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Asiatische Währungen unter Druck: China-BIP und Nahost-Spannungen belasten

Schwache chinesische Wachstumsdaten und eskalierende Konflikte im Nahen Osten dämpfen den Risikoappetit an den asiatischen Devisenmärkten.

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Asiatische Währungen unter Druck: China-BIP und Nahost-Spannungen belasten

Die meisten asiatischen Währungen handelten am Mittwoch in engen Spannen. Anleger zeigten sich vorsichtig angesichts eskalierender Spannungen im Nahen Osten und schwächer als erwartet ausgefallener Wachstumsdaten aus China. Beide Faktoren zusammen dämpften den Appetit auf risikosensitive asiatische Vermögenswerte spürbar.

US-Präsident Donald Trump erklärte, die Vereinigten Staaten würden ihre Militärschläge gegen den Iran fortsetzen, bis Teheran einem Abkommen zustimme. Das U.S. Central Command bestätigte den vierten Tag in Folge Operationen gegen iranische Militäranlagen, die mit Drohungen gegen die Handelsschifffahrt in der Straße von Hormus in Verbindung stehen. Die Straße von Hormus gilt als eine der wichtigsten Schifffahrtsrouten der Welt für den Öltransport.

Ölpreise hoch, Inflationsrisiken im Fokus

Der erneute Konflikt hielt die Ölpreise auf hohem Niveau und rückte Inflationsrisiken in den Vordergrund. Die Anleger wogen den nachlassenden Preisdruck in den USA gegen das Risiko ab, dass höhere Ölpreise die Inflation erneut anheizen könnten, sollten die Spannungen im Nahen Osten anhalten.

Trotz eines Rückgangs des US-Dollars blieben die Bewegungen an den asiatischen Devisenmärkten verhalten. Der US Dollar Index stabilisierte sich im asiatischen Handel bei nahezu 100,8 Punkten, nachdem er zuvor seinen stärksten Tagesrückgang seit Wochen verzeichnet hatte. Ausgelöst wurde dieser Rückgang durch schwächer als erwartet ausgefallene Verbraucherinflationsdaten im Juni, die die Erwartungen für eine baldige Zinserhöhung der US-Notenbank Federal Reserve gedämpft hatten.

Die Rückgänge des Dollars wurden jedoch begrenzt, da Fed-Vorsitzender Kevin Warsh das Engagement der Notenbank bekräftigte, das jährliche Inflationsziel von 2 Prozent aggressiv zu verfolgen. Marktbeobachter werten dies als Signal, dass noch in diesem Jahr Zinserhöhungen möglich sein könnten.

Chinas Wirtschaft wächst langsamer als erwartet

Besonders belastend wirkten die frischen BIP-Daten aus China. Die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt wuchs im zweiten Quartal um lediglich 4,3 Prozent im Jahresvergleich und verfehlte damit die Markterwartungen. Während die Exportindustrie das Wachstum weiterhin antrieb, wurde dieser positive Effekt durch schwache Binnennachfrage und geringe Investitionsausgaben weitgehend ausgeglichen.

Das Währungspaar USD/CNY sowie der Offshore-Kurs USD/CNH zeigten sich kaum verändert. Weitere Wirtschaftsdaten verdeutlichten eine wachsende Kluft innerhalb der chinesischen Wirtschaft:

  • Die Industrieproduktion wuchs im Juni stärker als erwartet
  • Die Anlageinvestitionen schrumpften den dritten Monat in Folge stärker als prognostiziert
  • Die Einzelhandelsumsätze stiegen im Juni unerwartet, jedoch nur mit einem trägen Tempo von 1 Prozent

Die Daten zeichnen damit ein zweigeteiltes Bild der chinesischen Konjunktur: Auf der einen Seite eine robuste, exportgetriebene Industrieproduktion, auf der anderen Seite eine anhaltend schwache Binnennachfrage und rückläufige Investitionen. Für deutsche Anleger, die in chinesische Aktien oder exportabhängige Unternehmen mit starkem China-Geschäft investiert sind, unterstreichen diese Zahlen die strukturellen Herausforderungen, mit denen die Volksrepublik derzeit konfrontiert ist.

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