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AbbVie oder Pfizer: Welche Dividendenaktie überzeugt mehr?

Ein Vergleich zweier Top-Pharmaaktien zeigt: Sicherheit schlägt hohe Rendite – zumindest für konservative Dividendeninvestoren.

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AbbVie oder Pfizer: Welche Dividendenaktie überzeugt mehr?

AbbVie und Pfizer gehören zu den bekanntesten Dividendenzahlern im Gesundheitssektor. Beide Aktien bieten Einkommensinvestoren attraktive Ausschüttungen, doch bei näherer Betrachtung zeigen sich deutliche Unterschiede in Stabilität, Wachstumspotenzial und Sicherheit der Dividende.

AbbVie kommt derzeit auf eine Dividendenrendite von 3,2 Prozent. Das Unternehmen gilt seit Jahrzehnten als verlässlicher Dividendenzahler und hat sein Geschäft erfolgreich weiterentwickelt – selbst nachdem das umsatzstärkste Medikament Humira den Patentschutz verloren hat. Pfizer hingegen lockt mit einer deutlich höheren Rendite von 6,7 Prozent, bringt aber auch mehr Risiko mit sich.

Ist Pfizers Dividende wirklich sicher?

Die entscheidende Frage für Dividendeninvestoren lautet: Wie sicher ist die Ausschüttung von Pfizer? Die Ausschüttungsquote liegt derzeit bei über 100 Prozent – ein auf den ersten Blick alarmierendes Signal. Allerdings wurde das Nettoergebnis in den vergangenen Quartalen durch zahlreiche Sondereffekte belastet, darunter Restrukturierungskosten und Wertminderungen.

Aussagekräftiger ist der freie Cashflow: In den vergangenen vier Quartalen erzielte Pfizer insgesamt 9,5 Milliarden US-Dollar – etwas weniger als die 9,8 Milliarden Dollar, die im gleichen Zeitraum als Dividende ausgeschüttet wurden. Das Unternehmen befindet sich noch in einer Transformationsphase und arbeitet aktiv an Kostensenkungen. Dieses leichte Defizit muss daher nicht zwingend ein unmittelbares Warnsignal sein, bleibt aber ein Risikofaktor.

Bei AbbVie sieht die Lage deutlich komfortabler aus. Der freie Cashflow belief sich in den vergangenen zwölf Monaten auf knapp 20 Milliarden US-Dollar – weit mehr als die 11,8 Milliarden Dollar, die im gleichen Zeitraum als Dividende ausgezahlt wurden. Die Ausschüttung ist damit auf einem soliden Fundament verankert.

Das Dividendenwachstum von AbbVie als entscheidender Vorteil

Neben der aktuellen Rendite spielt das künftige Dividendenwachstum eine wichtige Rolle. AbbVie hat seine Ausschüttung über die Jahre hinweg kontinuierlich und großzügig erhöht. Angesichts des erheblichen Spielraums beim freien Cashflow sind weitere signifikante Anhebungen in den kommenden Jahren realistisch.

Pfizer konnte beim Dividendenwachstum nicht mithalten. Sollten die Wachstumspläne des Unternehmens nicht aufgehen und das Geschäft stagnieren, dürften Erhöhungen bestenfalls gering ausfallen. Regelmäßige Dividendenerhöhungen gelten zudem als positives Signal des Managements hinsichtlich der künftigen Geschäftsentwicklung.

Hinzu kommt, dass Pfizer in naher Zukunft mit sogenannten Patentabläufen – auch „Patent Cliffs" genannt – konfrontiert ist. Dabei verlieren wichtige Medikamente ihren Patentschutz und müssen sich dem Wettbewerb durch günstigere Generika stellen, was den Umsatz erheblich belasten kann.

AbbVie bleibt die sicherere Wahl für Dividendeninvestoren

Für risikoaverse Anleger, die auf verlässliche Dividendeneinnahmen setzen, ist AbbVie derzeit die überzeugendere Wahl. Die Rendite von 3,2 Prozent liegt zwar unter der von Pfizer, übertrifft aber deutlich den Durchschnitt des S&P 500 von 1,1 Prozent. In Kombination mit dem starken Cashflow und dem nachgewiesenen Dividendenwachstum bietet AbbVie eine attraktive Gesamtlösung.

Pfizer kann als Turnaround-Wette interessant sein, eignet sich aber weniger für Anleger, die primär auf sichere und wachsende Dividendeneinnahmen ausgerichtet sind. Bei Dividendeninvestments zählt die langfristige Perspektive – und hier hat AbbVie derzeit die Nase vorn.

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