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Adidas hebt Gewinnprognose 2026 auf 2,5 Milliarden Euro an

Der Sportartikelhersteller übertrifft mit einem Rekordquartal die Erwartungen und schraubt sein Jahresziel deutlich nach oben.

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Adidas hebt Gewinnprognose 2026 auf 2,5 Milliarden Euro an

Adidas hat seine Gewinnprognose für das laufende Geschäftsjahr 2026 angehoben. Das Ziel für das Betriebsergebnis steigt um 200 Millionen Euro auf 2,5 Milliarden Euro. Bisher hatte der Konzern aus Herzogenaurach rund 2,3 Milliarden Euro in Aussicht gestellt. Für Anleger ist das ein deutliches Signal, dass das Unternehmen die schwache Branchenkonjunktur besser wegsteckt als viele Wettbewerber.

Auslöser für die Anhebung ist ein außergewöhnlich starkes drittes Quartal. Der Umsatz kletterte um neun Prozent auf 7,25 Milliarden Euro. Währungsbereinigt – also ohne den Einfluss von Wechselkursschwankungen – ergibt sich ein Plus von sieben Prozent. Das Betriebsergebnis schnellte um 37 Prozent auf 1,01 Milliarden Euro nach oben. Es ist der höchste Quartalsgewinn der Firmengeschichte.

Zölle und weniger Rabatte stützen das Ergebnis

Zwei Sondereffekte helfen dem Unternehmen. Zum einen stützt eine Rückerstattung unzulässiger US-Einfuhrzölle in Höhe von rund 200 Millionen Euro das Ergebnis. Diese Erstattung hatte Adidas bereits im August angekündigt, damals aber noch nicht in die Prognose eingerechnet. Zum anderen bringen weniger gewährte Rabatte zusätzlich 100 Millionen Euro ein. Der Verzicht auf Preisnachlässe ist ein wichtiger Punkt: Er zeigt, dass die Marke ihre Produkte offenbar ohne größere Abschläge absetzen kann.

Adidas stemmt sich damit gegen eine schwache Branchenkonjunktur. Der Rivale Nike erwartet für das Geschäftsjahr 2026/27 ein Umsatzminus von bis zu neun Prozent. Nikes Umsatz in China war zuletzt eingebrochen. Während Nike Ware mit Rabatten absetzt, verzichtet Adidas darauf – ein Unterschied, der sich in der Ertragskraft niederschlägt.

Investitionen und ein möglicher weiterer Vorteil

Im vierten Quartal will Adidas rund 100 Millionen Euro mehr investieren als bislang geplant. Die Ausgaben für IT-Infrastruktur und Logistik werden vorgezogen. Solche Vorzieheffekte belasten zwar kurzfristig das Ergebnis, sollen aber die Basis für künftiges Wachstum legen. Zusätzlich könnte ein weiterer Vorteil von rund 100 Millionen Euro anfallen. In diesem Fall wäre ein Betriebsergebnis von 2,6 Milliarden Euro möglich.

CEO Björn Gulden sprach von einem "großartigen Quartal". Das Unternehmen setzt dabei auf neu aufgelegte Klassiker aus den 70er und 80er Jahren. Auch die Regionalisierungsstrategie zeigt Wirkung und zieht vor allem in China neue Kunden an.

Was das für Anleger bedeutet

Die Analysten reagieren positiv. RBC belässt die Einstufung auf "Outperform" mit einem Kursziel von 200 Euro. JPMorgan bestätigt sein "Overweight"-Rating und sieht das Kursziel bei 210 Euro. Anleger dürften vor allem die Stärke des Sportschuh-Geschäfts genau beäugen. Denn diese Sparte gilt als Kern des Geschäfts und entscheidet darüber, ob das Wachstum nachhaltig ist.

Der vollständige Bericht zum dritten Quartal wird am 29. Oktober veröffentlicht. Dann dürften weitere Details zu Umsatzentwicklung und Margen folgen. Bis dahin bleibt die Frage offen, wie stark die Sondereffekte das Ergebnis verzerren und wie viel davon aus dem operativen Geschäft stammt.

Der DAX notierte zuletzt 0,8 Prozent im Plus und stand knapp über 25.500 Punkten. Am Dienstag hatte der Index mit 25.050 Punkten ein Tief markiert, gestützt von vagen Hoffnungen auf eine Lösung im Iran-Konflikt.

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