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Bundeswehr modernisiert Airbus A400M-Flotte umfassend

Neue Technik für unabhängige Landungen und gesicherte Datenübertragung

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Bundeswehr modernisiert Airbus A400M-Flotte umfassend

Die Bundeswehr hat die Modernisierung ihrer A400M-Militärtransporter in die Wege geleitet. Ziel der Anpassungen ist unter anderem die Einführung eines satellitengestützten Landesystems, das die Abhängigkeit von bodengebundener Infrastruktur reduziert und die Einsatzmöglichkeiten erheblich erweitert. Zudem werden neue Funkgeräte installiert, die eine verbesserte Störsicherheit bieten, sowie eine umfassende Technik zur gesicherten Übertragung von sensiblen Daten. Die Modernisierung umfasst auch die Einführung einer neuen Freund-Feind-Erkennung, die den Anforderungen der NATO entspricht und durch spezielle Transponder unterstützt wird.

Der entsprechende Entwicklungsvertrag wurde zwischen dem Hersteller Airbus und der Organisation für gemeinsame Rüstungskooperation (Occar) geschlossen, die das A400M-Programm für die Betreiberstaaten Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Spanien, die Türkei, Belgien und Luxemburg koordiniert. Airbus bestätigte, dass ein globaler Wartungsvertrag Teil der Vereinbarung ist, um eine langfristige technische Unterstützung zu gewährleisten. Die Notwendigkeit zur Modernisierung wurde durch Einsätze wie die Evakuierungsmission in Kabul und das Manöver „Pacific Skies“ verdeutlicht, die die Anforderungen an Interoperabilität und einheitliche Standards zwischen den Partnernationen hervorgehoben haben.

Bisher wurden weltweit 130 Exemplare des A400M ausgeliefert, die zusammen über 200.000 Flugstunden absolviert haben. Die deutsche Luftwaffe erhielt kürzlich ihre 47. Maschine, und die Lieferung weiterer sechs Maschinen ist bis Ende 2026 geplant. Die Kosten der Modernisierung belaufen sich insgesamt auf 380 Millionen Euro, wobei Deutschland knapp 152 Millionen Euro trägt. Das Projekt wird aus dem Sondervermögen Bundeswehr und dem regulären Verteidigungshaushalt finanziert. Der Haushaltsausschuss des Bundestags hat die finanziellen Mittel für dieses Vorhaben im Oktober freigegeben.

Eine besondere Neuerung ist die sogenannte Drop-Redo-Funktion, die es ermöglicht, Abwurfmissionen über einer definierten Zone bei Bedarf zu wiederholen, ohne die Koordinaten oder Wetterdaten erneut eingeben zu müssen. Dies ist besonders bei Hilfseinsätzen nützlich und vereinfacht die Arbeitsabläufe für die Besatzung. Die technischen Neuerungen sollen ab 2027 schrittweise in die Flotte integriert werden. Bereits im Einsatz befindliche Maschinen werden während der regulären Wartungstermine auf den neuesten Stand gebracht. Der neue Wartungsvertrag für die Flotte hat eine Laufzeit von fünf Jahren.

LuftwaffeAirbusDeutschlandTechnologieSicherheit

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