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Blackstone und kanadische Pensionsfonds steigen bei LNG Canada ein

Ein Konsortium um Blackstone erwirbt 49,9 Prozent an Mitsubishis LNG-Canada-Holding für 3,1 Milliarden US-Dollar.

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Blackstone und kanadische Pensionsfonds steigen bei LNG Canada ein

Blackstone und eine Gruppe kanadischer Pensionsfonds investieren 3,1 Milliarden US-Dollar, um einen 49,9-Prozent-Anteil am Holdingunternehmen des japanischen Handelskonzerns Mitsubishi Corp. zu erwerben. Dieses Holdingunternehmen hält Mitsubishis Beteiligung am LNG-Canada-Projekt. Die Transaktion wurde am Montag von den beteiligten Unternehmen bekannt gegeben.

Das Holdingunternehmen hält einen 15-Prozent-Anteil an LNG Canada, dem von Shell geführten Exportprojekt in der kanadischen Provinz British Columbia. Das Projekt nahm im Juni 2025 die Produktion auf. Mitsubishi gab an, dass sein Anteil etwa 1,6 Milliarden US-Dollar wert sei. Die restlichen Investitionsmittel sollen für die zweite Ausbauphase verwendet werden, die die Produktionskapazitäten der Anlage verdoppeln wird.

Kanadische Pensionsfonds bündeln ihre Kräfte

Die von Blackstone angeführte Investorengruppe umfasst mehrere große kanadische Pensionsfonds. Dazu zählen der Canada Pension Plan Investment Board (CPP Investments), das Ontario Municipal Employees Retirement System (OMERS), die Investment Management Corporation of Ontario (IMCO) sowie der Public Sector Pension Investment Board (PSP). Damit sind gleich vier der bedeutendsten institutionellen Anleger Kanadas an dem Geschäft beteiligt.

Geoff Souters, Head of Real Assets bei CPP Investments, erklärte, der Pensionsfonds betrachte dies als „überzeugende Gelegenheit“, in großem Umfang in Kanada zu investieren. Die Beteiligung mehrerer Pensionsfonds unterstreicht das wachsende Interesse institutioneller Investoren an langfristigen Infrastruktur- und Energieprojekten.

Mitsubishi betonte, dass der Deal keine Auswirkungen auf seine LNG-Abnahmemengen oder Kundenbeziehungen haben werde. Das Holdingunternehmen bezieht derzeit 2,1 Millionen metrische Tonnen LNG pro Jahr aus dem Projekt. Nach der Erweiterung von LNG Canada sollen sich diese Mengen auf 4,2 Millionen Tonnen pro Jahr verdoppeln.

Expansion soll Produktionskapazität verdoppeln

Die Transaktion folgt der finalen Investitionsentscheidung, die Shell und seine Partner im September für die Phase-2-Erweiterung von LNG Canada bekannt gaben. Dieses Projekt soll die Produktionskapazität der Anlage auf 28 Millionen Tonnen pro Jahr verdoppeln. LNG Canada zählt damit zu den größten Flüssigerdgas-Vorhaben Nordamerikas.

Laut Mitsubishi werde das Unternehmen Blackstones finanzielle Ressourcen nutzen, um die Expansion voranzutreiben und gleichzeitig die Kapitaleffizienz seiner Investition zu verbessern. Der japanische Handelskonzern verfolgt damit eine Strategie, bei der er Kapital freisetzt und gleichzeitig an den Erträgen des wachsenden Projekts beteiligt bleibt.

Der Deal werde voraussichtlich im November abgeschlossen, sagte ein Sprecher von Mitsubishi. Für deutsche Anleger ist die Transaktion vor allem deshalb interessant, weil sie zeigt, wie institutionelles Kapital aus Nordamerika und Asien in die LNG-Infrastruktur fließt. Flüssigerdgas gilt als wichtiger Baustein für die Energiesicherheit, insbesondere in Europa, das seine Abhängigkeit von russischem Pipelinegas reduziert hat.

Der Einstieg von Blackstone und der kanadischen Pensionsfonds verdeutlicht zugleich das anhaltende Interesse privater und institutioneller Investoren an langfristigen Energieprojekten mit stabilen Abnahmeverträgen. Mitsubishi bleibt über sein Holdingunternehmen weiterhin am Projekt beteiligt, teilt sich nun aber einen erheblichen Teil des wirtschaftlichen Risikos mit den neuen Partnern.

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