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WSJ: Musk ordnete Drosselung von Starlink in der Ukraine an

Laut Wall Street Journal soll Elon Musk den Datenverkehr für den ukrainischen Starlink-Zugang gedrosselt haben – mit Folgen für Drohneneinsätze.

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WSJ: Musk ordnete Drosselung von Starlink in der Ukraine an

Das "Wall Street Journal" berichtet am Dienstag, dass eine kürzlich eingetretene Verlangsamung des Starlink-Satellitensystems von SpaceX auf eine Anweisung von Elon Musk zurückgeht. Musk ist Chief Executive Officer des Raumfahrtunternehmens. Die Zeitung stützt sich nach eigenen Angaben auf nicht namentlich genannte US-Beamte sowie auf weitere Quellen.

Nach Darstellung des Blattes habe Musk den Datenverkehr für den ukrainischen Zugang zum Satellitensystem gedrosselt. Starlink ist das Satelliteninternet-Netzwerk von SpaceX und ermöglicht der Ukraine, sich gegen tödliche russische Luftangriffe zu wehren. Die Drosselung habe die Fähigkeit der Ukraine beeinträchtigt, mit Drohnen defensive und offensive Missionen durchzuführen.

Die Truppen von Russlands Präsident Wladimir Putin führen seitdem unermüdliche Angriffe auf die Ukraine aus, darunter auch gezielte Schläge auf zivile Ziele. Damit fällt der Bericht in eine Phase, in der die ukrainische Luftverteidigung und die Drohnenkriegsführung besonders stark von einer stabilen Satellitenverbindung abhängen.

Was der Bericht belegt – und was offen bleibt

Konkrete Angaben zum genauen Zeitpunkt oder zum Umfang der Drosselung nennt der Bericht nicht. Auch wie lange die Verlangsamung anhielt und ob sie inzwischen aufgehoben wurde, geht aus der Darstellung nicht hervor. Ob sich SpaceX oder Musk zu dem Bericht geäußert haben, ist ebenfalls nicht überliefert.

Klar ist: Die Angaben beruhen auf anonymen Quellen. Für Leser bedeutet das, dass die Vorwürfe bislang nicht durch offizielle Stellen bestätigt sind. Das "Wall Street Journal" ist eine der auflagenstärksten Wirtschaftszeitungen der USA und beruft sich in sicherheitspolitischen Fragen regelmäßig auf Regierungsvertreter, die nicht genannt werden wollen.

Bedeutung für Anleger und Märkte

SpaceX ist nicht b��rsennotiert. Privatanleger können daher nicht direkt in das Unternehmen investieren, das hinter Starlink steht. Der Bericht dürfte dennoch Aufmerksamkeit an den Märkten erzeugen, weil er die Verbindung zwischen einem der bekanntesten Unternehmer der Welt und dem Krieg in der Ukraine erneut in den Fokus rückt.

Für deutsche Anleger ist vor allem relevant, wie sich solche Meldungen auf die Stimmung an den Technologie- und Rüstungsmärkten auswirken. Musk steht mit seinen Unternehmen im Zentrum öffentlicher Debatten, und politische wie militärische Entscheidungen von Unternehmenslenkern können die Wahrnehmung ganzer Branchen prägen.

Der Bericht reiht sich in eine Serie von Meldungen ein, in denen die Rolle privater Satellitenbetreiber in militärischen Konflikten diskutiert wird. Starlink liefert dabei die Infrastruktur, über die Kommunikation und Drohnensteuerung in der Ukraine laufen. Fällt diese Verbindung teilweise weg, wirkt sich das unmittelbar auf operative Fähigkeiten aus.

Ob der Bericht politische Konsequenzen hat, ist offen. Die USA sind der wichtigste Unterstützer der Ukraine, und US-Beamte werden in dem Bericht als Quellen genannt. Eine offizielle Bestätigung aus Washington oder Kiew liegt bislang nicht vor.

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