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Chinas Wirtschaft wächst im dritten Quartal um 4,5 Prozent

Exportboom federt die Verlangsamung im Inland ab: Chinas BIP wächst im dritten Quartal um 4,5 Prozent.

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Chinas Wirtschaft wächst im dritten Quartal um 4,5 Prozent

Chinas Wirtschaft ist im dritten Quartal gewachsen und hat sich damit von einem Dreijahrestief erholt. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) legte zwischen Juli und September um 4,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum zu. Das geht aus offiziellen Daten hervor, die am Montag veröffentlicht wurden.

Damit beschleunigte sich das Wachstum gegenüber dem Vorquartal. Im zweiten Quartal war die chinesische Wirtschaft noch um 4,3 Prozent gewachsen – das langsamste Wachstum seit 2022. Damals hatte die Corona-Pandemie die chinesische Wirtschaft hart getroffen. Der aktuelle Wert liegt damit um 0,2 Prozentpunkte über dem Vorquartal.

Das BIP gilt als wichtigste Kenngröße für die gesamtwirtschaftliche Leistung eines Landes. Es misst den Gesamtwert aller Waren und Dienstleistungen, die in einem bestimmten Zeitraum innerhalb der Landesgrenzen produziert werden. Die hier gemeldete Veränderung von 4,5 Prozent bezieht sich auf den Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum.

Exporte stützen, Binnenwirtschaft schwächelt

Hinter der Zahl stehen zwei gegenläufige Kräfte. Auf der einen Seite stehen boomende Exporte, die das Wachstum antreiben. Auf der anderen Seite steht eine sich vertiefende wirtschaftliche Verlangsamung im Inland. Nach Angaben aus der Quelle federn die Ausfuhren diese Schwäche ab.

Die Schere zwischen Außenhandel und Binnennachfrage prägt damit das aktuelle Bild der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt. Während die Ausfuhr stark bleibt, verliert die wirtschaftliche Dynamik innerhalb Chinas an Tempo. Für deutsche Anleger ist diese Entwicklung relevant, weil China zu den wichtigsten Handelspartnern der exportorientierten deutschen Wirtschaft zählt.

Für die deutsche Industrie ist China seit Jahren ein zentraler Absatzmarkt. Eine wachsende chinesische Wirtschaft stützt entsprechend die Nachfrage nach Maschinen, Fahrzeugen und Industrieanlagen aus Deutschland. Gleichzeitig gilt: Ein Wachstum, das vor allem von Exporten getragen wird, sagt nur begrenzt etwas über die Stärke der Binnennachfrage aus.

Einordnung der Daten

Die Erholung von 4,3 auf 4,5 Prozent markiert eine Trendumkehr nach dem schwächsten Quartal seit 2022. Ob sich dieser Aufwärtstrend fortsetzt, hängt maßgeblich davon ab, wie sich Export und Binnenwirtschaft künftig entwickeln. Die am Montag veröffentlichten offiziellen Daten liefern dazu die aktuelle Momentaufnahme.

Für Marktbeobachter bleibt entscheidend, ob die Exportdynamik anhält und ob die schwache Inlandsnachfrage wieder anzieht. Klar ist: Der Vergleich zum Vorjahreszeitraum zeigt mit 4,5 Prozent ein moderates, aber beschleunigtes Wachstum der chinesischen Wirtschaft.

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