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Sieben Vorsätze für das Börsenjahr 2024

Risikobewusstsein, Rendite und Strategie: So gestalten Sie Ihr erfolgreiches Portfolio

Sieben Vorsätze für das Börsenjahr 2024

Das Jahr 2024 deutet auf eine Herausforderung für Anleger hin, nachdem 2023 überraschend erfolgreich war. In Anbetracht der aktuellen Lage ist es ratsam, sich auf einige Grundprinzipien für das Portfolio zu besinnen.

Die Geldanlage hat sich in letzter Zeit vereinfacht, da es wieder Zinsen gibt, sei es auf Bankkonten oder Anleihen. Diese vorhersehbaren Erträge können als Renditepuffer für das Portfolio dienen. Eine aktuelle Studie von Barkow Consulting und dem Onlinebroker XTB zeigt, dass die Deutschen die höheren Zinsen bereits ausgiebig nutzen. Private Anleger haben im vergangenen Jahr so viel neues Geld in Termineinlagen investiert wie nie zuvor und sind wieder vermehrt in Anleihen eingestiegen.

Für Aktien, eine der größten Anlageklassen, stellt sich jedoch die Frage, was nach dem überraschend guten Börsenjahr 2023 noch zu erwarten ist. Wichtige Aktienindizes wie der S&P 500 und der Nasdaq 100 in den USA sowie der deutsche DAX haben Rekordniveaus erreicht. Obwohl niedrigere Zinsen Aktien einen Aufschwung bringen könnten, da Unternehmen sich günstiger refinanzieren können und künftige Erträge in diesem Umfeld rechnerisch mehr wert sind, sind viele Erwartungen bereits in den aktuellen Kursen enthalten. Trübe Konjunkturaussichten und geopolitische Risiken könnten die Kurse negativ beeinflussen. Daher ist es ratsam, einige Vorsätze für das Portfolio zu fassen.

Es ist wichtig, keine Angst vor Aktien zu haben, aber gleichzeitig keine übermäßigen Erwartungen zu hegen. Experten rechnen angesichts der Risiken "jederzeit auch mit größeren Marktschwankungen". Anleger sollten sich daher auf moderatere Renditen einstellen und darauf vorbereitet sein, dass Aktienkurse zwischenzeitlich um mindestens zehn Prozent fallen können. Für den DAX würde dies einen Verlust von etwa 1670 Punkten auf etwa 15.000 Punkte bedeuten. Langfristig, mit einem Anlagehorizont von mindestens zehn Jahren, legen Aktien jedoch durchschnittlich sieben Prozent pro Jahr zu. Anleger sollten sich nicht von den Risiken abschrecken lassen, sondern auf eine breite Diversifikation verschiedener Anlageklassen setzen.

Aktuell bieten Festgeld mit längeren Laufzeiten und Anleihen solider Unternehmen Renditen von rund vier Prozent. Es gilt, von den höheren Zinsen zu profitieren und gleichzeitig die langfristigen Renditechancen von Aktien zu nutzen.

Die eigene Risikotoleranz im Portfolio abbilden ist von großer Bedeutung. Anleger sollten ihren Aktienanteil an ihre persönliche Toleranz für Kursschwankungen anpassen. Wer Schwankungen von bis zu zehn Prozent aushalten kann, sollte nicht mehr als etwa 20 Prozent Aktien im Portfolio halten. Wer ein größeres Risiko tolerieren kann, kann bis zu 40 Prozent seines Anlagekapitals in Dividendentitel investieren. Es ist wichtig, sich daran zu erinnern, dass Kurseinbrüche um die Hälfte durchaus vorkommen können, wie die Finanzgeschichte gezeigt hat.

Um langfristig mit dem Portfolio zufrieden zu sein, sollten Investoren regelmäßig überprüfen, ob die Portfoliostruktur noch zu ihrer Risikobereitschaft passt. Einmal im Jahr sollten sie die Aufteilung ihres Vermögens überdenken und gegebenenfalls Anpassungen vornehmen, um ihre gewünschte strategische Ausrichtung beizubehalten.

Es ist menschlich, auf einen bereits laufenden Trend aufzuspringen. Allerdings zahlt es sich in der Welt der Aktienmärkte oft aus, das Gegenteil zu tun. Anstatt teuer einzusteigen und Renditechancen zu verpassen, können Investoren, die während oder nach einem Kursrückgang kaufen, Schnäppchen machen. Dies erfordert jedoch Mut und Durchhaltevermögen, da die langfristigen Kursgewinne erst im Laufe der Zeit sichtbar werden.

Es ist ratsam, bei vermeintlich sicheren Anlagen vorsichtig zu sein. Undurchsichtige Finanzprodukte mit teuren Gebühren und risikoreichen "Verpackungen" sollten vermieden werden. Stattdessen empfehlen Experten einfache Anlageprodukte wie börsengehandelte Fonds (ETFs), die langfristig höhere Ertragschancen bieten.

Anlagen am Aktienmarkt erfordern Geduld. Wer nicht mindestens fünf bis zehn Jahre auf sein Geld verzichten kann, sollte nicht in Aktien investieren, da die Wahrscheinlichkeit für Depotverluste in dieser Zeitspanne geringer ist. Der Zinseszinseffekt spielt eine entscheidende Rolle beim Wachstum des Anlagekapitals im Laufe der Zeit, insbesondere wenn die Börsen gut laufen. Sparpläne sind disziplinierend und können dazu beitragen, langfristig attraktive Renditen zu erzielen.

Schließlich ist es wichtig, auf die Kosten zu achten. ETFs sind kostengünstige Anlageprodukte im Vergleich zu aktiv verwalteten Fonds und Lebensversicherungen, die oft hohe Gebühren verlangen. Anleger können auch durch besonnenes Verhalten die Kosten minimieren und sollten in Erwägung ziehen, ob es sich lohnt, Positionen im Portfolio abzusichern oder Fonds mit Absicherungen zu kaufen, da diese langfristig die Rendite beeinträchtigen können.

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