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Börsenjahr 2023: DAX schwächelt, Dow Jones auf Rekordjagd

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Börsenjahr 2023: DAX schwächelt, Dow Jones auf Rekordjagd

Am letzten vollen Handelstag des Jahres verzeichnete der DAX leichte Kursverluste, während die Wall Street neue Rekorde feierte. Trotz der moderaten Kursbewegung am deutschen Leitindex blieben die Hoffnungen auf sinkende Leitzinsen in den USA und Europa bis zum Jahresende bestehen. Der DAX schloss schließlich mit einem Minus von 0,2 Prozent bei 16.701,55 Punkten. Dieses leichte Absinken war vor allem auf die geringen Handelsumsätze zurückzuführen, da viele Investoren bereits im Urlaub waren. Dennoch konnte sich der DAX in der Nähe seines Rekordhochs halten, das er Mitte Dezember mit 17.003 Punkten erreichte.

Mit einer verkürzten Handelssitzung am Freitag wird der deutsche Leitindex das Jahr abschließen. Marktbeobachter Andreas Lipkow kommentierte die Situation und erklärte, dass die Investoren bereits ihre Bücher weitgehend geschlossen haben und neue Risiken vermeiden. Trotzdem herrscht weiterhin eine optimistische Stimmung. Das Jahr 2023 war zwar nicht ohne Herausforderungen, aber es war dennoch ein überdurchschnittlich gutes Jahr für die Börse. Das Hauptziel bleibt nun, die erzielte Kursperformance zu erhalten. Der DAX konnte auf Jahressicht ein Plus von rund 20 Prozent verzeichnen, wobei die meisten Gewinne in der Rally seit Ende Oktober erzielt wurden.

Die letzten Wochen zeigten eine steigende Zuversicht in Bezug auf fallende Zinsen im neuen Jahr. Für den Euroraum erwarten die Future-Märkte eine erste Zinssenkung für März oder April. In den USA rechnen laut dem Fed Watch Tool der CME Group knapp 73 Prozent der Marktteilnehmer mit einer ersten Zinssenkung um 25 Basispunkte im März. Allerdings ist dafür eine klare Ankündigung der US-Notenbank in der Sitzung am 31. Januar erforderlich. Einige Experten warnen jedoch davor, zu hohe Erwartungen zu haben und darauf hinzuweisen, dass die Fed vorerst ihrer aktuellen Politik treu bleiben könnte.

Die US-Aktienmärkte setzten ihren moderaten Aufwärtstrend am vorletzten Handelstag des Jahres fort und erreichten erneut Rekordhochs. Der Dow Jones Industrial stieg auf 37.742 Punkte und notierte zuletzt 0,2 Prozent höher bei 37.711 Zählern. Im Jahr 2023 verzeichnete er bisher einen Gewinn von knapp 14 Prozent. Der S&P 500 stieg ebenfalls um 0,2 Prozent auf 4789,34 Punkte und lag nur noch knapp ein halbes Prozent unter seinem Rekordhoch von Januar 2022. Der Nasdaq 100, der im laufenden Jahr um fast 55 Prozent gestiegen ist, erreichte ebenfalls einen neuen Höchststand. Es war bereits der dritte Tag in Folge mit einer Rekordmarke für den Index.

Obwohl der Goldpreis leicht nachgab, war das Jahr 2023 für Investoren insgesamt erfolgreich, da er ein Rekordhoch von 2.135 Dollar erreichte. Diese Rally wurde durch die Aussicht auf sinkende Zinsen ausgelöst, da Gold in Zeiten niedriger Zinsen attraktiver wird, da es keine Zinsen abwirft.

In Bezug auf Unternehmensnachrichten gab es heute wenig zu vermelden. Zalando verzeichnete jedoch das schlechteste Ergebnis im Leitindex, mit einem Jahresminus von etwa 36 Prozent. Siemens Energy und Bayer folgten auf den nächsten Plätzen.

Im MDAX verzeichnete der Essenslieferant Delivery Hero leichte Verluste. Die Aktien des Unternehmens haben im Jahresverlauf bisher fast 45 Prozent eingebüßt.

Der Technologiekonzern Apple hat nach einer vorläufigen Aufhebung eines Importstopps durch ein Berufungsgericht in den USA den Verkauf seiner Computer-Uhren wieder aufgenommen. Ab sofort sind die aktuellen Modelle Apple Watch Series 9 und Apple Watch Ultra 2 wieder online bestellbar.

Die Toyota-Kleinwagensparte Daihatsu hat angekündigt, für die Auswirkungen ihres unbefristeten Produktionsstopps während eines Sicherheitsskandals Entschädigungen zu zahlen. Die Produktion in Japan bleibt mindestens bis Ende Januar ausgesetzt, während die Behörden die Sicherheitsprüfungen untersuchen.

Die New York Times hat als erste große amerikanische Zeitung rechtliche Schritte gegen die Software-Unternehmen OpenAI und Microsoft eingeleitet. Sie wirft den Unternehmen vor, Wissen aus Millionen von Artikeln genutzt zu haben, um ChatGPT zu entwickeln, und damit auf Kosten der Zeitung ein Geschäft aufzubauen. Die Klage wirft wichtige Fragen zur Verwendung von KI und urheberrechtlichen Angelegenheiten auf und wird aufmerksam verfolgt werden müssen.

Marktberichte

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