Core Silver meldet breite Kupfer-VMS-Anschnitte im Touleary-Projekt in Yukon
Der kanadische Explorer hat in der Discovery Zone sein bislang breitestes mineralisiertes Intervall durchteuft, die Laborergebnisse stehen noch aus.

Core Silver Corp. (CSE: CC) (FRA: 8ZR) (OTCQB: CCOOF) hat ein Update zu den Bohrungen TL-26-010 bis TL-26-015 aus dem ersten Bohrschritt (Phase 1) seines Bohrogramms am Touleary-Projekt im kanadischen Yukon veröffentlicht. In der sogenannten Discovery Zone wurden Mineralisierungen über eine Streichlänge von 410 Metern angeschnitten. Damit bestätigt das Unternehmen die räumliche Ausdehnung der kupferführenden VMS-Mineralisation, die bereits in den zuvor gemeldeten Bohrlöchern beobachtet worden war.
Zusammen mit den vier bereits gemeldeten Bohrungen umfassen die sechs neuen Löcher nun 2.436,3 Meter eines für 2026 geplanten Mindestvolumens von 3.000 Metern Diamantbohrung. Die Analyseergebnisse (Assays) für sämtliche 2026er-Bohrungen stehen noch aus. Sie sollen die Kupfer-, Zink-, Gold- und Silbergehalte der angeschnittenen Zonen bestimmen.
„Wir haben im Touleary Discovery Zone unser bisher breitestes mineralisiertes Intervall angeschnitten", sagte Nick Rodway, CEO der Core Silver Corp. Er verwies auf „mehrere neue, aufregende Mineralisationsassemblagen und Texturen", die angesichts des frühen Stadiums des Projekts sehr ermutigend seien. Bohrung 11 habe breite und visuell beeindruckende massive Sulfid-Mineralisation vom VMS-Typ angeschnitten, während weitere Bohrungen darauf hindeuteten, dass dieses System Kontinuität aufweist und verfolgt werden kann.
Für deutsche Anleger ist ein Punkt besonders wichtig: Alle Angaben zur Mineralisation beruhen bislang ausschließlich auf visuellen Beobachtungen der Bohrkerne. Das Unternehmen betont ausdrücklich, dass diese Mineralbeschreibungen eine laborbasierte Bestätigung erfordern und keine Metallgehalte oder wirtschaftliche Bedeutung begründen. Auch die gemeldeten Intervalle sind Bohrkerblängen; wahre Mächtigkeiten wurden nicht bestimmt.
Die Details
Die Bohrung TL-26-011 schnitt 21,5 Meter Sulfid-Mineralisation von 175 bis 196,5 Metern Teufe an. Darin enthalten ist ein 11,5 Meter langes Intervall von 175 bis 186,5 Metern mit massiven Sulfiden und sichtbarem Chalcopyrit sowie Sphalerit, teilweise mit Covellit, Bornit und Tetraedrit. Die Mineralisation zeigt nach Unternehmensangaben fleckige Serizitalteration mit feinem bis mittelfaserigem Pyrit und Chalcopyrit, das eine bevorzugte Ausrichtung entlang der Foliation aufweist.
Die Bohrung TL-26-012 lieferte drei separate mineralisierte Anschnitte mit Längen von 4,25 Metern, 4,25 Metern und 5,0 Metern, in denen sichtbare kupferführende Sulfide beobachtet wurden. Konkret handelt es sich um die Abschnitte von 101,75 bis 106 Metern, von 107 bis 111,25 Metern und von 228 bis 233 Metern Teufe. Die Bohrung TL-26-014 schnitt halbmasse kupferführende Sulfide sowie gediegen Kupfer in Quarzgängen an. Die bei 105,25 Metern angetroffene Mineralisation ist durch Serizitalteration mit reichlich halbmassem Chalcopyrit und Pyrit gekennzeichnet; bei 136,5 Metern wurde dendritisches gediegen Kupfer in Quarzgängen beobachtet, bei 219 Metern feinkörniger disseminierter Pyrit und Chalcopyrit, der in massiveren Pyrit und Chalcopyrit übergeht.
Die Bohrungen TL-26-010, TL-26-013 und TL-26-015 schnitten ebenfalls Intervalle mit unterschiedlichen Mengen bandiger bis disseminierter Pyrit- und Chalcopyrit-Mineralisierung an. Diese Anschnitte liefern nach Darstellung des Unternehmens weiterhin Hinweise auf eine größere Flächenausdehnung der VMS-Mineralisation.
Bereits zuvor im Phase-1-Programm 2026 hatte Core Silver mineralisierte Abschnitte gemeldet: TL-26-007 von 165 bis 166,5 Metern (1,5 Meter) und von 178,5 bis 180,5 Metern (2 Meter) sowie TL-26-008 von 208,5 bis 215,5 Metern (7 Meter). Insgesamt beobachtete das Unternehmen die Mineralisation als feinkörnige bis mittelfaserige, knollige und folienparallele, disseminierte bis halbmasse und massive Sulfide, bestehend aus Pyrit + Chalcopyrit ± Sphalerit ± Covellit ± Bornit ± Tetraedrit. Die Mineralisation scheint räumlich primär mit Serizitalteration und geringerer Silifizierung assoziiert zu sein, oft begleitet von Barit, der sowohl flankierend als auch innerhalb der mineralisierten Anschnitte auftrat.
Die Discovery Zone selbst wurde auf Basis von Arbeiten identifiziert, die zwischen 2009 und 2011 von Arcus durchgeführt wurden — darunter Bodenprobenahme, luftgestützte Geophysik, Grabung und Diamantbohrung.
Hintergrund: Was bisher geschah
Bereits am 20.10.2026 berichtete aktien.news, dass Core Silver ein Update zu den ersten vier Bohrungen des Phase-eins-Bohrprogramms am Touleary-Projekt veröffentlicht hatte. Damals umfassten die vier Bohrlöcher insgesamt 962,6 Meter der geplanten Mindestbohrleistung von 3.000 Metern, und das Unternehmen meldete sichtbare kupferführende Sulfide in allen vier initialen Bohrungen. Rodway verwies seinerzeit auf ähnliche Mineralisationsstile, wie sie während des Bohrprogramms von 2011 beobachtet wurden, und bezeichnete das Programm als mit aggressiven Schrittweiten aus historischen Bohrungen entwickelt.
Die historischen Arbeiten lieferten teils hochgradige Ergebnisse. Nach Angaben aus W. A. Wengzynowski (2025) erbrachte die Bohrung TL-11-005 zwei Abschnitte: 2,25 Meter mit 7,18 % Cu, 3,55 g/t Au, 4,30 % Zn und 116 g/t Ag (115,62 bis 117,87 Meter) sowie 14,15 Meter mit 1,45 % Cu, 0,73 g/t Au, 0,28 % Zn und 16,5 g/t Ag (124,5 bis 138,65 Meter). TL-11-002 lieferte 3,17 Meter mit 2,38 % Cu, 2,01 g/t Au, 1,38 % Zn und 32,9 g/t Ag (124 bis 127,17 Meter), TL-11-001 6,09 Meter mit 1,37 % Cu, 0,80 g/t Au, 0,41 % Zn und 14,5 g/t Ag (85,61 bis 91,7 Meter). Bei TL-11-003 wurden 0,59 Meter mit 1,42 % Cu, 1,15 g/t Au, 2,81 % Zn und 36,4 g/t Ag (64,21 bis 64,80 Meter) sowie 0,61 Meter mit 4,01 % Cu, 2,18 g/t Au, 0,93 % Zn und 73,9 g/t Ag (90,36 bis 90,97 Meter) gemeldet.
Was das für Anleger bedeutet
Core Silver ist ein Explorationsunternehmen im frühen Projektstadium. Die aktuelle Meldung belegt, dass das Bohrprogramm vorankommt und die Mineralisierung über eine beachtliche Streichlänge von 410 Metern verfolgt werden kann. Belastbare Aussagen über Gehalte und Wirtschaftlichkeit sind jedoch erst nach Vorlage der Laborergebnisse möglich — und selbst dann wären weitere Arbeiten nötig, um eine Ressource zu definieren. Anleger sollten die ausdrückliche Einschränkung des Unternehmens ernst nehmen, dass visuelle Beobachtungen keine Metallgehalte begründen.
Positiv hervorzuheben ist, dass der rund 3,5 Kilometer lange interpretierte geophysikalische Trend, der die Discovery Zone beherbergt, laut Unternehmen weitgehend ungetestet ist. Zusätzliche, bislang nicht angebohrte Ziele sind für Tests geplant. Das deutet auf zusätzliches Explorationspotenzial hin, ohne dass daraus schon konkrete Erwartungen abgeleitet werden könnten.
Ausblick
Kurzfristig steht die Veröffentlichung aller Assays für 2026 aus. Sie sollen die Kupfer-, Zink-, Gold- und Silbergehalte der beobachteten Mineralisation bestimmen. Weitere Bohrungen sind geplant. Zudem will Core Silver seine Bohrkerne auf dem Yukon Geoscience Forum 2026 am 18. und 19. November in Whitehorse, Yukon, ausstellen.
Kurz erklärt
- VMS: Abkürzung für vulkanogen-massive-Sulfid-Lagerstätten, eine mit vulkanischen Gesteinen und heißen Quellen am Meeresboden verbundene Art der Metallanreicherung.
- Chalcopyrit: Ein kupferhaltiges Mineral, das in vielen Kupferlagerstätten die wichtigste Erzquelle darstellt.
- Assay: Laboranalyse, mit der der tatsächliche Metallgehalt einer Gesteins- oder Kernprobe bestimmt wird.
- Streichlänge: Die horizontale Ausdehnung einer mineralisierten Zone entlang ihrer Längserstreckung.
- Bohrkerblänge: Die im Bohrloch gemessene Länge eines mineralisierten Abschnitts, die nicht mit der wahren Mächtigkeit übereinstimmen muss.
