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Evercore-Analyst sieht Meta als Top-Long-Idee trotz Kurseinbruch

Mark Mahaney von Evercore hält Meta trotz enttäuschendem Quartalsbericht und 10-Prozent-Kurseinbruch für unterbewertet.

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Evercore-Analyst sieht Meta als Top-Long-Idee trotz Kurseinbruch

Mark Mahaney, Analyst bei der Investmentbank Evercore, hat Meta Platforms am 22. Juli als seine bevorzugte Long-Idee im Large-Cap-Segment bezeichnet. Seine Begründung: starke Werbenachfrage, KI-gestützte Optimierungen im Anzeigengeschäft und eine aus seiner Sicht attraktive Bewertung. Nur eine Woche später lieferte Meta einen enttäuschenden Quartalsbericht – und die Aktie brach an einem einzigen Handelstag um rund 10 Prozent ein.

Mahaney hält dennoch an seiner positiven Einschätzung fest. Er bekräftigte seine Erwartung, dass die Meta-Aktie den Gesamtmarkt übertreffen wird, senkte jedoch sein Kursziel von 930 US-Dollar auf 820 US-Dollar. Das mittlere Einjahres-Kursziel der Wall-Street-Analysten liegt aktuell bei 800 US-Dollar – nahe an Mahaneys eigener Prognose.

Meta wirkt wie ein Schnäppchen

Auf den ersten Blick liefert Meta beeindruckende Kennzahlen. Die Social-Media-Plattformen des Unternehmens verzeichneten im Juni 2026 markenübergreifend durchschnittlich 3,6 Milliarden täglich aktive Nutzer – eine der größten Nutzerbasen unter allen Technologieunternehmen weltweit. Trotz dieser bereits dominanten Marktstellung wächst das Unternehmen weiterhin zweistellig.

Der Umsatz stieg im zweiten Quartal 2026 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 28 Prozent auf 60,8 Milliarden US-Dollar. Die Werbeimpressionen legten im selben Zeitraum um 14 Prozent zu. Gemessen am Kurs-Gewinn-Verhältnis wird die Aktie mit dem 20-Fachen der vergangenen Gewinne und dem 17-Fachen der erwarteten Gewinne gehandelt. Damit ist Meta die zweitgünstigste Aktie unter den sogenannten „Magnificent Seven"-Technologieunternehmen – nur Alphabet wird noch niedriger bewertet.

Warum Investoren dennoch besorgt sind

Die Hauptsorge der Anleger gilt den massiven KI-Ausgaben. Die Kosten und Aufwendungen des Unternehmens stiegen im zweiten Quartal im Jahresvergleich um 55 Prozent auf 42 Milliarden US-Dollar. Das trug maßgeblich dazu bei, dass Meta die Gewinnerwartungen verfehlte: Der Gewinn je Aktie (EPS) belief sich auf 6,18 US-Dollar – ein Rückgang von 13 Prozent gegenüber dem Vorjahr und deutlich unter den Analystenerwartungen von 7,14 US-Dollar.

Darüber hinaus hob Meta seine Prognose für die Investitionsausgaben im Jahr 2026 leicht auf eine Spanne zwischen 130 und 145 Milliarden US-Dollar an. Das bisherige untere Ende der Schätzung hatte bei 125 Milliarden US-Dollar gelegen. Im Gesamtkontext handelt es sich um eine vergleichsweise geringe Anpassung, die jedoch das klare Signal sendet: Die KI-Investitionen werden nicht zurückgefahren.

Hinzu kommt, dass das Management um CEO Mark Zuckerberg bislang wenig konkrete Informationen über die Fortschritte seiner KI-Modelle geliefert hat. Das Unternehmen hat mehrere KI-Einführungen verschoben, darunter sein Avocado-System und das Modell Muse Spark. Ein weiterer struktureller Kritikpunkt: Anders als andere Hyperscaler, die massiv in KI investieren, verfügt Meta derzeit über kein Geschäftsmodell, um seine Rechenkapazitäten extern zu vermarkten.

Das Wachstumsargument bleibt bestehen

Trotz aller Bedenken ist die Umsatzwachstumsrate für ein Unternehmen dieser Größenordnung bemerkenswert. Berichten zufolge hat der KI-Einsatz bereits zu höheren Werbeimpressionen und mehr Umsatz pro Anzeige geführt – genau das Szenario, auf das Mahaney seine These stützt. Die Kombination aus starkem Nutzerwachstum, zweistelligen Umsatzzuwächsen und einer im Vergleich zu Wettbewerbern moderaten Bewertung könnte den aktuellen Kursrückgang als Einstiegsgelegenheit erscheinen lassen.

Die Wall-Street-Analysten sehen die Aktie mehrheitlich als Kauf. Während Meta aufgrund der hohen KI-Ausgaben und der verschobenen Produkteinführungen voraussichtlich volatil bleiben wird, verweisen Befürworter auf die Stärke des Kerngeschäfts und das erhebliche Aufwärtspotenzial, das sich aus einer erfolgreichen KI-Monetarisierung ergeben könnte.

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