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Disney-Parks trotzen Reiseflaute mit Rekordquartal im Experiences-Segment

Trotz sinkender internationaler Besucherzahlen in den USA erzielt Disney mit seinen Parks und Kreuzfahrten einen neuen Umsatzrekord.

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Disney-Parks trotzen Reiseflaute mit Rekordquartal im Experiences-Segment

Disney hat im dritten Geschäftsquartal mit seinem Segment „Experiences" einen Rekordwert erzielt – und das trotz eines spürbaren Rückgangs im internationalen Reiseverkehr in die USA. Das Segment, das Themenparks, Kreuzfahrtlinien, Resorts und Konsumgüter umfasst, erzielte einen Quartalsumsatz von knapp 10 Milliarden US-Dollar. Das entspricht einem Anstieg von 10 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum und markiert gleichzeitig den sechsten Quartalsrekord in Folge.

Noch beeindruckender fällt das operative Ergebnis aus: Die Sparte erwirtschaftete mehr als 3 Milliarden US-Dollar operativen Gewinn – ein Plus von 20 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal. Die Finanzmärkte reagierten positiv: Die Disney-Aktie legte am Mittwoch um mehr als 3 Prozent zu.

Rückgang des US-Tourismus als Branchenherausforderung

Das Ergebnis ist umso bemerkenswerter, da der internationale Reiseverkehr in die USA zuletzt deutlich unter Druck geraten ist. Laut dem World Travel & Tourism Council (WTTC) waren die Vereinigten Staaten im vergangenen Jahr das einzige bedeutende Reiseziel weltweit, das einen Rückgang bei ausländischen Besuchern verzeichnete – insgesamt sank der internationale Einreiseverkehr um 6 Prozent. Als Ursachen nennt der WTTC unter anderem Einreiseverbote, Visagebühren und invasive Kontrollen an den Einreisehäfen. Reiseexperten verwiesen gegenüber CNBC zudem auf Handelskonflikte, geopolitische Unruhen und Sicherheitsbedenken als weitere Faktoren.

Auch Disneys direkter Konkurrent Comcast spürte diesen Gegenwind: Das Unternehmen meldete im vergangenen Monat rückläufige Besucherzahlen in seinen Themenparks, insbesondere am Standort Orlando, Florida.

Inländische Nachfrage und gezielte Promotions als Wachstumstreiber

Disney gelang es, den Rückgang internationaler Gäste durch starke Inlandsnachfrage zu kompensieren. Finanzvorstand Hugh Johnston teilte CNBC mit, dass die Besucherzahlen in den inländischen Parks um 3 Prozent gestiegen seien und die Ausgaben pro Gast um 4 Prozent zugelegt hätten. Johnston hob dabei ausdrücklich die „sehr starken Besucherzahlen" in Walt Disney World in Orlando hervor.

Als wesentlichen Treiber nannte das Unternehmen die „Cool Kids Summer"-Promotion. Diese umfasst auf Kinder ausgerichtete Charakter-Treffen, Tanzpartys, klimatisierte Aufenthaltsorte sowie freien Eintritt in Wasserparks für Hotelgäste. Eine ähnliche Werbeaktion lief parallel in den kalifornischen Parks im Disneyland in Anaheim.

Darüber hinaus investierte Disney in die Modernisierung bestehender Attraktionen. Überarbeitet und neu gestaltet wurden unter anderem „Buzz Lightyear's Space Ranger Spin", „Big Thunder Mountain Railroad" sowie die Muppets-Themen-Achterbahn „Rock 'n' Roller Coaster". Diese Maßnahmen sollen laut Unternehmensangaben dazu beitragen, die Verbindung Disneys zum modernen Publikum zu vertiefen.

Kreuzfahrtgeschäft mit massivem Kapazitätsausbau

Einen weiteren bedeutenden Wachstumsbeitrag lieferte Disneys Kreuzfahrtsparte. Mit der Disney Destiny und der Disney Adventure wurden zwei neue Schiffe in Betrieb genommen, die die Kabinenkapazität der Flotte um rund 50 Prozent erhöhten. Der Umsatz im Bereich Resorts und Urlaub stieg im dritten Geschäftsquartal dadurch um 17 Prozent auf 2,77 Milliarden US-Dollar.

Für deutsche Anleger und Beobachter zeigt das Ergebnis, wie ein global aufgestellter Freizeitkonzern durch gezielte Marketingmaßnahmen, Kapazitätserweiterungen und Produktinvestitionen auch in einem schwierigen Umfeld Wachstum generieren kann. Disney demonstriert damit eine bemerkenswerte Resilienz gegenüber makroökonomischen Gegenwind im Reisesektor.

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