ANZEIGE

GDXU: Warum ein Investor trotz Casino-Vergleich 5.560 Anteile kaufte

Der Autor nennt GDXU die Casino-Variante des Goldhandels – und hat dennoch 5.560 Anteile des 3x gehebelten Goldminen-ETN gekauft.

•• 4 Min
GDXU: Warum ein Investor trotz Casino-Vergleich 5.560 Anteile kaufte

Der Autor, der GDXU einst als "Casino-Variante des Goldhandels" bezeichnete, steht zu dieser Einschätzung – und hat dennoch 5.560 Anteile des 3x gehebelten Goldminen-ETN gekauft. Auslöser war die vergangene Woche: KI-Investoren wurden abgestraft, Chip-Aktien fielen acht Tage in Folge, rund 2 Billionen Dollar Marktwert verdampften. Gold dagegen verharrte, als wäre nichts geschehen. "Wenn Chaos herrscht, folgt darauf Chance", begründet der Autor seinen Schritt.

Der Hintergrund: Gold ist vom Januar-Hoch um etwa 25 Prozent gefallen. Der Grund sind die Zinserträge. Die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen stieg im vergangenen Monat erstmals seit 2007 über 5 Prozent. Bietet der Anleihemarkt solche Erträge, verlässt viel Geld das Gold, um diese Rendite einzusammeln. Was die Straße und viele Privatanleger übersehen: Die Zinserträge haben Anfang Oktober ihren Höhepunkt erreicht und sinken seither. Als die Chip-Aktien einbrachen, floss Geld direkt in Anleihen und drückte die Renditen weiter nach unten.

Gold hat viele Experten dumm aussehen lassen

Die langfristige Bilanz ist bemerkenswert. 1996 notierte Gold bei 369 Dollar, heute liegt es bei rund 4.160 Dollar – eine Steigerung auf etwa das Elffache, während der Großteil der Bay Street riet, alles andere zu besitzen. Der amüsante Teil: Großbritannien schüttete 1999 rund 395 Tonnen aus, mehr als die Hälfte seines Bestands, genau um den Tiefststand bei 250 Dollar herum. Kanada verkaufte seine letzte Unze 2016 zu rund 1.240 Dollar. Dann kam 2025: Gold stieg um 64 Prozent, das beste Jahr seit 1979, mit 53 Rekordständen. Im Januar übertraf es schließlich seinen Höchststand von 1980 – selbst nach Inflationsbereinigung.

Rückschläge sind in diesem Markt nichts Neues. Mitte der 1970er Jahre fiel Gold um mehr als 40 Prozent, das Magazin "Time" brachte ein Cover zum großen Goldkrach – danach kletterte Gold um mehr als 500 Prozent bis 1980. 2008 fiel es in wenigen Monaten um etwa 30 Prozent, drei Jahre später stand es bei Allzeithochs nahe 1.900 Dollar. Nach dem besten Jahr seit 1979 sei ein Rückzug "ziemlich normal", so der Autor. Wer hier verkaufe, kaufe später bei 5.000 Dollar wieder ein.

Zentralbanken kaufen, während Privatanleger verkaufen

Während Privatanleger verkaufen, kauft China. Die Volksbank von China hat Gold 23 Monate in Folge zugekauft – und nach Preisrückgängen mehr, nicht weniger. Der September war ihr größter Monat seit 2023, obwohl Gold in diesem Monat um mehr als 6 Prozent fiel. China hat in diesem Jahr rund 103 Tonnen hinzugefügt, und Gold macht weiterhin weniger als 10 Prozent seiner Reserven aus. Zentralbanken halten inzwischen mehr Gold als US-Staatsanleihen – erstmals seit Mitte der 1990er Jahre.

Kanada bildet das Gegenbeispiel: Das Land ist die einzige G7-Nation ohne jeden Goldbestand. Ottawa verkaufte den Rest 2016 zu rund 1.240 Dollar, weil Anleihen Zinsen zahlten und Gold nicht. Früher hielt das Land etwa 1.023 Tonnen – zum heutigen Preis entspräche das rund 137 Milliarden US-Dollar.

Die Minenunternehmen drucken Geld

Goldproduzenten verdienen derzeit mehr Geld als je zuvor, mit Rekordmargen und freiem Cashflow bei den großen Namen. Newmont wirft Bargeld ab, und das Gold liegt weiterhin über 4.000 Dollar. Der Goldminen-ETF GDX ist dennoch rund ein Viertel von seinem Hoch entfernt. "Ich bin sehr gerne bereit, Rekordgewinne mit Rabatt zu kaufen", schreibt der Autor.

Die Junior-Unternehmen sind noch günstiger. 48 der 50 Unternehmen im 2026 TSX Venture 50 waren Bergbauunternehmen und legten 2025 durchschnittlich um 431 Prozent zu. Dennoch wird ein typisches Explorationsunternehmen mit etwa dem 0,3- bis 0,6-Fachen des NAV gehandelt, obwohl Gold über 4.000 Dollar liegt. Als der Autor erstmals über Axcap schrieb, wurde Converse im Boden mit rund 5 Dollar pro Unze bewertet; SSR Mining hat gerade zugestimmt, über 100 Dollar pro Unze zu zahlen. Das Muster: Produzenten bewegen sich zuerst, dann Entwickler, dann Explorer.

Warum GDXU – und was schiefgehen könnte

GDXU bietet das Dreifache der täglichen Bewegung großer Goldminen-ETFs und wird täglich neu justiert. In diesem Jahr lieferte er etwa das 20-Fache, fiel dann aber um 88 Prozent. In einem unruhigen Markt blutet er auch dann, wenn die Minenunternehmen nirgendwohin gehen. In der vergangenen Woche sprang er an zwei Tagen um etwa 15 Prozent, während andere NVIDIA zu Tiefstkursen schleppten. Der Autor hat die Position so dimensioniert, dass ihm ein schlechter Monat nicht ausmacht.

Die Risiken benennt er offen: Steigen die Zinserträge wieder und schießt die Zehnjahresrendite erneut über 5 Prozent, dürfte Gold einen weiteren Abwärtsschritt machen. Hebel wirkt in beide Richtungen – eine schlechte Woche für Minen ist eine schreckliche für GDXU. In einer echten Panik verkaufen Menschen Gold, um Verluste anderswo abzudecken, wie 2008. Und: GDXU ist eine ungesicherte BMO-Anleihe, kein Korb aus Bergbauaktien – Anleger tragen das Kreditrisiko der Bank.

Der Autor hält 5.560 Anteile von GDXU und weist darauf hin, dass Torque Capital Partners keine registrierten Broker, Händler oder Anlageberater sind. Roxmore Resources (früher Axcap Ventures) hatte Torque Capital Partners zuvor mit einer bezahlten Marketingkampagne beauftragt; diese ist beendet. Für deutsche Anleger gilt: Gehebelte ETNs sind komplexe Produkte für kurze Haltedauern und für die meisten Anleger nicht geeignet.

GDXUGoldminenGoldpreis3X HebelZentralbankenGold EtfMicrosectorsAnleiherenditen

Meistgelesene News

  1. Börsenkorrektur kommt unweigerlich: So bereiten sich Anleger richtig vor
  2. Pieper sieht veränderte Marktstruktur als Treiber heftiger Kursausschläge
  3. KI nur für Top-Mitarbeiter: Paysend-CEO setzt auf Leistungsnachweis
  4. Iran-Krieg: Hubschrauberabsturz tötet zwei Soldaten, Tankerangriffe bedrohen Hormuz
  5. Iran bietet Öffnung der Straße von Hormus an: Spannungen eskalieren

Disclaimer


Wichtiger Hinweis auf bestehende Interessenkonflikte:

Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass im Rahmen dieser Publikation Interessenkonflikte bestehen:

1. Die Stock Market Media Ltd. und ihr nahestehende Personen besitzen Aktien der hier empfohlenen Gesellschaften und beabsichtigen, diese im Rahmen und zu jedem Zeitpunkt dieser Empfehlung zu verkaufen. Hierin besteht ein eindeutiger und konkreter Interessenkonflikt.

2. Der Herausgeber dieser Publikation, sowie die verantwortlichen Redakteure erhalten für die Erstellung eine finanzielle Vergütung. Auch hierin besteht ein eindeutiger und konkreter Interessenkonflikt.

3. Beachten Sie auch die weitergehenden Ausführungen zu bestehenden Interessenkonflikten im nachfolgenden Disclaimer, u.a. unter Ziff. 2.

Wichtige Informationen und Pflichtmitteilungen gemäß Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) sowie gemäß Finanzanlageverordnung (FinAnV).

Stock Market Media Ltd. hat ihre Tätigkeit als Ersteller von Anlagestrategieempfehlungen im Sinne des Artikels 3 Absatz 1 Nummer 34 der Verordnung (EU) Nr. 596/2014 oder von Anlageempfehlungen im Sinne des Artikels 3 Absatz 1 Nummer 35 der Verordnung (EU) Nr. 596/2014, (bisher „Finanzanalysen“) der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht („BaFin“) gemäß WpHG angezeigt. Die Pflichten der Stock Market Media Ltd. regeln sich primär nach den §§ 85, 86 WpHG, der Verordnung (EU) Nr. 596/2014 und der Delegierten Verordnung (EU) 2016/958.

Angaben über den/die Ersteller dieser Publikation:
Verantwortlich für die Erstellung der Texte und Inhalte dieser Publikation ist Herr Roberto Gonçalves de Albuquerque, als Analyst und Chefredakteur. Herausgeber ist die Stock Market Media Ltd., 405 Kings Road, Flat 600, London; SW10 0BB, Vereinigtes Königreich, vertreten durch den Director Roberto Gonçalves de Albuquerque.

Wichtige Hinweise zur Erstellung dieser Veröffentlichung:
Diese Veröffentlichung enthält sowohl Tatsachen und Fakten zu den besprochenen Unternehmen, als auch rein subjektive Werturteile, Interpretationen, Schätzungen, Hochrechnungen, Vorhersagen und Preisziele. Diese versuchen wir, möglichst transparent voneinander abzugrenzen, um irreführende Angaben zu vermeiden. Recherche, Aufbereitung und Formulierung erfolgen dabei unter Einsatz gängiger digitaler und KI-gestützter Hilfsmittel; die inhaltliche Prüfung und die redaktionelle Verantwortung liegen bei uns. Die wesentlichen Grundlagen und Maßstäbe unserer Werturteile und Bewertungen, der besprochenen Aktien, basieren auf folgender Vorgehensweise:

Beurteilung und Bewertung von Unternehmen nach herkömmlichen Bewertungsmethoden (grundlegender Bewertungsansatz)

  • Einschätzung des Potentials der zukünftigen Unternehmensentwicklung (Wachstumsansatz) und Hochrechnung auf das entsprechende Bewertungspotential (Kurs-Potential-Analyse) sowie einer möglichen Unternehmens-Aktien-Bewertung aufgrund potentieller Gewinnerwartungen (KGV Hochrechnung)
  • Einschätzung des von uns erwarteten Best-Case-Szenarios im absoluten Erfolgsfall des Unternehmens (Blue-Sky-Potential-Ansatz)
  • Effekt der von uns erwarteten, gesteigerten Bekanntheit der empfohlenen Aktie auf den Aktienkurs durch einen starken Anstieg der Nachfrage am Markt (insbesondere maßgeblich bei marktengen oder neu bzw. erstmals empfohlenen Aktien) aufgrund der von uns oder Dritten veröffentlichten Publikationen (meistens Kaufempfehlungen), (Multiplikator- / Momentum-Effekt, Hype), dadurch überproportional steigende Rendite/Aktienkurs bei entsprechend steigendem Risiko
  • Technische Analyse des Aktienkurses gemäß gängiger Analyse-Methoden, meist zur Voraussage von Kurs-Signalen (Kauf- oder Verkaufssignal, Ausbruch der Aktie, Festlegung von Kurszielen, Unterstützungs- oder Widerstandsbereichen, erwarteten Mindestbewegungen oder Mindest-Gegenbewegungen, Voraussage von Signalpunkten (wenn-dann), etc.), größtenteils auf der erwarteten Massenpsychologie aufbauend. (technischer Ansatz).

Herkömmliche Bewertungsansätze sind bei jungen oder noch umsatzlosen Unternehmen oft schlecht sinnvoll anwendbar. Daher stützen wir uns bei der Bewertung von solchen Unternehmen tendenziell auf die von uns errechnete Potential-Analyse, sowie die Einschätzung der Nachfrage nach solchen Aktien am Kapitalmarkt. Letztendlich entscheidet der Markt über den Aktienkurs eines Unternehmens. Entsteht durch umfangreiche Empfehlungen einer Aktie, eine exzessive Nachfrage nach dieser, ist es möglich, dass der Aktienkurs bei einem hohen Handelsvolumen überdurchschnittlich steigt. Dies führt zwar zu extremen Gewinnmöglichkeit, erhöht jedoch entsprechend das Risiko einer Blasenbildung mit entsprechendem Kursrückgang. Durch die gesteigerte Volatilität der Aktie in solchen Situationen ergeben sich überdurchschnittliche Gewinn- und Verlustmöglichkeiten, sowohl in beide Handelsrichtungen als auch bei wiederkehrenden Gegenbewegungen. Auch solche Marktentwicklungen sind ein wichtiger Teil unserer Handelsempfehlungen und Bewertungsansätze.

Diese Publikation befasst sich ausschließlich mit überdurchschnittlich volatilen Werten mit hohem Gewinn- und auch Verlustpotential.

Hinweis zu Informationsquellen:
Die Zuverlässigkeit von Informationsquellen wird von uns vor deren Verwendung ausführlich geprüft und von uns entsprechend ihrer Glaubwürdigkeit und Bedeutung subjektiv bewertet. Dabei entscheiden wir nach eigenen Maßstäben, welche Quellen wir für relevant, zu konservativ oder zu optimistisch halten. Letztendlich legen wir unsere Empfehlungen aufgrund unserer persönlichen Einschätzungen fest. Bei der Informationsbeschaffung greifen wir auf zahlreiche öffentlich zugängliche Quellen zurück wie z.B. Pressemitteilungen, Ad-Hoc-Mitteilungen, Unternehmensmeldungen, Firmenpräsentationen, Publikationen und Artikeln zum besprochenen Unternehmen, gängige Finanzmedien im In- und Ausland sowie auf Unternehmens- oder Branchen-Analysen Dritter.

In unseren Publikationen werden ausschließlich öffentlich verfügbare Informationen und Quellen, sowie vom Unternehmen selbst verbreitete Informationen verwendet.

Hinweis zu bestehenden Interessenkonflikten:
Wir weisen hiermit darauf hin, dass Gesellschafter, Redakteure, Mitarbeiter sowie Personen bzw. Unternehmen die an der Erstellung dieser Veröffentlichung beteiligt sind, sowie Auftraggeber (Dritte) der Publikation von Stock Market Media Ltd. zum Zeitpunkt dieser Veröffentlichung direkt oder indirekt Anteile an Wertpapieren, welche im Rahmen der jeweiligen Publikation besprochen werden, halten. und daher an einer Kurs- und/oder Umsatzsteigerung, d.h. auch einer erhöhten Handelsliquidität interessiert sind, da die Absicht besteht, in unmittelbarem Zusammenhang mit dieser Veröffentlichung diese Wertpapiere zu verkaufen und an steigenden Kursen und Umsätzen zu partizipieren. Ein Kurszuwachs der Aktien der vorgestellten Unternehmen kann zu einem Vermögenszuwachs bei diesen Personen führen. Durch die Besprechung des Unternehmens können jedenfalls der Aktienkurs des Unternehmens erheblich beeinflusst werden. Insbesondere wird auch durch Wertpapiertransaktionen der Aktienkurs der besprochenen Unternehmen maßgeblich beeinflusst. Dies gilt insbesondere, wenn es sich um Unternehmen handelt deren Aktien keine breite Marktkapitalisierung haben und bei denen nur ein enger Markt besteht. Hier können auch nur geringe Auftragsvolumen erhebliche Auswirkungen auf die Kurse haben. Sie sind aber auch daran interessiert, dass der Kurs des besprochenen Unternehmens sinkt, wenn sie deren Aktien günstiger erwerben wollen. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen.

Stock Market Media Ltd. und seine Mitarbeiter werden zudem für die Vorbereitung, elektronische Verbreitung und Veröffentlichung dieser Publikation sowie für andere Dienstleitungen entgeltlich entlohnt. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen.

Diese Vergütung kann durch das Unternehmen über das die Stock Market Media Ltd. Informationen veröffentlicht, durch mit diesen Unternehmen verbundene Dritte oder sonstige Dritte, die ein Interesse in Bezug auf die im Zusammenhang mit dieser Veröffentlichung besprochenen Unternehmen verfolgen, erfolgen. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen. Dieser wird zunächst dadurch begründet, dass die Stock Market Media Ltd. im Interesse ihres Auftraggebers ihre Ausführungen vornehmen könnte. Die Stock Market Media Ltd. und/oder mit ihr verbundene Unternehmen haben mit der gegenständlichen Gesellschaft bzw. mit deren Aktionären eine kostenpflichtige Vereinbarung zur Erstellung der redaktionellen Besprechung getroffen. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen.

Hinweis zur Handhabe der internen Organisationspflichten:
Aufgrund der geringen Unternehmensgröße des Herausgebers, ist eine interne Kontrolle der Compliance Prozesse der an dieser Publikation mitwirkenden Mitarbeiter und sonstigen Beteiligten überschaubar.

Verantwortliche Aufsichtsbehörde:
Die Stock Market Media Ltd. hat ihre Tätigkeit gemäß § 86 WpHG bei der BaFin angezeigt.