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Buffett reduziert massiv Aktienportfolio von Berkshire Hathaway

Star-Investor trennt sich von Apple-Anteilen und erhöht Cash-Reserven auf Rekordhöhe

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Buffett reduziert massiv Aktienportfolio von Berkshire Hathaway

Warren Buffett hat im zweiten Quartal 2024 das Aktienportfolio seiner Beteiligungsgesellschaft Berkshire Hathaway umfangreicher umgebaut, als bisher bekannt war. Zwischen dem 1. April und 30. Juni verkaufte der 93-Jährige Anteile an mehreren Unternehmen und reduzierte dabei teils erheblich seine Beteiligungen. Wie aus aktuellen Daten der US-Börsenaufsicht SEC hervorgeht, hat Buffett seine Investitionen in acht Aktien teilweise deutlich reduziert oder ganz beendet, während er gleichzeitig lediglich in zwei neue Positionen eingestiegen ist.

Unter den Verkäufen außerhalb der Top Ten von Berkshire befinden sich fünf kleinere Positionen, bei denen die Gewichtung zuletzt unter einem Prozent des Portfolios lag. So reduzierte Buffett beispielsweise seine Beteiligung an Capital One um 21 Prozent, trennte sich von 17 Prozent seiner Aktien bei Floor & Decor und verkaufte knapp elf Prozent seiner Anteile an T-Mobile US. Beim Cloud-Spezialisten Snowflake und dem Medienkonzern Paramount hat sich Buffett sogar vollständig zurückgezogen. Insbesondere bei Snowflake, wo er kurz nach dem Börsengang 2020 eingestiegen war, entschied er sich für einen kompletten Ausstieg, nachdem sich der Aktienkurs seit dem IPO mehr als halbiert hatte.

Auf der anderen Seite stieg Buffett bei zwei neuen Unternehmen ein. Er baute eine Position bei Heico auf, einem Luft- und Raumfahrtunternehmen, das unter anderem Produkte für Flugzeuge und Raumfahrzeuge herstellt. Diese Beteiligung hatte zum 30. Juni einen Wert von 185 Millionen Dollar, was allerdings weniger als ein Prozent des Gesamtportfolios von Berkshire ausmacht. Darüber hinaus erwarb Buffett Aktien des US-Unternehmens Ulta Beauty, das eine Kette von Beauty-Stores betreibt. Die Position war zum Quartalsende 266 Millionen Dollar wert, lag aber ebenfalls unter der Ein-Prozent-Grenze des Portfolios.

Eine bedeutende Veränderung zeigt sich auch bei der Apple-Position, die Buffett fast halbiert hat. Von April bis Juni verkaufte er 49 Prozent der Anteile an dem iPhone-Hersteller. Die Gründe für diese drastische Reduzierung bleiben unklar, jedoch wird spekuliert, dass Buffett das Risiko in seinem Portfolio verringern wollte. Trotz der erheblichen Verkäufe bleibt Apple mit einem Anteil von rund 30 Prozent weiterhin die größte Position im Berkshire-Portfolio.

Während Buffett die Apple-Beteiligung deutlich reduzierte, verkaufte er im Anschluss an das zweite Quartal auch einen Teil seiner Aktien an der Bank of America. Seit dem 1. Juli trennte er sich von knapp neun Prozent seiner BofA-Anteile. Diese Verkäufe könnten darauf hindeuten, dass Buffett vor den erwarteten Zinssenkungen der US-Notenbank Fed sein Engagement im Bankensektor verringern will. Dies betrifft jedoch nicht alle Bankbeteiligungen, da die Positionen bei Citigroup und Jefferies unverändert blieben.

Parallel dazu erhöhte Buffett seine Beteiligung an Occidental Petroleum um knapp drei Prozent, wodurch das Unternehmen nun fast sechs Prozent des Berkshire-Portfolios ausmacht. Im Gegensatz dazu reduzierte er seine Position bei Chevron, einem weiteren großen Ölkonzern, um 3,6 Prozent. Trotz dieser Anpassungen ist Chevron weiterhin der größte Energiekonzern im Portfolio, gefolgt von Occidental.

Durch den Verkauf von deutlich mehr Aktien als dem Kauf neuer Beteiligungen hat Berkshire Hathaway seine Cash-Reserven auf einen neuen Rekordstand von 277 Milliarden Dollar erhöht. Buffett sieht diese Entwicklung gelassen und betonte auf der Hauptversammlung im Mai, dass er es unter den aktuellen Bedingungen bevorzugt, eine Cash-Position aufzubauen. Berkshire investiert diese Mittel unter anderem in kurzlaufende US-Staatsanleihen, die hohe Renditen abwerfen und damit eine attraktive Alternative zu Aktieninvestitionen darstellen.

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