ANZEIGE

Australiens Banken zeigen, wie man sich auf Kabelausfälle vorbereitet

Wenn Seekabel durchtrennt werden, müssen Finanzsysteme offline funktionieren. Australien testet mit seinen Großbanken einen pragmatischen Notfallplan.

•• 3 Min
Australiens Banken zeigen, wie man sich auf Kabelausfälle vorbereitet

Australien ist über eine relativ geringe Anzahl von Seekabeln mit dem Rest der Welt verbunden. Diese Kabel übertragen effizient die gesamte Konnektivität, die das Land benötigt – sie bieten sogar Kapazitätsreserven. Doch würden die Kabel beschädigt, geriete Australien in erhebliche Schwierigkeiten. Nun erstellt das Land einen Backup-Plan, um den schlimmsten Schaden abzuwenden. Andere Länder sollten von der pragmatischen Herangehensweise der Australier lernen.

Zu Beginn dieses Jahres setzten sich Führungskräfte der National Australia Bank (NAB) mit Managern anderer führender Finanzinstitute und Regierungsbeamten zusammen. Ziel der Zusammenkunft war es, zu simulieren, was geschehen würde, wenn die Seekabel des Landes plötzlich nicht mehr verfügbar wären. „In der ersten Phase gingen wir davon aus, dass die Kabel an der Ostküste, wo sich die meisten unserer Leitungen befinden, durchtrennt wurden", sagte Brad Carr, der bei NAB für geopolitische Risiken zuständige Executive, der die Simulation konzipiert hatte. „Und dann nahmen wir an, dass auch die Kabel an der Westküste durchtrennt wurden."

Die Teams wechselten zur Satellitenkommunikation, stellten jedoch fest, dass diese nur einen winzigen Bruchteil der Daten – also des Geldes – übertrug, das sie senden mussten. Satelliten allein würden Banken oder andere Akteure nicht retten, falls die Kabel einem massiven Ausfall zum Opfer fallen. Den Australiern wurde klar, dass sie für ein Szenario planen mussten, in dem ihr Land vom Rest der modernen Welt abgeschnitten wäre.

Reparaturen dauern – und können behindert werden

Reparaturschiffe und ihre Crews sind zwar hervorragend in ihrer Aufgabe, benötigen aber Zeit, um zur Fehlerstelle zu gelangen, und böswillige Akteure könnten sie behindern. Hinzu kommen administrative Verzögerungen. Reparaturen an Kabeln, die durch indonesisches Gewässer verlaufen – einschließlich der entscheidenden Verbindungen zwischen Australien und Singapur – erfordern indonesische Genehmigungen, deren Beschaffung über einen Monat dauern kann.

Aus all diesen Gründen benötigte Australien einen Notfallplan, wie die Übung zeigte. Seine größten Banken hatten bereits gemeinsam mit der Regierung einen Plan entwickelt, der es dem Finanzsystem ermöglichen würde, in einer weitgehend offline-Situation zu funktionieren. „Wenn wir einen schweren Vorfall haben, wie können wir sicherstellen, dass unsere Kunden für Lebensmittel bezahlen können?", erklärte Carr.

CI Fortify soll Infrastruktur krisenfest machen

Parallel dazu hat die Regierung CI Fortify ins Leben gerufen, einen Leitfaden für Infrastrukturbetreiber „zur Vorbereitung auf Krisenfälle oder Dienstunterbrechungen". Zudem wird erwartet, dass Betreiber in der Lage sind, ihre Infrastruktur bis zu drei Monate lang von anderen Netzwerken und Systemen zu isolieren, um kritische Dienste für die Australier aufrechterhalten zu können.

Sollten die Kabel durchtrennt werden, müsste das Land digital selbstversorgend werden und sich auf seine nationale Konnektivität verlassen. In einer Krise könnten australische Verbraucher weiterhin Debitkarten nutzen und Bargeld an Geldautomaten abheben, und Banken könnten notwendige Transaktionen durchführen – allerdings ohne Zugang zu internationalen Bankabrechnungssystemen. „Es ist wie Feldchirurgie, kein vollständiges Krankenhaus", erzählte eine mit den Bemühungen vertraute Person. „Es wird Blut geben, aber es wird den Patienten retten."

Finnland und Schweden mit ähnlichen Ansätzen

Finnland macht ähnliche Fortschritte. Und in diesem Sommer schloss sich Schwedens Zentralbank mit Einzelhandelsbanken und Zahlungskartenanbietern zusammen, „um Kartenzahlungen auch im Falle von Unterbrechungen der Datenkommunikation von bis zu sieben Tagen zu ermöglichen". Damit zeigen mehrere europäische Staaten, dass sie das Risiko eines Ausfalls der Unterwasserkabel inzwischen ernst nehmen – ein Thema, das auch für den hiesigen Finanzplatz an Bedeutung gewinnt.

Die australischen Führungspersönlichkeiten sind sich der schnell wachsenden U-Boot-Flotte Chinas sowie der mysteriösen Besuche chinesischer Forschungsschiffe in den nahegelegenen Gewässern sehr bewusst. Es könnte nichts bedeuten – doch wenn dem nicht so ist, wird Australien einen Sturm viel besser überstehen als die Länder, die das Risiko eines schweren Kabelvorfalls als unwahrscheinlich betrachten.

Im August stand Vietnam – das weniger gut vorbereitet war – vor einer großen Seekabel-Krise, als vier seiner acht wichtigen Kabel beschädigt wurden und die Konnektivität um 30 Prozent sank. Ohne Seekabel käme ein Großteil des modernen Lebens zum Erliegen. Die Planung für die Turbulenzen, die das Finanzsystem treffen würden, wenn die Kabel durchtrennt würden, schafft Resilienz bei geringem Aufwand.

SeekabelAustralienNational Australia BankCi FortifyFinanzsystem ResilienzUnterwasserkabelChina U-Boot-FlotteKritische Infrastruktur

Meistgelesene News

  1. Galeria-Insolvenz: Schicksal von 12.000 Jobs hängt an BA-Entscheidung
  2. Gaming und Wetten: Krypto-Klage, GTA 6 und Aktivisten-Investor im Fokus
  3. Take-Two-Aktie vor GTA-6-Release: Chance oder Risikofalle?
  4. Rheinmetall-Aktie legt 3 Prozent zu – Morgan Stanley beflügelt Rüstungssektor
  5. Nvidia, Datadog und Goldminen glänzen auf IBD-Bestenlisten

Disclaimer


Wichtiger Hinweis auf bestehende Interessenkonflikte:

Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass im Rahmen dieser Publikation Interessenkonflikte bestehen:

1. Die Stock Market Media Ltd. und ihr nahestehende Personen besitzen Aktien der hier empfohlenen Gesellschaften und beabsichtigen, diese im Rahmen und zu jedem Zeitpunkt dieser Empfehlung zu verkaufen. Hierin besteht ein eindeutiger und konkreter Interessenkonflikt.

2. Der Herausgeber dieser Publikation, sowie die verantwortlichen Redakteure erhalten für die Erstellung eine finanzielle Vergütung. Auch hierin besteht ein eindeutiger und konkreter Interessenkonflikt.

3. Beachten Sie auch die weitergehenden Ausführungen zu bestehenden Interessenkonflikten im nachfolgenden Disclaimer, u.a. unter Ziff. 2.

Wichtige Informationen und Pflichtmitteilungen gemäß Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) sowie gemäß Finanzanlageverordnung (FinAnV).

Stock Market Media Ltd. hat ihre Tätigkeit als Ersteller von Anlagestrategieempfehlungen im Sinne des Artikels 3 Absatz 1 Nummer 34 der Verordnung (EU) Nr. 596/2014 oder von Anlageempfehlungen im Sinne des Artikels 3 Absatz 1 Nummer 35 der Verordnung (EU) Nr. 596/2014, (bisher „Finanzanalysen“) der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht („BaFin“) gemäß WpHG angezeigt. Die Pflichten der Stock Market Media Ltd. regeln sich primär nach den §§ 85, 86 WpHG, der Verordnung (EU) Nr. 596/2014 und der Delegierten Verordnung (EU) 2016/958.

Angaben über den/die Ersteller dieser Publikation:
Verantwortlich für die Erstellung der Texte und Inhalte dieser Publikation ist Herr Roberto Gonçalves de Albuquerque, als Analyst und Chefredakteur. Herausgeber ist die Stock Market Media Ltd., 405 Kings Road, Flat 600, London; SW10 0BB, Vereinigtes Königreich, vertreten durch den Director Roberto Gonçalves de Albuquerque.

Wichtige Hinweise zur Erstellung dieser Veröffentlichung:
Diese Veröffentlichung enthält sowohl Tatsachen und Fakten zu den besprochenen Unternehmen, als auch rein subjektive Werturteile, Interpretationen, Schätzungen, Hochrechnungen, Vorhersagen und Preisziele. Diese versuchen wir, möglichst transparent voneinander abzugrenzen, um irreführende Angaben zu vermeiden. Recherche, Aufbereitung und Formulierung erfolgen dabei unter Einsatz gängiger digitaler und KI-gestützter Hilfsmittel; die inhaltliche Prüfung und die redaktionelle Verantwortung liegen bei uns. Die wesentlichen Grundlagen und Maßstäbe unserer Werturteile und Bewertungen, der besprochenen Aktien, basieren auf folgender Vorgehensweise:

Beurteilung und Bewertung von Unternehmen nach herkömmlichen Bewertungsmethoden (grundlegender Bewertungsansatz)

  • Einschätzung des Potentials der zukünftigen Unternehmensentwicklung (Wachstumsansatz) und Hochrechnung auf das entsprechende Bewertungspotential (Kurs-Potential-Analyse) sowie einer möglichen Unternehmens-Aktien-Bewertung aufgrund potentieller Gewinnerwartungen (KGV Hochrechnung)
  • Einschätzung des von uns erwarteten Best-Case-Szenarios im absoluten Erfolgsfall des Unternehmens (Blue-Sky-Potential-Ansatz)
  • Effekt der von uns erwarteten, gesteigerten Bekanntheit der empfohlenen Aktie auf den Aktienkurs durch einen starken Anstieg der Nachfrage am Markt (insbesondere maßgeblich bei marktengen oder neu bzw. erstmals empfohlenen Aktien) aufgrund der von uns oder Dritten veröffentlichten Publikationen (meistens Kaufempfehlungen), (Multiplikator- / Momentum-Effekt, Hype), dadurch überproportional steigende Rendite/Aktienkurs bei entsprechend steigendem Risiko
  • Technische Analyse des Aktienkurses gemäß gängiger Analyse-Methoden, meist zur Voraussage von Kurs-Signalen (Kauf- oder Verkaufssignal, Ausbruch der Aktie, Festlegung von Kurszielen, Unterstützungs- oder Widerstandsbereichen, erwarteten Mindestbewegungen oder Mindest-Gegenbewegungen, Voraussage von Signalpunkten (wenn-dann), etc.), größtenteils auf der erwarteten Massenpsychologie aufbauend. (technischer Ansatz).

Herkömmliche Bewertungsansätze sind bei jungen oder noch umsatzlosen Unternehmen oft schlecht sinnvoll anwendbar. Daher stützen wir uns bei der Bewertung von solchen Unternehmen tendenziell auf die von uns errechnete Potential-Analyse, sowie die Einschätzung der Nachfrage nach solchen Aktien am Kapitalmarkt. Letztendlich entscheidet der Markt über den Aktienkurs eines Unternehmens. Entsteht durch umfangreiche Empfehlungen einer Aktie, eine exzessive Nachfrage nach dieser, ist es möglich, dass der Aktienkurs bei einem hohen Handelsvolumen überdurchschnittlich steigt. Dies führt zwar zu extremen Gewinnmöglichkeit, erhöht jedoch entsprechend das Risiko einer Blasenbildung mit entsprechendem Kursrückgang. Durch die gesteigerte Volatilität der Aktie in solchen Situationen ergeben sich überdurchschnittliche Gewinn- und Verlustmöglichkeiten, sowohl in beide Handelsrichtungen als auch bei wiederkehrenden Gegenbewegungen. Auch solche Marktentwicklungen sind ein wichtiger Teil unserer Handelsempfehlungen und Bewertungsansätze.

Diese Publikation befasst sich ausschließlich mit überdurchschnittlich volatilen Werten mit hohem Gewinn- und auch Verlustpotential.

Hinweis zu Informationsquellen:
Die Zuverlässigkeit von Informationsquellen wird von uns vor deren Verwendung ausführlich geprüft und von uns entsprechend ihrer Glaubwürdigkeit und Bedeutung subjektiv bewertet. Dabei entscheiden wir nach eigenen Maßstäben, welche Quellen wir für relevant, zu konservativ oder zu optimistisch halten. Letztendlich legen wir unsere Empfehlungen aufgrund unserer persönlichen Einschätzungen fest. Bei der Informationsbeschaffung greifen wir auf zahlreiche öffentlich zugängliche Quellen zurück wie z.B. Pressemitteilungen, Ad-Hoc-Mitteilungen, Unternehmensmeldungen, Firmenpräsentationen, Publikationen und Artikeln zum besprochenen Unternehmen, gängige Finanzmedien im In- und Ausland sowie auf Unternehmens- oder Branchen-Analysen Dritter.

In unseren Publikationen werden ausschließlich öffentlich verfügbare Informationen und Quellen, sowie vom Unternehmen selbst verbreitete Informationen verwendet.

Hinweis zu bestehenden Interessenkonflikten:
Wir weisen hiermit darauf hin, dass Gesellschafter, Redakteure, Mitarbeiter sowie Personen bzw. Unternehmen die an der Erstellung dieser Veröffentlichung beteiligt sind, sowie Auftraggeber (Dritte) der Publikation von Stock Market Media Ltd. zum Zeitpunkt dieser Veröffentlichung direkt oder indirekt Anteile an Wertpapieren, welche im Rahmen der jeweiligen Publikation besprochen werden, halten. und daher an einer Kurs- und/oder Umsatzsteigerung, d.h. auch einer erhöhten Handelsliquidität interessiert sind, da die Absicht besteht, in unmittelbarem Zusammenhang mit dieser Veröffentlichung diese Wertpapiere zu verkaufen und an steigenden Kursen und Umsätzen zu partizipieren. Ein Kurszuwachs der Aktien der vorgestellten Unternehmen kann zu einem Vermögenszuwachs bei diesen Personen führen. Durch die Besprechung des Unternehmens können jedenfalls der Aktienkurs des Unternehmens erheblich beeinflusst werden. Insbesondere wird auch durch Wertpapiertransaktionen der Aktienkurs der besprochenen Unternehmen maßgeblich beeinflusst. Dies gilt insbesondere, wenn es sich um Unternehmen handelt deren Aktien keine breite Marktkapitalisierung haben und bei denen nur ein enger Markt besteht. Hier können auch nur geringe Auftragsvolumen erhebliche Auswirkungen auf die Kurse haben. Sie sind aber auch daran interessiert, dass der Kurs des besprochenen Unternehmens sinkt, wenn sie deren Aktien günstiger erwerben wollen. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen.

Stock Market Media Ltd. und seine Mitarbeiter werden zudem für die Vorbereitung, elektronische Verbreitung und Veröffentlichung dieser Publikation sowie für andere Dienstleitungen entgeltlich entlohnt. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen.

Diese Vergütung kann durch das Unternehmen über das die Stock Market Media Ltd. Informationen veröffentlicht, durch mit diesen Unternehmen verbundene Dritte oder sonstige Dritte, die ein Interesse in Bezug auf die im Zusammenhang mit dieser Veröffentlichung besprochenen Unternehmen verfolgen, erfolgen. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen. Dieser wird zunächst dadurch begründet, dass die Stock Market Media Ltd. im Interesse ihres Auftraggebers ihre Ausführungen vornehmen könnte. Die Stock Market Media Ltd. und/oder mit ihr verbundene Unternehmen haben mit der gegenständlichen Gesellschaft bzw. mit deren Aktionären eine kostenpflichtige Vereinbarung zur Erstellung der redaktionellen Besprechung getroffen. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen.

Hinweis zur Handhabe der internen Organisationspflichten:
Aufgrund der geringen Unternehmensgröße des Herausgebers, ist eine interne Kontrolle der Compliance Prozesse der an dieser Publikation mitwirkenden Mitarbeiter und sonstigen Beteiligten überschaubar.

Verantwortliche Aufsichtsbehörde:
Die Stock Market Media Ltd. hat ihre Tätigkeit gemäß § 86 WpHG bei der BaFin angezeigt.