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Galeria schließt neun Filialen endgültig

Mitarbeiter verlieren ihre Jobs, während das Unternehmen umfassende Veränderungen plant

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Galeria schließt neun Filialen endgültig

Mehrere Filialen des kürzlich aus der Insolvenz sanierten Warenhauskonzerns Galeria Karstadt Kaufhof haben ihre Türen für immer geschlossen. Neun Standorte des Konzerns, darunter Filialen in Städten wie Augsburg, Chemnitz und Essen, wurden aufgrund wirtschaftlicher Schwierigkeiten nicht gerettet. Der offizielle Schließungstag dieser Filialen war der 31. August 2024, doch einige Standorte beendeten ihren Betrieb bereits einige Tage zuvor. So stellte die Filiale in Augsburg ihren Verkauf bereits am Samstag ein, während in Chemnitz der Ausverkauf zwei Tage früher als geplant abgeschlossen wurde. Diese Schließungen haben zur Folge, dass zahlreiche Mitarbeiter ihren Arbeitsplatz verlieren, allein in Augsburg betrifft dies 80 Personen.

Die Schließungen sind das Ergebnis der dritten Insolvenz des Konzerns innerhalb weniger Jahre. Ein wesentlicher Bestandteil des Sanierungsplans, dem die Gläubiger Ende Mai zugestimmt hatten, war die Schließung von Filialen an Standorten mit zu hohen Mietkosten. Trotz dieser Einschnitte konnte das Unternehmen 83 von ursprünglich 92 Filialen erhalten, da für viele Standorte neue Mietbedingungen ausgehandelt werden konnten. Ein Beispiel dafür ist die Filiale in Potsdam, wo es gelungen ist, eine wirtschaftlich tragfähige Lösung zu finden, die rund 100 Arbeitsplätze sichert. Dennoch gingen im Rahmen der Insolvenz hunderte Stellen verloren, auch wenn es dem Unternehmen gelang, rund 12.000 Arbeitsplätze zu erhalten.

Mit dem erfolgreichen Abschluss des Insolvenzverfahrens am 29. Juli 2024 und der Übernahme durch neue Eigentümer steht Galeria nun vor weiteren Veränderungen. Zum 1. August übernahmen die US-Investmentgesellschaft NRDC und eine Beteiligungsfirma des Unternehmers Bernd Beetz den Konzern. In den kommenden Monaten wird der Unternehmenssitz von Essen nach Düsseldorf verlegt, und im Zuge dieser Umstrukturierung soll auch die Verwaltung deutlich verkleinert werden. Zudem wird sich der Name des Unternehmens ändern. Zukünftig wird die Warenhauskette nur noch unter dem Namen „Galeria“ firmieren, die traditionsreichen Marken Karstadt und Kaufhof werden verschwinden, da sie zu stark mit den jüngsten Insolvenzen verbunden sind. Diese Maßnahmen sind Teil der Bemühungen, den Konzern für die Zukunft neu aufzustellen und langfristig wettbewerbsfähig zu machen.

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