DAX erreicht 16.000 Punkte und deutsche Wirtschaft zeigt leichten Aufschwung
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Am 24. November 2023 verzeichnete der deutsche Aktienindex DAX erneut einen Anstieg, der ihn über die Marke von 16.000 Punkten brachte. Gleichzeitig blieben die Aktivitäten an der Wall Street, insbesondere an der New Yorker Börse, nach dem gestrigen Feiertag eher ruhig. Infolgedessen blieben die Schwankungen in den Kursen überschaubar. Der "Black Friday" brachte an der Wall Street keine frischen Impulse, und die Anleger hielten sich zurück. Lediglich der Leitindex Dow Jones konnte ein leichtes Plus von 0,33 Prozent verbuchen, wobei er sich über 35.000 Punkten behauptete.
Im Gegensatz dazu verzeichneten die technologielastige Nasdaq und der breite S&P-500-Index nur geringe Veränderungen. Der S&P-500 schloss nahezu unverändert bei 4559 Punkten, während die Nasdaq leicht um 0,1 Prozent nachgab. Auch der Auswahlindex Nasdaq 100 verzeichnete einen Rückgang von 0,1 Prozent. Der "Black Friday" gilt als entscheidend für das Weihnachtsgeschäft der Einzelhändler, da er das Einkaufsfieber der Kunden anheizt. Aktien von Einzelhandelsunternehmen wie Walmart, Target, Best Buy und Macy's wurden daher genau beobachtet.
Nvidia verzeichnete im Handelsverlauf einen stetigen Rückgang und schloss letztendlich 1,93 Prozent schwächer bei 477,76 Dollar. Der Chiphersteller gab bekannt, die Einführung neuer Künstlicher Intelligenz (KI)-Chips für den chinesischen Markt auf das erste Quartal zu verschieben. Dies erfolgt als Reaktion auf die verschärften Exportbeschränkungen der USA, die den Zugang Chinas zu fortschrittlichen Halbleitern einschränken. Obwohl Nvidia in dieser Woche beeindruckende Quartalszahlen veröffentlichte und ein neues Rekordhoch erreichte, warnte das Unternehmen vor schwächeren Geschäften in China.
Der DAX schloss den Handelstag mit 16.029 Punkten und einem Tagesgewinn von 0,22 Prozent. Dieser Anstieg ermöglichte es dem deutschen Leitindex, die starke technische Widerstandsmarke knapp über 16.000 Punkten zu überwinden. Obwohl die Aufwärtsbewegung zunächst zögerlich war, prognostizieren Analysten einen positiven Monatsabschluss für den DAX in der kommenden Woche.
Für technisch orientierte Analysten ist das Überwinden dieser Marke von großer Bedeutung, da es ein technisches Kaufsignal auslöst und die positive Performance im November weiter unterstützen könnte. Im bisherigen Monatsverlauf hat der DAX ein Plus von 8,2 Prozent verzeichnet, während es auf wöchentlicher Basis nur etwa 0,7 Prozent beträgt. Der MDAX, der die mittelgroßen Unternehmen umfasst, stieg um 0,43 Prozent auf 26.214 Punkte. Ein Schlusskurs über 16.000 Punkten könnte den DAX weiter antreiben und ihn in Richtung seines Rekordhochs von Ende Juli bei 16.529 Punkten führen.
ifo-Index steigt drittes Mal in Folge
Inmitten der allgemeinen wirtschaftlichen Unsicherheit in Deutschland gab es zumindest einen Lichtblick: Der ifo-Geschäftsklima-Index verbesserte sich im November bereits zum dritten Mal in Folge. Mit einem Anstieg um 0,4 Punkte auf 87,3 Zähler deutet dies auf eine gewisse Stabilisierung der deutschen Wirtschaft hin. Experten sind jedoch vorsichtig und betonen, dass Deutschland sich trotz dieser Verbesserung immer noch in einer Rezession befindet.
Clemens Fuest, der Präsident des ifo-Instituts, kommentierte die Ergebnisse der Umfrage und erklärte, dass dies eine Art Bodenbildung für die Konjunktur darstelle und das vierte Quartal wahrscheinlich den Tiefpunkt der Rezession markieren werde.
BASF profitierte von Übernahmegerüchten, da der Ölkonzern Adnoc aus den Vereinigten Arabischen Emiraten ein mögliches Übernahmeangebot für die von BASF kontrollierte Ölgesellschaft Wintershall Dea prüfte. Diese Spekulationen führten zu einem Anstieg der BASF-Aktien um rund 2 Prozent. Die Analysten gehen davon aus, dass ein Verkauf von Wintershall Dea BASF einen potenziellen Gewinn von etwa 6 Prozent des aktuellen Marktwerts bringen könnte.
Covestro, ehemals die Kunststoffsparte von Bayer, war ebenfalls im Gespräch, da Adnoc Interesse an einem möglichen Kauf zeigte. Obwohl Gespräche zwischen den Parteien bestätigt wurden, blieb es in letzter Zeit ruhig.
Im Gegensatz dazu verzeichnete die Bayer-Aktie Verluste von etwas mehr als 1 Prozent aufgrund verschiedener Probleme im Unternehmen. Bayer brach kürzlich überraschend eine klinische Studie mit einem vielversprechenden Blutgerinnungshemmer ab und steht weiterhin vor rechtlichen Herausforderungen im Zusammenhang mit Glyphosat und PCB. Darüber hinaus steht eine mögliche Aufspaltung des Konzerns im Fokus, was zu einer Herabstufung durch die Ratingagentur Moody's führte.
Der Euro stieg nach der Veröffentlichung des ifo-Index auf ein Tageshoch von 1,0945 Dollar. Die Europäische Zentralbank setzte den Referenzkurs auf 1,0916 Dollar fest. Die Einkaufsmanagerdaten für die USA zeigten unterschiedliche Trends, wobei die Dienstleistungsbranche besser abschnitt als die Industrie.
Der Goldpreis verzeichnete leichte Gewinne und stieg auf 2001 Dollar pro Feinunze.
Der Bitcoin erreichte einen neuen Höchststand seit Mai 2022, als er erstmals seit eineinhalb Jahren die Marke von 38.000 Dollar übertraf. Dieser Anstieg wurde teilweise auf die erwartete Zulassung eines auf Bitcoin basierenden ETF-Fonds in den USA zurückgeführt.
Die Ölpreise stabilisierten sich zunächst, fielen jedoch gegen Ende des Tages wieder zurück. Ein Barrel der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Januar kostete zuletzt 80,82 Dollar, was einem Rückgang von 0,5 Prozent entspricht.
