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DAX zögerlich vor Fed-Zinsentscheid

Der tägliche Marktbericht von Aktien.news

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DAX zögerlich vor Fed-Zinsentscheid

Die Anleger am deutschen Aktienmarkt haben sich am 31. Juli 2024 vor dem Zinsentscheid der US-Notenbank Federal Reserve (Fed) vorsichtig gezeigt. Der DAX legte zwar leicht zu, blieb jedoch unter seinen Tageshöchstständen. Im Mittelpunkt der Kapitalmärkte standen die Erwartungen an eine mögliche Zinswende im September. Trotz einer gewissen Abkühlung der Inflation blieben die Marktteilnehmer zurückhaltend, da die Fed bisher keine konkreten Signale für eine Zinssenkung gegeben hatte. Der DAX erreichte im Tagesverlauf einen Höchststand von 18.563 Punkten, konnte dieses Niveau jedoch nicht halten und schloss mit einem Plus von 0,53 Prozent bei 18.553 Punkten. Der MDAX der mittelgroßen Werte stieg um 0,26 Prozent auf 25.373 Punkte.

Die US-Technologiebörse Nasdaq zeigte hingegen deutliche Kursgewinne. Der Nasdaq-100-Index legte fast drei Prozent zu, während der S&P-500-Index um 1,7 Prozent anstieg. Der Dow Jones konnte hingegen nur ein Plus von rund einem halben Prozent verzeichnen. Besonders die Aktien von Microsoft und Apple, die stark im Dow Jones gewichtet sind, trugen zu den stabilen Kursen bei. Die Erholung im Chipsektor, insbesondere bei AMD und Nvidia, trieb die Nasdaq-Hausse weiter an. AMD profitierte von guten Quartalszahlen und einer robusten Nachfrage nach KI-Chips, während Nvidia von einer positiven Einschätzung der Analysten profitierte.

Bei Boeing sorgte die Berufung des Branchenveteranen Kelly Ortberg als neuen Chef für Kursgewinne von rund drei Prozent. Das Unternehmen steht unter Druck, die Qualitätskontrollen zu verbessern, um die Produktion der Boeing 737 ausbauen zu können. Trotz eines schwachen Quartals konnte die Aktie aufgrund der neuen Führungsstruktur zulegen.

T-Mobile US verzeichnete starke Ergebnisse im zweiten Quartal, was die Aktien um knapp drei Prozent ansteigen ließ. Das Unternehmen profitierte von einem Rekordzuwachs bei Vertragskunden. Die Deutsche Telekom, die Konzernmutter, konnte nach Gewinnmitnahmen ebenfalls leichte Kursgewinne verbuchen.

Der Euro zeigte sich am späten Nachmittag leicht erholt und wurde bei 1,0825 Dollar gehandelt. Die Anleger warteten gespannt auf die geldpolitischen Entscheidungen der Fed, während die Europäische Zentralbank (EZB) bereits eine Zinssenkung bekannt gegeben hatte. Die Inflationsrate in der Eurozone stieg im Juli überraschend, was die Entscheidungen der EZB im September erschweren könnte.

Angesichts der Spannungen im Nahen Osten stiegen die Ölpreise. Der Preis für die Nordseesorte Brent erhöhte sich um 2,4 Prozent auf 80,26 Dollar je Fass. Die geopolitischen Risiken und die mögliche Ausweitung des Konflikts auf den Iran könnten die globale Ölversorgung beeinträchtigen.

Der Flugzeugbauer Airbus meldete einen Gewinneinbruch von fast 80 Prozent im zweiten Quartal, was jedoch weniger deutlich ausfiel als erwartet. Die Aktie konnte daraufhin um fast fünf Prozent zulegen. Fresenius übertraf die Erwartungen und zeigte sich für das Gesamtjahr zuversichtlich. Siemens Healthineers verzeichnete ein Gewinnwachstum, konnte jedoch die Erwartungen der Analysten nicht erfüllen.

Adidas meldete einen Umsatzrückgang in Nordamerika aufgrund des Endes der Zusammenarbeit mit dem Rapper Ye. Die Lufthansa verzeichnete einen Gewinnrückgang von fast 50 Prozent im zweiten Quartal, was auf niedrigere Ticketpreise und Streiks zurückzuführen ist. Der Gabelstaplerhersteller Kion passte seine Prognose aufgrund trüberer Geschäftsaussichten an und stand am MDAX-Ende.

Teamviewer verzeichnete ein besser als erwartetes operatives Ergebnis, was die Aktie deutlich über 13 Prozent ansteigen ließ. Auto1 hob nach einem guten zweiten Quartal erneut seine Ergebnisprognose an. Microsoft verfehlte trotz hoher Investitionen in KI-Rechenzentren die Erwartungen, während AMD bei KI-Chips weiter wachsen konnte. Meta musste eine Zahlung von 1,4 Milliarden Dollar leisten, um eine Klage in Texas beizulegen. Samsung Electronics profitierte von der steigenden Nachfrage nach KI-Technologien und verzeichnete einen massiven Ergebnisanstieg. Starbucks kämpfte mit Umsatzrückgängen in den USA und China, konnte jedoch durch Effizienzsteigerungen die Gewinnmargen stabilisieren.

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