ANZEIGE

China wird zum ersten Mal seit 1990 hinter dem übrigen Asien zurückbleiben

Weltbank senkt als letzte Finanzinstitution ihre Prognose für die chinesische Wirtschaft

•• 4 Min
China wird zum ersten Mal seit 1990 hinter dem übrigen Asien zurückbleiben

Chinas Wirtschaftsleistung wird zum ersten Mal seit 1990 hinter der des übrigen Asiens zurückbleiben. Dies geht aus neuen Prognosen der Weltbank hervor, die den Schaden der Nullzinspolitik von Präsident Xi Jinping und des Zusammenbruchs des größten Immobilienmarktes der Welt deutlich machen.

Die Weltbank hat ihre Prognose für das Wachstum des Bruttoinlandsprodukts in der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt von 8,1 Prozent im vergangenen Jahr auf 2,8 Prozent gesenkt, während sie im April noch von 4 bis 5 Prozent für dieses Jahr ausgegangen war.

Gleichzeitig haben sich die Erwartungen für den Rest Ostasiens und des Pazifiks verbessert. Für die Region ohne China wird für 2022 ein Wachstum von 5,3 Prozent erwartet, gegenüber 2,6 Prozent im letzten Jahr, dank hoher Rohstoffpreise und einer Erholung des Binnenkonsums nach der Koronavirus-Pandemie.

"China, das bei der Erholung von der Pandemie führend war und die Schwierigkeiten mit der Delta-Variante [Covid] weitgehend abgetan hat, zahlt nun die wirtschaftlichen Kosten für die Eindämmung der Krankheit in ihrer ansteckendsten Form", sagte Aaditya Mattoo, Chefökonom der Weltbank für Ostasien und den Pazifik, gegenüber der Financial Times.

China hatte sich für dieses Jahr ein BIP-Ziel von etwa 5,5 Prozent gesetzt, was ein Tiefstand seit drei Jahrzehnten gewesen wäre. Doch die Aussichten haben sich in den letzten sechs Monaten deutlich verschlechtert.

Xis Politik der unnachgiebigen Unterdrückung von Coronavirus-Ausbrüchen durch kurzfristige Abriegelungen und Massentests hat die Mobilität eingeschränkt und die Verbraucheraktivität gedämpft, während Chinas Immobiliensektor - der etwa 30 Prozent der Wirtschaftstätigkeit ausmacht - einen historischen Einbruch erlitt.

Die jüngste Prognose der in Washington ansässigen Gruppe folgt auf eine Reihe von Finanzinstituten, darunter Goldman Sachs und Nomura, die ihre Prognosen für das nächste Jahr gesenkt haben. Der zunehmende Pessimismus beruht auf der Erwartung, dass Xi seine Nullzins-Politik über das Jahr 2022 hinaus verlängern wird.

Viele Ökonomen und Analysten hatten vorausgesagt, dass Peking als Reaktion auf das nachlassende Wirtschaftswachstum seine Stimulierungsmaßnahmen erheblich ausweiten und die Lockerungsmaßnahmen zur Ankurbelung des Konsums und zur Eindämmung des Abschwungs am Immobilienmarkt beschleunigen würde.

Mattoo sagte jedoch, dass China zwar über "enorme Mittel zur Bereitstellung starker Stimulierungsmaßnahmen" verfüge, Peking aber offenbar zu dem Schluss gekommen sei, dass die fiskalischen Stimulierungsmaßnahmen durch die Null-Covid-Beschränkungen "entschärft" würden.

Die Daten wurden vor dem Hintergrund allgemeiner Befürchtungen veröffentlicht, dass Xi - der im nächsten Monat eine beispiellose dritte Amtszeit als Vorsitzender der Kommunistischen Partei Chinas antreten wird - die wirtschaftliche Dynamik, die unter Deng Xiaoping begann, wieder zunichte macht.

Auch die Weltbank ist besorgt, dass die Verlangsamung des Immobilienmarktes ein tiefgreifendes "strukturelles" Problem darstellt. Um das unmittelbare Risiko einer Ansteckung durch die Turbulenzen im Immobiliensektor zu verringern, muss Peking nach Ansicht der Bank notleidenden Bauträgern mehr Liquidität zur Verfügung stellen und finanzielle Garantien für die Fertigstellung von Projekten geben. Langfristig sind jedoch fiskalische Reformen erforderlich, um den lokalen Regierungen Einnahmequellen zu erschließen, die über den Verkauf von Grundstücken hinausgehen, einschließlich einer Grundsteuer.

Im Gegensatz dazu wird für die Volkswirtschaften in Ostasien und im pazifischen Raum, insbesondere für die exportorientierten Volkswirtschaften Südostasiens, im Jahr 2022 mit einem schnelleren Wachstum und einer niedrigeren Inflation gerechnet.

In Indonesien, Thailand und Malaysia haben die staatlichen Kraftstoffsubventionen dazu beigetragen, die Inflation im weltweiten Vergleich niedrig zu halten. Der Inlandsverbrauch ist gestiegen, da die Region auf Abriegelungen und strengere Maßnahmen zur Bekämpfung der Pandemie verzichtet hat.

Gleichzeitig haben die durch die weltweite Energiekrise ausgelösten höheren Rohstoffpreise den exportabhängigen Volkswirtschaften der Region Auftrieb gegeben. Indonesien, ein großer Kohleexporteur, gab letzte Woche bekannt, dass die Ausfuhren im August einen Rekordwert von 27,9 Mrd. USD erreichten.

Einige Zentralbanken, unter anderem in Indonesien, Vietnam und auf den Philippinen, haben begonnen, die Zinssätze anzuheben.

Dennoch stehe die Region weniger unter Druck als andere Teile der Welt, sagte Mattoo. "Ich denke, die allmähliche Straffung, die wir sehen, kann noch eine Weile anhalten.

Einige der Maßnahmen, wie z. B. die Subventionen für Lebensmittel und Kraftstoffe, könnten jedoch bis zum Ende des Jahres zu einer Wachstumsbremse werden, warnte die Bank. Preiskontrollen verzerren den Markt und begünstigen oft die Wohlhabenden und Großunternehmen, während sie die Staatsverschuldung erhöhen, so der Bericht.

Es gibt bereits Anzeichen von Stress. Die Mongolei und Laos sind hoch verschuldet - ein großer Teil davon in Fremdwährungen - und anfällig für die weltweite Inflation und die daraus resultierende Abwertung der Wechselkurse.

"Ich würde sagen, dass dies in diesem Stadium eher etwas ist, das beobachtet werden muss, als dass es Anlass zu ernsthafter Besorgnis gibt", so Mattoo.

ChinaAsienGeldpolitik

Meistgelesene News

  1. Galeria-Insolvenz: Schicksal von 12.000 Jobs hängt an BA-Entscheidung
  2. Gaming und Wetten: Krypto-Klage, GTA 6 und Aktivisten-Investor im Fokus
  3. SpaceX-Aktie: Könnte eine Investition von 5.000 Dollar Millionär machen?
  4. Take-Two-Aktie vor GTA-6-Release: Chance oder Risikofalle?
  5. Rheinmetall-Aktie legt 3 Prozent zu – Morgan Stanley beflügelt Rüstungssektor

Disclaimer


Wichtiger Hinweis auf bestehende Interessenkonflikte:

Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass im Rahmen dieser Publikation Interessenkonflikte bestehen:

1. Die Stock Market Media Ltd. und ihr nahestehende Personen besitzen Aktien der hier empfohlenen Gesellschaften und beabsichtigen, diese im Rahmen und zu jedem Zeitpunkt dieser Empfehlung zu verkaufen. Hierin besteht ein eindeutiger und konkreter Interessenkonflikt.

2. Der Herausgeber dieser Publikation, sowie die verantwortlichen Redakteure erhalten für die Erstellung eine finanzielle Vergütung. Auch hierin besteht ein eindeutiger und konkreter Interessenkonflikt.

3. Beachten Sie auch die weitergehenden Ausführungen zu bestehenden Interessenkonflikten im nachfolgenden Disclaimer, u.a. unter Ziff. 2.

Wichtige Informationen und Pflichtmitteilungen gemäß Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) sowie gemäß Finanzanlageverordnung (FinAnV).

Stock Market Media Ltd. hat ihre Tätigkeit als Ersteller von Anlagestrategieempfehlungen im Sinne des Artikels 3 Absatz 1 Nummer 34 der Verordnung (EU) Nr. 596/2014 oder von Anlageempfehlungen im Sinne des Artikels 3 Absatz 1 Nummer 35 der Verordnung (EU) Nr. 596/2014, (bisher „Finanzanalysen“) der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht („BaFin“) gemäß WpHG angezeigt. Die Pflichten der Stock Market Media Ltd. regeln sich primär nach den §§ 85, 86 WpHG, der Verordnung (EU) Nr. 596/2014 und der Delegierten Verordnung (EU) 2016/958.

Angaben über den/die Ersteller dieser Publikation:
Verantwortlich für die Erstellung der Texte und Inhalte dieser Publikation ist Herr Roberto Gonçalves de Albuquerque, als Analyst und Chefredakteur. Herausgeber ist die Stock Market Media Ltd., 405 Kings Road, Flat 600, London; SW10 0BB, Vereinigtes Königreich, vertreten durch den Director Roberto Gonçalves de Albuquerque.

Wichtige Hinweise zur Erstellung dieser Veröffentlichung:
Diese Veröffentlichung enthält sowohl Tatsachen und Fakten zu den besprochenen Unternehmen, als auch rein subjektive Werturteile, Interpretationen, Schätzungen, Hochrechnungen, Vorhersagen und Preisziele. Diese versuchen wir, möglichst transparent voneinander abzugrenzen, um irreführende Angaben zu vermeiden. Recherche, Aufbereitung und Formulierung erfolgen dabei unter Einsatz gängiger digitaler und KI-gestützter Hilfsmittel; die inhaltliche Prüfung und die redaktionelle Verantwortung liegen bei uns. Die wesentlichen Grundlagen und Maßstäbe unserer Werturteile und Bewertungen, der besprochenen Aktien, basieren auf folgender Vorgehensweise:

Beurteilung und Bewertung von Unternehmen nach herkömmlichen Bewertungsmethoden (grundlegender Bewertungsansatz)

  • Einschätzung des Potentials der zukünftigen Unternehmensentwicklung (Wachstumsansatz) und Hochrechnung auf das entsprechende Bewertungspotential (Kurs-Potential-Analyse) sowie einer möglichen Unternehmens-Aktien-Bewertung aufgrund potentieller Gewinnerwartungen (KGV Hochrechnung)
  • Einschätzung des von uns erwarteten Best-Case-Szenarios im absoluten Erfolgsfall des Unternehmens (Blue-Sky-Potential-Ansatz)
  • Effekt der von uns erwarteten, gesteigerten Bekanntheit der empfohlenen Aktie auf den Aktienkurs durch einen starken Anstieg der Nachfrage am Markt (insbesondere maßgeblich bei marktengen oder neu bzw. erstmals empfohlenen Aktien) aufgrund der von uns oder Dritten veröffentlichten Publikationen (meistens Kaufempfehlungen), (Multiplikator- / Momentum-Effekt, Hype), dadurch überproportional steigende Rendite/Aktienkurs bei entsprechend steigendem Risiko
  • Technische Analyse des Aktienkurses gemäß gängiger Analyse-Methoden, meist zur Voraussage von Kurs-Signalen (Kauf- oder Verkaufssignal, Ausbruch der Aktie, Festlegung von Kurszielen, Unterstützungs- oder Widerstandsbereichen, erwarteten Mindestbewegungen oder Mindest-Gegenbewegungen, Voraussage von Signalpunkten (wenn-dann), etc.), größtenteils auf der erwarteten Massenpsychologie aufbauend. (technischer Ansatz).

Herkömmliche Bewertungsansätze sind bei jungen oder noch umsatzlosen Unternehmen oft schlecht sinnvoll anwendbar. Daher stützen wir uns bei der Bewertung von solchen Unternehmen tendenziell auf die von uns errechnete Potential-Analyse, sowie die Einschätzung der Nachfrage nach solchen Aktien am Kapitalmarkt. Letztendlich entscheidet der Markt über den Aktienkurs eines Unternehmens. Entsteht durch umfangreiche Empfehlungen einer Aktie, eine exzessive Nachfrage nach dieser, ist es möglich, dass der Aktienkurs bei einem hohen Handelsvolumen überdurchschnittlich steigt. Dies führt zwar zu extremen Gewinnmöglichkeit, erhöht jedoch entsprechend das Risiko einer Blasenbildung mit entsprechendem Kursrückgang. Durch die gesteigerte Volatilität der Aktie in solchen Situationen ergeben sich überdurchschnittliche Gewinn- und Verlustmöglichkeiten, sowohl in beide Handelsrichtungen als auch bei wiederkehrenden Gegenbewegungen. Auch solche Marktentwicklungen sind ein wichtiger Teil unserer Handelsempfehlungen und Bewertungsansätze.

Diese Publikation befasst sich ausschließlich mit überdurchschnittlich volatilen Werten mit hohem Gewinn- und auch Verlustpotential.

Hinweis zu Informationsquellen:
Die Zuverlässigkeit von Informationsquellen wird von uns vor deren Verwendung ausführlich geprüft und von uns entsprechend ihrer Glaubwürdigkeit und Bedeutung subjektiv bewertet. Dabei entscheiden wir nach eigenen Maßstäben, welche Quellen wir für relevant, zu konservativ oder zu optimistisch halten. Letztendlich legen wir unsere Empfehlungen aufgrund unserer persönlichen Einschätzungen fest. Bei der Informationsbeschaffung greifen wir auf zahlreiche öffentlich zugängliche Quellen zurück wie z.B. Pressemitteilungen, Ad-Hoc-Mitteilungen, Unternehmensmeldungen, Firmenpräsentationen, Publikationen und Artikeln zum besprochenen Unternehmen, gängige Finanzmedien im In- und Ausland sowie auf Unternehmens- oder Branchen-Analysen Dritter.

In unseren Publikationen werden ausschließlich öffentlich verfügbare Informationen und Quellen, sowie vom Unternehmen selbst verbreitete Informationen verwendet.

Hinweis zu bestehenden Interessenkonflikten:
Wir weisen hiermit darauf hin, dass Gesellschafter, Redakteure, Mitarbeiter sowie Personen bzw. Unternehmen die an der Erstellung dieser Veröffentlichung beteiligt sind, sowie Auftraggeber (Dritte) der Publikation von Stock Market Media Ltd. zum Zeitpunkt dieser Veröffentlichung direkt oder indirekt Anteile an Wertpapieren, welche im Rahmen der jeweiligen Publikation besprochen werden, halten. und daher an einer Kurs- und/oder Umsatzsteigerung, d.h. auch einer erhöhten Handelsliquidität interessiert sind, da die Absicht besteht, in unmittelbarem Zusammenhang mit dieser Veröffentlichung diese Wertpapiere zu verkaufen und an steigenden Kursen und Umsätzen zu partizipieren. Ein Kurszuwachs der Aktien der vorgestellten Unternehmen kann zu einem Vermögenszuwachs bei diesen Personen führen. Durch die Besprechung des Unternehmens können jedenfalls der Aktienkurs des Unternehmens erheblich beeinflusst werden. Insbesondere wird auch durch Wertpapiertransaktionen der Aktienkurs der besprochenen Unternehmen maßgeblich beeinflusst. Dies gilt insbesondere, wenn es sich um Unternehmen handelt deren Aktien keine breite Marktkapitalisierung haben und bei denen nur ein enger Markt besteht. Hier können auch nur geringe Auftragsvolumen erhebliche Auswirkungen auf die Kurse haben. Sie sind aber auch daran interessiert, dass der Kurs des besprochenen Unternehmens sinkt, wenn sie deren Aktien günstiger erwerben wollen. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen.

Stock Market Media Ltd. und seine Mitarbeiter werden zudem für die Vorbereitung, elektronische Verbreitung und Veröffentlichung dieser Publikation sowie für andere Dienstleitungen entgeltlich entlohnt. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen.

Diese Vergütung kann durch das Unternehmen über das die Stock Market Media Ltd. Informationen veröffentlicht, durch mit diesen Unternehmen verbundene Dritte oder sonstige Dritte, die ein Interesse in Bezug auf die im Zusammenhang mit dieser Veröffentlichung besprochenen Unternehmen verfolgen, erfolgen. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen. Dieser wird zunächst dadurch begründet, dass die Stock Market Media Ltd. im Interesse ihres Auftraggebers ihre Ausführungen vornehmen könnte. Die Stock Market Media Ltd. und/oder mit ihr verbundene Unternehmen haben mit der gegenständlichen Gesellschaft bzw. mit deren Aktionären eine kostenpflichtige Vereinbarung zur Erstellung der redaktionellen Besprechung getroffen. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen.

Hinweis zur Handhabe der internen Organisationspflichten:
Aufgrund der geringen Unternehmensgröße des Herausgebers, ist eine interne Kontrolle der Compliance Prozesse der an dieser Publikation mitwirkenden Mitarbeiter und sonstigen Beteiligten überschaubar.

Verantwortliche Aufsichtsbehörde:
Die Stock Market Media Ltd. hat ihre Tätigkeit gemäß § 86 WpHG bei der BaFin angezeigt.