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FCC prüft ABC-Lizenzen nach Trumps Forderung gegen Kimmel

Die US-Medienbehörde FCC untersucht ABCs Diversitätsinitiativen – nur einen Tag nach Trumps Entlassungsforderung gegen Late-Night-Moderator Jimmy Kimmel.

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FCC prüft ABC-Lizenzen nach Trumps Forderung gegen Kimmel

Die Trump-Administration hat am Dienstag eine Überprüfung der Sendelizenzen von Fernsehstationen des US-Senders ABC angeordnet. Die zuständige Bundesbehörde FCC (Federal Communications Commission) teilte mit, dass sich die Prüfung darauf konzentrieren werde, ob die Diversitäts- und Inklusionsrichtlinien des Netzwerks diskriminierend seien. Der Zeitpunkt der Ankündigung sorgt für erhebliche Aufmerksamkeit: Sie erfolgte nur einen Tag, nachdem Präsident Donald Trump öffentlich die Entlassung des ABC-Late-Night-Moderators Jimmy Kimmel gefordert hatte.

ABC ist ein Sender, dessen Programm von Präsident Trump wiederholt und scharf kritisiert worden ist. Die Lizenzprüfung durch die FCC stellt damit eine direkte regulatorische Maßnahme gegenüber einem Medienunternehmen dar, das sich regelmäßig im Visier des Weißen Hauses befindet. In den USA vergibt und überwacht die FCC die Sendelizenzen aller Rundfunk- und Fernsehstationen – und hat damit erheblichen Einfluss auf den Betrieb privater Sender.

Politischer Druck auf unabhängige Medien

Der enge zeitliche Zusammenhang zwischen Trumps Kimmel-Forderung und der FCC-Ankündigung wirft Fragen über die Unabhängigkeit der Regulierungsbehörde auf. Kritiker sehen in solchen Maßnahmen ein Instrument, um missliebige Medien unter Druck zu setzen. Die FCC begründet die Prüfung offiziell mit der Frage, ob ABCs Diversitätsinitiativen gegen Diskriminierungsverbote verstoßen.

Diversitäts- und Inklusionsprogramme (kurz: DEI-Programme) stehen in den USA seit dem Amtsantritt der Trump-Administration verstärkt im Fokus. Die Regierung hat entsprechende Programme in Bundesbehörden bereits zurückgefahren und übt auch auf private Unternehmen Druck aus, solche Initiativen zu überdenken. Die FCC-Prüfung bei ABC reiht sich in dieses breitere politische Muster ein.

Hintergrund: FCC und Sendelizenzen in den USA

Die Federal Communications Commission ist eine unabhängige US-Bundesbehörde, die für die Regulierung von Kommunikation per Radio, Fernsehen, Draht, Satellit und Kabel zuständig ist. Sender wie ABC sind auf die Lizenzen der FCC angewiesen, um ihre Stationen betreiben zu dürfen. Eine Lizenzprüfung oder gar ein Lizenzentzug hätte weitreichende Konsequenzen für den Sendebetrieb.

Jimmy Kimmel moderiert seit 2003 die Late-Night-Show „Jimmy Kimmel Live!" auf ABC und ist bekannt für seine oft politisch gefärbten Monologe, in denen er regelmäßig Präsident Trump aufs Korn nimmt. Trumps Forderung nach Kimmels Entlassung und die unmittelbar darauffolgende FCC-Ankündigung haben in US-Medienkreisen eine breite Debatte über die Grenzen politischen Einflusses auf die Pressefreiheit ausgelöst.

Die Entwicklungen rund um ABC und die FCC werden von Medienbeobachtern in den USA genau verfolgt. Für deutsche Anleger, die in US-Medienunternehmen investiert sind, verdeutlicht der Fall das regulatorische Risiko, das politische Konflikte für börsennotierte Medienkonzerne darstellen können.

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