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Franklin Templeton passt Geldmarktfonds für Blockchain an

Franklin Templeton bereitet zwei institutionelle Geldmarktfonds auf die digitale Zukunft vor. Die Anpassungen zielen auf Stablecoin-Reserven und Blockchain-Vertrieb ab.

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Franklin Templeton passt Geldmarktfonds für Blockchain an

Franklin Templeton (NYSE:BEN) hat zwei seiner institutionellen Geldmarktfonds für den Einsatz in der digitalen Finanzwelt umstrukturiert. Die von der Tochtergesellschaft Western Asset Management verwalteten Fonds sollen künftig zwei zentrale Anwendungsfälle unterstützen: die Verwaltung von Stablecoin-Reserven sowie den Vertrieb über Blockchain-basierte Plattformen.

Anpassung an den GENIUS Act

Der Western Asset Institutional Treasury Obligations Fund (LUIXX) wurde so modifiziert, dass er den Anforderungen des GENIUS Act entspricht – einem Gesetzesvorschlag zur Regulierung von US-Stablecoins. Der Fonds investiert nun ausschließlich in US-Staatsanleihen mit Laufzeiten von maximal 93 Tagen. Diese Struktur soll institutionellen Emittenten von Stablecoins ermöglichen, ihre Reserven regelkonform zu verwalten.

"Der Bereich Western Asset Liquidity konzentriert sich seit langem darauf, Kunden dabei zu helfen, Fortschritte zu erzielen, ohne sich zwischen Innovation und Risikomanagement entscheiden zu müssen", erklärte Matt Jones, Leiter des Bereichs Institutionelle Liquidität bei Franklin Templeton. Die Änderungen würden zeigen, wie Institutionen tokenisierte Infrastrukturen mit vertrauten Produkten nutzen könnten.

Neue Anteilsklasse für Blockchain-Vertrieb

Die zweite wesentliche Neuerung betrifft den Western Asset Institutional Treasury Reserves Fund. Dieser erhält eine neue Digitale Institutionelle Anteilsklasse (DIGXX), die speziell für den Vertrieb über Blockchain-fähige Intermediärplattformen konzipiert wurde. Ziel ist es, regulierte Fondsanteile in digitalen Marktstrukturen leichter zugänglich und übertragbar zu machen.

Traditionell wurde das Eigentum an Geldmarktfonds über die Aufzeichnungssysteme der Broker-Dealer verwaltet. "Aber all das wird gerade aktualisiert", sagte Roger Bayston, Leiter des Bereichs Digitale Vermögenswerte bei Franklin Templeton. Zugelassene Intermediäre können nun Blockchain-Technologie nutzen, um Fondsanteile zu verwalten und zu übertragen.

Schnellere Abwicklung und 24/7-Handel

Die Blockchain-Integration soll mehrere Vorteile bieten: schnellere Abwicklung von Transaktionen, Handel rund um die Uhr sowie eine einfachere Integration mit digitalen Sicherheiten und Liquiditätsmanagementsystemen. Wichtig dabei: Der Fonds selbst bleibt ein traditioneller, bei der US-Börsenaufsicht SEC registrierter Geldmarktfonds.

Bayston erläuterte, dass "Blockchain-fähige" Intermediäre sowohl öffentliche Blockchain-Ökosysteme als auch private Berechtigungsnetzwerke umfassen könnten, einschließlich institutioneller Umgebungen wie Canton. "Indem wir Interoperabilität und Flexibilität priorisieren, eröffnen wir Kunden mehr Möglichkeiten, auf regulierte Fonds zuzugreifen", so das Unternehmen.

Bedeutung für den deutschen Markt

Die Entwicklung zeigt, wie traditionelle Vermögensverwalter die Brücke zwischen klassischen Finanzprodukten und digitaler Infrastruktur schlagen. Für deutsche institutionelle Anleger könnte dies künftig neue Wege eröffnen, in US-Geldmarktfonds zu investieren – mit den Effizienzvorteilen der Blockchain-Technologie bei gleichzeitiger regulatorischer Sicherheit.

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