ANZEIGE

Centrica startet Rückkauf in Höhe von 250 Millionen Pfund

Großbritannien steht unter dem Druck, Steuern auf Unternehmen zu erheben, die durch steigende Gas- und Stromrechnungen Geld verdienen

•• 4 Min
Centrica startet Rückkauf in Höhe von 250 Millionen Pfund

Centrica hat die Kontroverse über Energieunternehmen, die von den hohen Großhandelspreisen für Gas und Strom profitieren, weiter angeheizt, indem es zum ersten Mal seit 2014 einen Aktienrückkauf im Wert von 250 Millionen Pfund startete.

Der Energiekonzern, der hinter British Gas steht, erklärte am Donnerstag, dass die robusten Ergebnisse seiner Stromerzeugungsanlagen, seiner Gasverkäufe aus den Feldern in der britischen Nordsee und seiner Energiehandelssparte bedeuten, dass der Gewinn für das Gesamtjahr wahrscheinlich am oberen Ende der Erwartungen der Analysten liegen wird.

Die Analysten hatten mit einem Gewinn je Aktie zwischen 15,1 und 26 Pence gerechnet. Sollte der Gewinn am oberen Ende dieser Spanne liegen, würde sich der Gewinn im Vergleich zu 2021 mehr als versechsfachen.

Der britische Energieversorger National Grid, der die Infrastruktur des Stromnetzes besitzt, erhöhte am Donnerstag ebenfalls seine Gewinnerwartungen für das gesamte Geschäftsjahr, nachdem der bereinigte Betriebsgewinn in den sechs Monaten bis zum 30. September um 50 Prozent gestiegen war.

Die britische Regierung sieht sich mit Forderungen von Oppositionspolitikern konfrontiert, die Steuern auf Energieunternehmen zu erhöhen, die von den Rekordpreisen für Gas und Strom im Großhandel profitieren, während die britischen Haushalte mit der Lebenshaltungskostenkrise zu kämpfen haben. Die höheren Gewinnprognosen von Centrica und National Grid folgen auf eine Reihe von Rekordergebnissen für das dritte Quartal, die in den letzten Wochen von Öl- und Gasproduzenten wie BP und Shell bekannt gegeben wurden.

Ed Miliband, der Schatten-Energieminister der Labour-Partei, sagte, der Aktienrückkauf von Centrica sei "ein weiterer Beweis dafür, dass [der britische Premierminister] Rishi Sunak es völlig versäumt, eine ordentliche Gewinnsteuer für die Energieunternehmen einzuführen, die Rekordgewinne aus den Rechnungen der Menschen und Unternehmen in unserem Land ziehen".

"Sunak ist ein Premierminister der fossilen Brennstoffe, der sich für die großen Energieunternehmen einsetzt und nicht für das britische Volk", fügte er hinzu.

Ed Davey, Vorsitzender der Liberaldemokraten, sagte: "Unternehmen wie Centrica sollten ihre Gewinne reinvestieren und ihre Kunden unterstützen, anstatt ihre eigenen Aktien zurückzukaufen."

Centrica befindet sich in einer besonders schwierigen Lage, da das Unternehmen nicht nur Strom und Gas produziert, sondern auch Großbritanniens größter Lieferant für die Haushalte ist, die aufgrund höherer Energierechnungen mit dem größten Einkommensdruck seit einer Generation konfrontiert sind. Das Unternehmen hat in diesem Jahr zum ersten Mal seit 2020 wieder eine Dividende ausgeschüttet.

Am Donnerstag erklärte Centrica, dass es in den nächsten 3 bis 4 Monaten bis zu 5 % seines ausgegebenen Aktienkapitals für voraussichtlich 250 Mio. £ zurückkaufen wird.

Centrica räumte ein, dass viele Menschen aufgrund der hohen Energierechnungen mit einem "schwierigen Umfeld" konfrontiert sind. Das Unternehmen erklärte, dass es in diesem Jahr zusätzlich zu den bereits zugesagten 25 Mio. £ weitere 25 Mio. £ für die Unterstützung der Kunden bereitstellen werde.

National Grid erklärte, dass es zwei seiner britischen Pensionsfonds im Oktober inmitten der Gilts-Krise kurzfristige Darlehen in Höhe von 325 Millionen Pfund zur Verfügung gestellt hat, obwohl es betonte, dass diese nicht kurz vor dem Zusammenbruch standen. Die Darlehen würden den Fonds Zeit geben, ihre Vermögenswerte "auf effiziente Weise zu liquidieren, um ihre erheblichen Liquiditätspuffer wiederherzustellen", so das Unternehmen.

Die Ergebnisse von National Grid wurden u. a. durch die Beiträge eines neuen Unterwasser-Stromhandelskabels zwischen Großbritannien und Norwegen begünstigt, das 2021 in Betrieb genommen wird. National Grid rechnet nun mit einem Wachstum des Gewinns je Aktie von 6-8 Prozent; zuvor hatte das Unternehmen gesagt, dass die Gewinne in diesem Jahr "weitgehend unverändert" bleiben würden.

Energieversorgungsunternehmen wie National Grid werden von der Ofgem reguliert und sind bisher noch nicht in den Anwendungsbereich von Steuern auf Gewinnmitnahmen geraten. Etwa 10 Prozent der Stromrechnungen der Verbraucher fließen in die Instandhaltung der britischen Energieinfrastruktur und werden an Unternehmen wie National Grid verteilt.

Der Geschäftsführer von National Grid, John Pettigrew, erklärte gegenüber der Financial Times, dass man sich "der Erschwinglichkeitsproblematik für die britischen Verbraucher sehr bewusst" sei, betonte aber, dass man für jedes erwirtschaftete Pfund etwa zwei Pfund in den Ausbau der Energieinfrastruktur investiere, um mehr erneuerbare Energien wie Wind und Sonne zu nutzen. "Der Weg aus der Energiekrise ist, dass wir in die Netze investieren, um den Anschluss von erneuerbaren Energien zu ermöglichen", sagte Pettigrew.

Es wird erwartet, dass Schatzkanzler Jeremy Hunt bei seiner Herbsterklärung am 17. November eine Erhöhung der britischen Sondersteuer für Öl- und Gasproduzenten ankündigen wird. Er hat auch eine Ausweitung der Abgabe auf Stromerzeugungsunternehmen geprüft.

Centrica EnergieGroßbritannien

Meistgelesene News

  1. Galeria-Insolvenz: Schicksal von 12.000 Jobs hängt an BA-Entscheidung
  2. Gaming und Wetten: Krypto-Klage, GTA 6 und Aktivisten-Investor im Fokus
  3. SpaceX-Aktie: Könnte eine Investition von 5.000 Dollar Millionär machen?
  4. Take-Two-Aktie vor GTA-6-Release: Chance oder Risikofalle?
  5. Rheinmetall-Aktie legt 3 Prozent zu – Morgan Stanley beflügelt Rüstungssektor

Disclaimer


Wichtiger Hinweis auf bestehende Interessenkonflikte:

Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass im Rahmen dieser Publikation Interessenkonflikte bestehen:

1. Die Stock Market Media Ltd. und ihr nahestehende Personen besitzen Aktien der hier empfohlenen Gesellschaften und beabsichtigen, diese im Rahmen und zu jedem Zeitpunkt dieser Empfehlung zu verkaufen. Hierin besteht ein eindeutiger und konkreter Interessenkonflikt.

2. Der Herausgeber dieser Publikation, sowie die verantwortlichen Redakteure erhalten für die Erstellung eine finanzielle Vergütung. Auch hierin besteht ein eindeutiger und konkreter Interessenkonflikt.

3. Beachten Sie auch die weitergehenden Ausführungen zu bestehenden Interessenkonflikten im nachfolgenden Disclaimer, u.a. unter Ziff. 2.

Wichtige Informationen und Pflichtmitteilungen gemäß Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) sowie gemäß Finanzanlageverordnung (FinAnV).

Stock Market Media Ltd. hat ihre Tätigkeit als Ersteller von Anlagestrategieempfehlungen im Sinne des Artikels 3 Absatz 1 Nummer 34 der Verordnung (EU) Nr. 596/2014 oder von Anlageempfehlungen im Sinne des Artikels 3 Absatz 1 Nummer 35 der Verordnung (EU) Nr. 596/2014, (bisher „Finanzanalysen“) der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht („BaFin“) gemäß WpHG angezeigt. Die Pflichten der Stock Market Media Ltd. regeln sich primär nach den §§ 85, 86 WpHG, der Verordnung (EU) Nr. 596/2014 und der Delegierten Verordnung (EU) 2016/958.

Angaben über den/die Ersteller dieser Publikation:
Verantwortlich für die Erstellung der Texte und Inhalte dieser Publikation ist Herr Roberto Gonçalves de Albuquerque, als Analyst und Chefredakteur. Herausgeber ist die Stock Market Media Ltd., 405 Kings Road, Flat 600, London; SW10 0BB, Vereinigtes Königreich, vertreten durch den Director Roberto Gonçalves de Albuquerque.

Wichtige Hinweise zur Erstellung dieser Veröffentlichung:
Diese Veröffentlichung enthält sowohl Tatsachen und Fakten zu den besprochenen Unternehmen, als auch rein subjektive Werturteile, Interpretationen, Schätzungen, Hochrechnungen, Vorhersagen und Preisziele. Diese versuchen wir, möglichst transparent voneinander abzugrenzen, um irreführende Angaben zu vermeiden. Recherche, Aufbereitung und Formulierung erfolgen dabei unter Einsatz gängiger digitaler und KI-gestützter Hilfsmittel; die inhaltliche Prüfung und die redaktionelle Verantwortung liegen bei uns. Die wesentlichen Grundlagen und Maßstäbe unserer Werturteile und Bewertungen, der besprochenen Aktien, basieren auf folgender Vorgehensweise:

Beurteilung und Bewertung von Unternehmen nach herkömmlichen Bewertungsmethoden (grundlegender Bewertungsansatz)

  • Einschätzung des Potentials der zukünftigen Unternehmensentwicklung (Wachstumsansatz) und Hochrechnung auf das entsprechende Bewertungspotential (Kurs-Potential-Analyse) sowie einer möglichen Unternehmens-Aktien-Bewertung aufgrund potentieller Gewinnerwartungen (KGV Hochrechnung)
  • Einschätzung des von uns erwarteten Best-Case-Szenarios im absoluten Erfolgsfall des Unternehmens (Blue-Sky-Potential-Ansatz)
  • Effekt der von uns erwarteten, gesteigerten Bekanntheit der empfohlenen Aktie auf den Aktienkurs durch einen starken Anstieg der Nachfrage am Markt (insbesondere maßgeblich bei marktengen oder neu bzw. erstmals empfohlenen Aktien) aufgrund der von uns oder Dritten veröffentlichten Publikationen (meistens Kaufempfehlungen), (Multiplikator- / Momentum-Effekt, Hype), dadurch überproportional steigende Rendite/Aktienkurs bei entsprechend steigendem Risiko
  • Technische Analyse des Aktienkurses gemäß gängiger Analyse-Methoden, meist zur Voraussage von Kurs-Signalen (Kauf- oder Verkaufssignal, Ausbruch der Aktie, Festlegung von Kurszielen, Unterstützungs- oder Widerstandsbereichen, erwarteten Mindestbewegungen oder Mindest-Gegenbewegungen, Voraussage von Signalpunkten (wenn-dann), etc.), größtenteils auf der erwarteten Massenpsychologie aufbauend. (technischer Ansatz).

Herkömmliche Bewertungsansätze sind bei jungen oder noch umsatzlosen Unternehmen oft schlecht sinnvoll anwendbar. Daher stützen wir uns bei der Bewertung von solchen Unternehmen tendenziell auf die von uns errechnete Potential-Analyse, sowie die Einschätzung der Nachfrage nach solchen Aktien am Kapitalmarkt. Letztendlich entscheidet der Markt über den Aktienkurs eines Unternehmens. Entsteht durch umfangreiche Empfehlungen einer Aktie, eine exzessive Nachfrage nach dieser, ist es möglich, dass der Aktienkurs bei einem hohen Handelsvolumen überdurchschnittlich steigt. Dies führt zwar zu extremen Gewinnmöglichkeit, erhöht jedoch entsprechend das Risiko einer Blasenbildung mit entsprechendem Kursrückgang. Durch die gesteigerte Volatilität der Aktie in solchen Situationen ergeben sich überdurchschnittliche Gewinn- und Verlustmöglichkeiten, sowohl in beide Handelsrichtungen als auch bei wiederkehrenden Gegenbewegungen. Auch solche Marktentwicklungen sind ein wichtiger Teil unserer Handelsempfehlungen und Bewertungsansätze.

Diese Publikation befasst sich ausschließlich mit überdurchschnittlich volatilen Werten mit hohem Gewinn- und auch Verlustpotential.

Hinweis zu Informationsquellen:
Die Zuverlässigkeit von Informationsquellen wird von uns vor deren Verwendung ausführlich geprüft und von uns entsprechend ihrer Glaubwürdigkeit und Bedeutung subjektiv bewertet. Dabei entscheiden wir nach eigenen Maßstäben, welche Quellen wir für relevant, zu konservativ oder zu optimistisch halten. Letztendlich legen wir unsere Empfehlungen aufgrund unserer persönlichen Einschätzungen fest. Bei der Informationsbeschaffung greifen wir auf zahlreiche öffentlich zugängliche Quellen zurück wie z.B. Pressemitteilungen, Ad-Hoc-Mitteilungen, Unternehmensmeldungen, Firmenpräsentationen, Publikationen und Artikeln zum besprochenen Unternehmen, gängige Finanzmedien im In- und Ausland sowie auf Unternehmens- oder Branchen-Analysen Dritter.

In unseren Publikationen werden ausschließlich öffentlich verfügbare Informationen und Quellen, sowie vom Unternehmen selbst verbreitete Informationen verwendet.

Hinweis zu bestehenden Interessenkonflikten:
Wir weisen hiermit darauf hin, dass Gesellschafter, Redakteure, Mitarbeiter sowie Personen bzw. Unternehmen die an der Erstellung dieser Veröffentlichung beteiligt sind, sowie Auftraggeber (Dritte) der Publikation von Stock Market Media Ltd. zum Zeitpunkt dieser Veröffentlichung direkt oder indirekt Anteile an Wertpapieren, welche im Rahmen der jeweiligen Publikation besprochen werden, halten. und daher an einer Kurs- und/oder Umsatzsteigerung, d.h. auch einer erhöhten Handelsliquidität interessiert sind, da die Absicht besteht, in unmittelbarem Zusammenhang mit dieser Veröffentlichung diese Wertpapiere zu verkaufen und an steigenden Kursen und Umsätzen zu partizipieren. Ein Kurszuwachs der Aktien der vorgestellten Unternehmen kann zu einem Vermögenszuwachs bei diesen Personen führen. Durch die Besprechung des Unternehmens können jedenfalls der Aktienkurs des Unternehmens erheblich beeinflusst werden. Insbesondere wird auch durch Wertpapiertransaktionen der Aktienkurs der besprochenen Unternehmen maßgeblich beeinflusst. Dies gilt insbesondere, wenn es sich um Unternehmen handelt deren Aktien keine breite Marktkapitalisierung haben und bei denen nur ein enger Markt besteht. Hier können auch nur geringe Auftragsvolumen erhebliche Auswirkungen auf die Kurse haben. Sie sind aber auch daran interessiert, dass der Kurs des besprochenen Unternehmens sinkt, wenn sie deren Aktien günstiger erwerben wollen. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen.

Stock Market Media Ltd. und seine Mitarbeiter werden zudem für die Vorbereitung, elektronische Verbreitung und Veröffentlichung dieser Publikation sowie für andere Dienstleitungen entgeltlich entlohnt. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen.

Diese Vergütung kann durch das Unternehmen über das die Stock Market Media Ltd. Informationen veröffentlicht, durch mit diesen Unternehmen verbundene Dritte oder sonstige Dritte, die ein Interesse in Bezug auf die im Zusammenhang mit dieser Veröffentlichung besprochenen Unternehmen verfolgen, erfolgen. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen. Dieser wird zunächst dadurch begründet, dass die Stock Market Media Ltd. im Interesse ihres Auftraggebers ihre Ausführungen vornehmen könnte. Die Stock Market Media Ltd. und/oder mit ihr verbundene Unternehmen haben mit der gegenständlichen Gesellschaft bzw. mit deren Aktionären eine kostenpflichtige Vereinbarung zur Erstellung der redaktionellen Besprechung getroffen. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen.

Hinweis zur Handhabe der internen Organisationspflichten:
Aufgrund der geringen Unternehmensgröße des Herausgebers, ist eine interne Kontrolle der Compliance Prozesse der an dieser Publikation mitwirkenden Mitarbeiter und sonstigen Beteiligten überschaubar.

Verantwortliche Aufsichtsbehörde:
Die Stock Market Media Ltd. hat ihre Tätigkeit gemäß § 86 WpHG bei der BaFin angezeigt.