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Deutsche Telekom plant 2027 Aktienrückkauf über 2 Milliarden Euro

Der Bonner Konzern will im kommenden Jahr eigene Aktien zurückkaufen, nachdem das bereinigte Ergebnis die Analystenerwartungen übertroffen hat.

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Deutsche Telekom plant 2027 Aktienrückkauf über 2 Milliarden Euro

Die Deutsche Telekom AG plant, im kommenden Jahr 2027 eigene Aktien im Wert von bis zu 2 Milliarden Euro (rund 2,3 Milliarden US-Dollar) zurückzukaufen. Der größte Mobilfunkanbieter Europas hat diese Absicht am Donnerstag in einer Mitteilung bekanntgegeben. Auslöser ist ein Gewinn im dritten Quartal, der die Schätzungen der Analysten übertroffen hat.

Konkret lag das bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen und AfA nach Leasingverpflichtungen (EBITDA AL) im Berichtszeitraum bei 12,2 Milliarden Euro. Der von Bloomberg zusammengestellte durchschnittliche Analystenschätzwert hatte bei 12,05 Milliarden Euro gelegen. Die tatsächlichen Zahlen lagen damit leicht über den Erwartungen des Marktes.

Der Bonner Konzern übertrifft die Erwartungen der Analysten

Die Deutsche Telekom hat ihren Sitz in Bonn und ist der größte Mobilfunkanbieter Europas. Das Unternehmen ist an mehreren großen Börsen notiert und zählt zu den Schwergewichten im deutschen Leitindex. Für deutsche Privatanleger ist die Aktie seit Jahren ein bedeutender Titel, nicht zuletzt wegen ihrer Rolle als dividendenstarke Telekommunikationsaktie.

Die jetzt veröffentlichten Quartalszahlen betreffen das bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen und AfA nach Leasingverpflichtungen. Mit 12,2 Milliarden Euro liegt dieser Wert rund 150 Millionen Euro über dem durchschnittlichen Analystenschätzwert von 12,05 Milliarden Euro. Solche Abweichungen sind für den Markt relevant, weil sie zeigen, ob ein Unternehmen die Erwartungen der Analystengemeinde erfüllen, verfehlen oder übertreffen kann.

Das EBITDA AL gilt als zentrale Steuerungsgröße der Branche

Diese Kennzahl, im Englischen als EBITDA AL bezeichnet, gilt in der Telekommunikationsbranche als wichtiger Gradmesser für die operative Ertragskraft. Sie berücksichtigt die Belastungen aus Leasingverträgen und wird von vielen Telekommunikationsunternehmen als zentrale Steuerungsgröße verwendet. Anleger achten daher besonders auf diese Größe, wenn sie die Entwicklung eines Netzbetreibers beurteilen wollen.

Der Rückkauf verringert die Zahl der ausstehenden Aktien

Der Aktienrückkauf ist ein klassisches Instrument der Kapitalrückführung. Unternehmen kaufen dabei eigene Anteile an der Börse zurück, wodurch sich die Zahl der ausstehenden Aktien verringert. Für die verbleibenden Aktionäre steigt damit rechnerisch der Anteil am Gewinn je Aktie. Solche Programme gelten an den Märkten häufig als Signal, dass das Management die eigene Bewertung für attraktiv hält und über ausreichend freie Mittel verfügt.

Der geplante Rückkauf über bis zu 2 Milliarden Euro soll im kommenden Jahr erfolgen. Damit setzt der Konzern auf eine zusätzliche Form der Aktionärsrückführung neben anderen Instrumenten. Wie genau das Programm ausgestaltet wird, geht aus der Mitteilung nicht hervor.

Für Anleger bleibt festzuhalten, dass die Kombination aus einem über den Erwartungen liegenden Quartalsergebnis und einem angekündigten Rückkaufprogramm ein positives Signal darstellt. Ob und in welchem Umfang der Rückkauf tatsächlich umgesetzt wird, hängt von den weiteren Entwicklungen im kommenden Jahr ab. Die Mitteilung des Unternehmens vom Donnerstag liefert dazu die grundlegende Ankündigung, ohne weitere Einzelheiten zu nennen.

Die Deutsche Telekom bestätigt mit dieser Ankündigung ihre Position als eines der größten börsennotierten Unternehmen Europas. Für den deutschen Markt ist die Nachricht von Bedeutung, weil der Konzern zu den bekanntesten und am breitesten gehaltenen Aktienwerten hierzulande zählt.

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