsatzzuwächse verzeichnen. Die Umsatzrendite sank jedoch auf fünf Prozent. Die Markengruppe Progressive um Audi und Porsche erwirtschaftete geringere Erlöse und einen deutlichen Gewinnrückgang. Konzernchef Oliver Blume hat ein milliardenschweres Sparprogramm initiiert, um die Kosten bis 2026 um zehn Milliarden Euro zu senken und die Rendite auf 6,5 Prozent zu steigern. Aktuell liegt die Gewinnmarge vor Restrukturierungskosten leicht über den Erwartungen, dennoch sieht der Finanzchef Arno Antlitz Handlungsbedarf, um die gesetzten Ziele zu erreichen.

BMW spürte im zweiten Quartal die härtere Konkurrenz und die schwache Kauflaune in China deutlich. Das operative Ergebnis im Kerngeschäft ging überraschend stark zurück. Höhere Herstellungs- und Vertriebskosten sowie Aufwendungen für neue Modelle belasteten die Bilanz zusätzlich. Das Konzernergebnis vor Zinsen und Steuern sank um fast elf Prozent auf knapp 3,9 Milliarden Euro. Der Umsatz fiel leicht um 0,7 Prozent auf 36,9 Milliarden Euro. Der Gewinn ging um fast neun Prozent auf 2,7 Milliarden Euro zurück. Die BMW-Aktien rutschten daraufhin auf den tiefsten Stand seit knapp zwei Jahren und verloren zeitweise 5,2 Prozent.

Trotz dieser Herausforderungen hält die BMW-Führung an ihren Jahreszielen fest. Ab dem dritten Quartal wird eine Besserung in China erwartet, und die neue Version des 5er-Modells soll zusätzlichen Schwung bringen. BMW hat rekordhohe Investitionen in Forschung und Entwicklung sowie in neue Anlagen angekündigt. Die Einführung der neuen Modellgeneration "Neue Klasse" ist für das kommende Jahr geplant. Vorstandschef Oliver Zipse betonte, dass BMW unter den herausfordernden Bedingungen des ersten Halbjahres weiterhin das direkte Wettbewerbsumfeld im Bereich Elektrofahrzeuge anführt und gleichzeitig hohe Profitabilität erzielt.

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