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EU importiert Rekordmenge US-Gas

Steigende Liefermengen reichen nicht aus, um zugesagte Importwerte zu erfüllen

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EU importiert Rekordmenge US-Gas

Die Europäische Union hat im Jahr 2025 so viel Erdgas aus den USA importiert wie noch nie zuvor. Insgesamt beliefen sich die Lieferungen auf 85,6 Milliarden Kubikmeter Flüssigerdgas, was einem Anstieg von rund 63 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Damit haben die USA ihre Position als einer der wichtigsten Gaslieferanten für Europa weiter gefestigt. Die Entwicklung fällt in eine Phase, in der sich die EU im Rahmen eines Handelsabkommens verpflichtet hat, deutlich mehr Energie aus den Vereinigten Staaten zu beziehen.

Trotz der gestiegenen Importmengen bleibt die EU jedoch weit hinter dem finanziellen Ziel zurück, das sie im Zuge der Verhandlungen über US-Zölle zugesagt hatte. Vereinbart wurde, bis Ende 2028 Energie im Wert von insgesamt 750 Milliarden US-Dollar aus den USA zu importieren. Umgerechnet auf drei Jahre würde dies jährliche Importe von etwa 250 Milliarden Dollar bedeuten. Tatsächlich lag der Gesamtwert der Energieimporte aus den USA im Jahr 2024 jedoch nur bei knapp 76 Milliarden Dollar, bestehend aus Öl, Gas und Kohle.

Ein zentraler Grund für diese Diskrepanz liegt in der Struktur der europäischen Energieimporte. Öl macht wertmäßig weiterhin den größten Anteil aus. Im dritten Quartal 2025 gab die EU mehr als doppelt so viel Geld für Ölimporte aus wie für Gas. Gleichzeitig gingen sowohl die importierten Mengen als auch die Preise für US-Öl zurück. Niedrigere Durchschnittspreise sorgten dafür, dass der Wert der Öllieferungen stärker sank als das Volumen.

Die höheren Gasimporte sind zudem weniger auf politische Steuerung als auf Marktmechanismen zurückzuführen. Über die Herkunft des Erdgases entscheiden in erster Linie Unternehmen, die sich an Preis und Verfügbarkeit orientieren. Der gestiegene Bedarf in Europa, vollere Gasspeicher im Sommer, ein höherer Einsatz von Gaskraftwerken sowie ein kalter Winter trugen maßgeblich zur höheren Nachfrage bei. Hinzu kommt der Wegfall russischer Pipeline-Lieferungen über die Ukraine, die seit Anfang 2025 kompensiert werden müssen.

Auch auf der Angebotsseite gab es Veränderungen. Die USA haben ihre globalen Gasexporte deutlich ausgeweitet, nachdem neue Exportterminals den Betrieb aufgenommen haben. Dadurch stand mehr Flüssigerdgas für den Weltmarkt zur Verfügung, wovon Europa profitierte. Dennoch erwarten Experten für 2026 keine grundlegende Verschiebung. Weitere Steigerungen gelten als begrenzt, da die europäische Ölnachfrage stagniert und zusätzliche Gasimporte nicht ausschließlich aus den USA kommen dürften. Vor diesem Hintergrund gilt es weiterhin als unwahrscheinlich, dass die EU das zugesagte Importvolumen in finanzieller Hinsicht erreichen wird.

Europäische UnionUSAErdgas

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