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Fondsmanager gespalten: Optimismus lässt langsam nach

Der Bank of America Global Fund Manager Survey zeigt gemischte Signale bei der Marktstimmung der Investoren.

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Fondsmanager gespalten: Optimismus lässt langsam nach

Die Stimmung unter Fondsmanagern hinsichtlich der Märkte und der Wirtschaft in den kommenden zwölf Monaten ist gespalten. Das geht aus der Oktober-Ausgabe 2026 des monatlichen Global Fund Manager Survey der Bank of America hervor. Zwar bleiben die Anleger vor den US-Mittelwahlen, der Gewinnmitteilungsrunde im dritten Quartal und künftigen Zinsentscheidungen der Federal Reserve weiterhin optimistisch gestimmt, doch zeigen sich zugleich Anzeichen dafür, dass der intensive Optimismus vom Jahresbeginn nachlässt.

Konkret erreichte der Anteil der Befragten, die für die nächsten zwölf Monate „Boom"-Bedingungen mit sowohl über dem Trend liegendem Wachstum als auch Inflation erwarten, mit einem Nettowert von 47% sein höchstes Niveau seit dem 22. Februar. Das breiteste Maß für die Stimmung der Befragten – basierend auf Cash-Positionen, Aktienallokationen und globalen Wachstumserwartungen – fiel jedoch von 7 auf 6,4. Die Cash-Positionen blieben dabei auf dem Niveau des Vormonats bei 3,9%, während einige Befragte offenbar geringere Erwartungen an das globale Wachstum hegen als zuvor.

Inflationserwartungen sinken, EPS-Optimismus bleibt hoch

Gleichzeitig sind die Inflationserwartungen tatsächlich auf ihr niedrigstes Niveau seit Januar 2025 gefallen. Die Skepsis gegenüber Anleihen ist gedämpft, und sechs von zehn Investoren erwarten im kommenden Jahr ein zweistelliges Wachstum der earnings per share (EPS), also des Gewinns je Aktie. Rund drei Viertel der Befragten gehen nicht davon aus, dass die Federal Reserve ihre Zinsen bei der Sitzung am 28. Oktober anhebt.

Ein zentrales Risiko sehen die Fondsmanager in der Entwicklung am Anleihemarkt. Etwa 31% der Befragten nannten einen „unordentlichen Anstieg der Anleiherenditen" als das größte Tail-Risk für die Märkte. Als die Umfrage die Teilnehmer fragte, welche Rendite für zehnjährige US-Staatsanleihen sie dazu bewegen würde, von Aktien auf Anleihen umzuschichten, gaben 37% der Befragten 6% an. Einige 19% schichten bereits in Anleihen um, während 14% angaben, dass eine Rendite von 6,5% erforderlich wäre.

Bedeutung für deutsche Anleger

Für deutsche Privatanleger liefert die Umfrage wichtige Hinweise auf die aktuelle Risikowahrnehmung institutioneller Investoren. Die gesunkene Stimmungskennzahl bei gleichzeitig hohen Wachstumserwartungen deutet auf eine vorsichtigere Haltung hin, ohne dass der grundsätzliche Optimismus verschwunden ist. Besonders die genannten Schwellenwerte bei den US-Staatsanleiherenditen sind relevant, da sie signalisieren, ab welchem Niveau eine Umschichtung von Aktien in Anleihen für viele Marktteilnehmer attraktiv würde.

Die Ergebnisse der Umfrage sind vor dem Hintergrund mehrerer anstehender Ereignisse zu lesen: der US-Mittelwahlen, der laufenden Berichtssaison zum dritten Quartal und der kommenden Zinsentscheidung der Federal Reserve am 28. Oktober. Diese Faktoren dürften die Marktstimmung in den kommenden Wochen maßgeblich beeinflussen.

Die dargestellten Inhalte dienen ausschließlich Informationszwecken und stellen keine persönliche Empfehlung zum Kauf oder Verkauf eines bestimmten Finanzinstruments oder Produkts dar. Der Wert von Investitionen sowie die daraus erwirtschafteten Erträge können sowohl sinken als auch steigen, und Anleger müssen möglicherweise nicht den gesamten investierten Betrag zurückerhalten. Im Zweifelsfall sollte ein Anleger Rat von einem qualifizierten Anlageberater einholen.

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