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Ether-ETFs starten erfolgreich, Kursrückgang dennoch unaufhaltsam

Gewinnmitnahmen und Sommerflaute belasten Ether trotz starker ETF-Zuflüsse

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Ether-ETFs starten erfolgreich, Kursrückgang dennoch unaufhaltsam

Die Einführung von Ether-ETFs in den USA markiert einen bedeutenden Schritt für die Kryptowährung Ether, doch der erhoffte Kursschub bleibt bislang aus. Seit dem vergangenen Dienstag sind diese börsengehandelten Fonds, die die Kursentwicklung von Ether abbilden, handelbar. Trotz der anfänglichen Euphorie verzeichnete der Ether-Kurs einen Rückgang. Vor der Zulassung der ETFs lag der Kurs bei 3500 Dollar, sank zwischenzeitlich auf 3100 Dollar und erholte sich bis Freitagmorgen auf rund 3250 Dollar. Dies wirft die Frage auf, warum der Kurs trotz der als Erfolg gewerteten Einführung der ETFs fällt.

James Butterfill, Research-Chef des Vermögensverwalters Coinshares, betont den positiven Start der Ether-ETFs, da in den ersten beiden Handelstagen 801 Millionen Dollar in die neuen Fonds geflossen sind. Dennoch erklären Experten, dass mehr Geld aus dem Markt abgezogen wird, als über die neuen ETFs hineinfließt. Die Zulassung der ETFs war erwartet worden, was im Vorfeld bereits zu einem Kursanstieg geführt hatte. Starke Gewinnmitnahmen insbesondere beim Grayscale Ethereum Trust (ETHE) tragen zum Kursrückgang bei. Dieser Trust wurde nach der Zulassung der ETFs in einen ETF umgewandelt, was den Anlegern ermöglicht, ihre Gewinne leichter zu realisieren.

Zusätzlich zu den Kursgewinnen boten sich Arbitrage-Möglichkeiten, da der Nettoinventarwert des Grayscale-Fonds unter dem Marktwert der gehaltenen Ether lag. Das Analysehaus Kaiko Research stellte fest, dass Anleger mit einem Discount investieren konnten. Diese Situation ähnelt der Einführung der Bitcoin-ETFs Anfang des Jahres, als ebenfalls erhebliche Abflüsse aus dem Grayscale-Fonds zu verzeichnen waren.

Allein in den ersten beiden Handelstagen flossen 820 Millionen Dollar aus dem Grayscale-Fonds ab, was den Ether-Kurs unter Druck setzte. Butterfill erwartet jedoch, dass die Zuflüsse aus den neu ausgegebenen ETFs allmählich die Abflüsse aus dem Grayscale-Fonds übertreffen werden. Im Zuge dessen könnte der Ether-Kurs wieder steigen, wie es auch bei Bitcoin nach der ETF-Einführung geschah. Damals fiel der Bitcoin-Kurs zunächst von 46.000 Dollar auf unter 40.000 Dollar, bevor er auf den Rekordwert von 73.750 Dollar anstieg.

Analyst Alan Goldberg von Best Brokers warnt jedoch vor übertriebenen Erwartungen, da der Erfolg der Ether-ETFs weniger durchschlagend ist als jener der Bitcoin-ETFs. Während Bitcoin-ETFs sofort mehr als neun Prozent des weltweiten Handelsvolumens ausmachten, kommen Ether-ETFs nur auf vier Prozent. Dies deutet auf ein unterschiedliches Maß an Marktvertrauen und Interesse zwischen den beiden führenden Kryptowährungen hin. Butterfill gibt zudem zu bedenken, dass die Einführung der Ether-ETFs in die Sommerflaute fällt, während der viele Investoren im Urlaub sind und die Handelsaktivität geringer ausfällt.

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