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Fox' 22-Milliarden-Dollar-Deal für Roku steht angeblich vor US-Kartellprüfung

Der Medienkonzern Fox will Roku für 22 Milliarden Dollar kaufen. Laut Semafor soll die US-Kartellprüfung mit einem Zustimmungsurteil enden.

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Fox' 22-Milliarden-Dollar-Deal für Roku steht angeblich vor US-Kartellprüfung

Der von Fox vorgeschlagene Kauf des Streaming-Plattformanbieters Roku für 22 Milliarden Dollar wird voraussichtlich die Prüfung durch das US-Justizministerium überstehen. Nach einem Bericht von Semafor vom Dienstag soll die Transaktion unter einem Zustimmungsurteil (Consent Decree) fortgesetzt werden. Semafor beruft sich dabei auf mit den Beratungen vertraute Personen.

Die Bedingungen eines solchen Zustimmungsurteils bleiben allerdings unklar. Zudem könnte das Justizministerium seine Position noch ändern, so die gegenüber Semafor sprechenden Personen. Fox lehnte eine Kommentierung des Vorgangs ab.

Auch der stellvertretende Generalstaatsanwalt Stanley Woodward verweigerte jegliche Aussage zur Transaktion. Woodward erklärte gegenüber Semafor, dass das Ministerium unter der Führung von Präsident Donald Trump weiterhin die Bezahlbarkeit für die Amerikaner priorisieren werde. Ein Zustimmungsurteil ist ein gerichtlich gebilligter Vergleich, mit dem Behörden eine Fusion unter Auflagen genehmigen, ohne den Deal vollständig zu blockieren.

Widerstand aus dem Umfeld von Trump

Der Deal steht seit dem Druck von Chris Ruddy unter verschärfter kartellrechtlicher Aufsicht. Ruddy ist Mehrheitsaktionär von Newsmax und ein Verbündeter von Trump. Er führt einen langandauernden Streit mit Fox um den Streaming-Zugang zu seinen Medienassets.

Semafor hatte im September erstmals berichtet, dass die Aufsichtsbehörden ihre Untersuchung ausweiteten. Kurz darauf bestätigten die Unternehmen, dass sie eine sogenannte „Second Request" erhalten hatten. Eine solche zweite Anfrage entspricht einer verstärkten kartellrechtlichen Prüfung und verlangt von den beteiligten Firmen umfangreiche zusätzliche Unterlagen.

Kombination von Inhalten und Betriebssystem

Der vorgeschlagene Deal würde die Nachrichten- und Sport-Inhaltsbereiche von Fox mit dem Connected-TV-Betriebssystem von Roku kombinieren. Nach Angaben von Semafor hat dies bei Wettbewerbern Bedenken hinsichtlich einer möglichen Bevorzugung eigener Programmangebote durch Fox hervorgerufen.

Der kostenlose, werbefinanzierte Streaming-Kanal von Roku konkurriert zudem mit Tubi, das im Besitz von Fox ist. Fox-Chef Lachlan Murdoch hatte zuvor erklärt, er erwarte, dass die beiden Geschäftsbereiche getrennt operieren, während Werbung plattformübergreifend verkauft werden könne, wie Semafor berichtete.

Für Anleger ist die Unsicherheit über den regulatorischen Prozess ein zentraler Faktor. Sie waren besorgt, dass das Verfahren den Kauf verzögern oder sogar scheitern lassen könnte. Der Ausgang der Prüfung dürfte damit maßgeblich bestimmen, ob Fox seine Strategie im werbefinanzierten Streaming-Geschäft wie geplant ausbauen kann.

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