Display-Probleme beim iPhone Duo: Apple reagiert auf defekte Bildschirme
Risse an der Knickstelle und weiße Streifen: Apple räumt Mängel beim ersten faltbaren iPhone ein und bietet Austausch an.

Kurz nach dem Verkaufsstart des iPhone Duo häufen sich Berichte über schwerwiegende Mängel am Display. Betroffene Kunden melden Risse entlang der zentralen Knickstelle, die oft bereits nach wenigen Stunden oder Tagen der Nutzung auftreten. Apple hat auf die Vorfälle reagiert und eingeräumt, dass eine „geringe Anzahl" der Geräte von diesem Problem betroffen ist.
Das iPhone Duo ist Apples erstes faltbares Smartphone und wird zu einem Einstiegspreis von 1.999 US-Dollar verkauft. Nutzer beschreiben ein knackendes Geräusch beim Aufklappen, gefolgt von Rissen im Display oder dem Auftreten weißer Streifen und Bildstörungen auf der rechten Bildschirmhälfte. Betroffenen Kunden bietet Apple einen Austausch über AppleCare an.
Apple äußerte sich bisher nicht zur genauen Ursache der Defekte. Das Unternehmen betonte jedoch, dass die Probleme in der Regel sehr schnell nach der Inbetriebnahme auftreten. Sollte ein Gerät außerhalb der Garantie liegen, belaufen sich die Kosten für eine Display-Reparatur laut der Apple-Website auf 999 US-Dollar.
Die Details
Die Reparatur-Plattform iFixit hat das Gerät einer detaillierten Analyse unterzogen. Mittels 3D-Simulationen und CT-Scans vermuten die Experten, dass ein interner Stützmechanismus in der Nähe eines Displaykabels nicht korrekt einklappt. Dies erzeuge einen „Stress-Hotspot", der die Risse verursachen könnte. Dennoch hob iFixit hervor, dass das iPhone Duo das bisher am besten zu reparierende faltbare Smartphone sei, das sie getestet haben.
Marktbeobachter wie Francisco Jeronimo von IDC bewerten Apples schnelle Reaktion als richtigen Schritt, um das Vertrauen in die neue Produktkategorie zu wahren. Er verwies dabei auf die ähnlichen Schwierigkeiten, mit denen Samsung beim Start des ersten Galaxy Fold im Jahr 2019 zu kämpfen hatte. Damals zeigte sich, dass eine transparente Kommunikation entscheidend ist, um den Imageschaden für die gesamte Technologieklasse zu begrenzen.
Das iPhone Duo war aufgrund seiner komplexen Fertigung bereits vor dem Start von Lieferengpässen geprägt. Während frühe Rezensionen das Nutzungserlebnis beim Multitasking lobten, wurde angemerkt, dass viele Apps noch nicht für das neue Format optimiert seien. Apple versicherte, dass entsprechende App-Updates bereits in Arbeit seien. Trotz der Berichte über defekte Displays und der Verbreitung gefälschter Bilder in sozialen Medien bleibt das Interesse am Gerät hoch.
Hintergrund: Was bisher geschah
Bereits am 01.10.2026 berichtete aktien.news, dass Apple rund 6 Millionen Einheiten des iPhone Duo absetzen will. Diese Schätzung stammt vom Marktforschungsinstitut Counterpoint Research. Die Prognose stehe und falle mit der Frage, wie gut es Apple gelingt, die Produktion des neuartigen Handys hochzufahren. Zudem sollte Apple mit der Annahme von Vorbestellungen für das iPhone Duo beginnen, ein genaues Datum nannte die Quelle damals nicht.
Ebenfalls am 01.10.2026 meldete aktien.news, dass China für Apple zum entscheidenden Schlachtfeld bei faltbaren Smartphones wird. Dort steigt die Nachfrage nach bestimmten faltbaren Geräten stark an – und zwar noch bevor das iPhone Duo überhaupt auf den Markt kam. Für Apple eröffnet sich damit die Möglichkeit, seine bisherige Nische im Geschäft mit faltbaren Smartphones auszuweiten. Voraussetzung ist allerdings, dass sich der Konzern gegen chinesische Marken durchsetzt, die in diesem Segment bereits seit Jahren aktiv sind.
Am 23.10.2026 berichtete aktien.news, dass Apple sein erstes faltbares iPhone in den Läden aufgelegt hat. Das iPhone Duo sorgte weltweit für Schlangen vor den Filialen – von Singapur und Shanghai bis nach London und Berlin. Erste Tests lobten das Design des Duo sowie das kaum sichtbare Scharnier. Kritik gab es jedoch an Kompromissen bei der Kamera, an Apps, die noch nicht an das neue Display angepasst sind, und an der Tatsache, dass das Gerät im gefalteten Zustand für schnelle Aufgaben weniger handlich ist.
Am 24.10.2026 folgte der Bericht, dass der Schwarzmarkt in Peking einen Aufpreis von 3.000 chinesischen Yuan bietet. Vor dem Flagship-Store des Konzerns im Pekinger Einkaufsviertel Sanlitun boten Händler an, das neue Gerät vor Ort für mehrere hundert US-Dollar mehr aufzukaufen. Der Händler Alex Wang offerierte Kunden zusätzliche 3.000 chinesische Yuan (rund 448 US-Dollar), um deren frisch gekaufte Telefone direkt zu übernehmen. „Ich habe das Gefühl, dass sich das Duo anderthalb Monate lang zu einem höheren Preis verkaufen lässt", sagte Wang. Als Hauptgrund nannte er das knappe Angebot.
Was das für Anleger bedeutet
Für deutsche Privatanleger ist die Nachricht vor allem vor dem Hintergrund der neuen Produktkategorie relevant. Apple betritt mit dem iPhone Duo ein Segment, in dem andere Hersteller bereits seit Jahren aktiv sind. Die Display-Probleme treffen ein Gerät, das mit 1.999 US-Dollar deutlich teurer ist als klassische Smartphones und dessen Fertigung als komplex gilt.
Die Reaktion des Marktes auf solche Qualitätsprobleme hängt stark von der Kommunikation ab. Der IDC-Analyst Francisco Jeronimo verweist auf das Beispiel des Samsung Galaxy Fold aus dem Jahr 2019, bei dem transparente Kommunikation entscheidend war, um den Imageschaden für die gesamte Technologieklasse zu begrenzen. Apple hat mit dem Austausch über AppleCare und der Anerkennung des Problems einen ersten Schritt unternommen.
Gleichzeitig bleibt das Interesse am Gerät hoch. Trotz der Berichte über defekte Displays und der Verbreitung gefälschter Bilder in sozialen Medien zeigen die früheren Berichte von aktien.news, dass die Nachfrage zum Start groß war. Analysten weisen jedoch weiterhin auf die Herausforderungen bei der Massenproduktion faltbarer Displays hin.
Ausblick
Apple hat sich zur genauen Ursache der Defekte bisher nicht geäußert. Das Unternehmen betonte lediglich, dass die Probleme in der Regel sehr schnell nach der Inbetriebnahme auftreten. Zu den angekündigten App-Updates für das neue Format nannte Apple keine konkreten Termine.
Ob sich die Produktionsprobleme lösen lassen, dürfte auch darüber entscheiden, ob Apple die von Counterpoint Research geschätzten rund 6 Millionen Einheiten des iPhone Duo absetzen kann. Die Prognose steht und fällt mit der Frage, wie gut es Apple gelingt, die Produktion des neuartigen Handys hochzufahren.
Kurz erklärt
- AppleCare: Apples Service- und Garantieprogramm, über das Kunden Reparaturen und Geräteaustausch abwickeln können.
- Faltbares Display: Ein biegsames Bildschirmpanel, das sich entlang einer Knickstelle zusammenklappen lässt.
- CT-Scan: Ein bildgebendes Verfahren, das das Innere eines Objekts schichtweise sichtbar macht.
