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Elliott warnt vor FOGO und vergleicht Markt mit Roaring Twenties

Paul Singers 80-Milliarden-Dollar-Fonds sieht Parallelen zu den Roaring Twenties und warnt vor einem erheblichen Bärenmarkt.

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Elliott warnt vor FOGO und vergleicht Markt mit Roaring Twenties

Der US-Hedgefonds Elliott Investment Management schlägt Alarm. In einem im Oktober veröffentlichten Anlegerbrief, der dem Wall Street Journal vorlag, vergleicht das von Paul Singer geführte Unternehmen die aktuelle Marktlage mit den „Roaring Twenties“, die der Großen Depression vorausgingen. Der Fonds, der rund 80 Milliarden Dollar verwaltet, sieht die Märkte von schuldenfinanziertem Risikoverhalten geprägt und durch den Hype um neue Technologien überhitzt.

„Derzeit läuten praktisch alle Alarmglocken, die vor einem erheblichen Bärenmarkt warnen“, zitiert das Wall Street Journal aus dem Schreiben. Die Warnung fällt in eine Phase, in der Anleger weltweit auf steigende Kurse setzen und Risiken zunehmend über Kredite finanzieren. Elliott zählt zu den größten und einflussreichsten aktivistischen Investoren der Welt und ist für seine skeptische Haltung gegenüber überhitzten Märkten bekannt.

Der Fonds zieht eine Parallele zur Vorgeschichte der Großen Depression

Mit dem Verweis auf die „Roaring Twenties“ greift Elliott auf einen historischen Vergleich zurück, der bei Anlegern Aufmerksamkeit erregt. Die 1920er-Jahre waren in den USA von einem starken Wirtschaftsboom, spekulativen Übertreibungen an den Finanzmärkten und einer wachsenden Kreditaufnahme geprägt. Dieser Phase folgte der Börsencrash von 1929 und die anschließende Große Depression. Elliott zufolge weist die heutige Situation ähnliche Merkmale auf: hohe Verschuldung, ausgeprägte Risikobereitschaft und eine von Technologie-Euphorie getriebene Bewertung.

Der Begriff FOGO steht im Zentrum der Warnung

Im Titel der Warnung taucht der Begriff FOGO auf, der die Angst der Marktteilnehmer beschreibt, den Anschluss zu verlieren. Diese Dynamik kann Kurse zusätzlich treiben, weil Anleger aus Sorge, eine Rally zu verpassen, weiter auf steigende Notierungen setzen. Elliott sieht darin ein Warnsignal, das auf eine mögliche Übertreibung hindeutet.

Die Warnung richtet sich an ein Marktumfeld voller Fremdkapital

Für deutsche Privatanleger ist die Einschätzung eines der größten Hedgefonds der Welt ein relevanter Stimmungswert. Elliott ist bekannt dafür, früh auf Risiken hinzuweisen und Positionen entsprechend auszurichten. Die im Anlegerbrief formulierte Sorge richtet sich gegen ein Marktumfeld, das nach Einschätzung des Fonds weniger durch fundamentale Daten als durch Hype und Fremdkapital getragen wird.

Ob sich die Parallele zu den 1920er-Jahren bestätigt, bleibt offen. Klar ist jedoch, dass Elliott mit seiner Wortwahl deutliche Zweifel an der Nachhaltigkeit der aktuellen Marktbewegung äußert. Anleger, die auf eine Fortsetzung der Rally setzen, sollten die genannten Risikofaktoren im Blick behalten.

Der vollständige Anlegerbrief wurde im Oktober veröffentlicht und lag dem Wall Street Journal vor. Elliott Investment Management verwaltet ein Vermögen von rund 80 Milliarden Dollar und gehört damit zu den größten Hedgefonds der Vereinigten Staaten.

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