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Weniger USA-Reisende aus Europa

Airlines kämpfen mit Nachfrageeinbruch, hohen Kosten und ausbleibenden Flugzeuglieferungen

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 Weniger USA-Reisende aus Europa

Die Zahl der Flugreisenden aus Westeuropa in die USA ist im März im Vergleich zum Vorjahr um rund ein Sechstel gesunken. Besonders deutlich fiel das Minus in den sogenannten Lufthansa-Staaten Belgien, Deutschland, Österreich und der Schweiz aus, wo etwa ein Viertel weniger Passagiere gezählt wurde. In den Heimatmärkten von Air France-KLM – Frankreich und Niederlande – betrug der Rückgang dagegen lediglich gut zwei Prozent. Trotz dieser Entwicklung zeigt sich die Lufthansa weiterhin optimistisch und kündigt an, ihr Angebot auf der Transatlantikroute im Sommer gegenüber dem Vorjahr um sieben Prozent zu erweitern. Damit steht sie in der Branche derzeit eher allein da.

Andere Fluggesellschaften reagieren zurückhaltender. Delta Airlines hat bereits die Prognose für das laufende Jahr kassiert. Auch Virgin Atlantic meldete eine nachlassende Nachfrage im US-Geschäft, ebenso wie Air France-KLM. Deren Vorstandschef Ben Smith sprach in Interviews von einer Abschwächung der Nachfrage in der Economy Class und verwies auf notwendige Rabattaktionen, um Maschinen zu füllen. Delta-CEO Ed Bastian kündigte an, bei anhaltendem Umsatzrückgang die Kapazitäten zu reduzieren. Auch bei Frontier Airlines äußerte sich der Vorstand zurückhaltend über die Entwicklung des laufenden Geschäftsjahres.

Die Ursachen für den Rückgang sind vielfältig. Analysten verweisen auf eine abnehmende Nachfrage, die sich bereits vor dem jüngsten Handelskonflikt abgezeichnet habe. Besonders das sogenannte „Revenge Travel“ nach der Coronapandemie scheint stark nachzulassen. Zudem schrecken hohe Ticketpreise und wirtschaftliche Unsicherheiten viele potenzielle Reisende ab. Die aktuellen Zölle spielen dabei laut Experten noch keine wesentliche Rolle, da viele Reisen bereits lange im Voraus gebucht wurden. Dagegen berichten Plattformen wie Travelperk von einem Anstieg bei Geschäftsreisen von Managern in die USA.

Gleichzeitig sind die Vorausbuchungen europäischer Touristen für den Sommer in US-Hotels bereits deutlich rückläufig. Auch die Stornierungsraten für Reisen in die Vereinigten Staaten sind im ersten Quartal 2025 erheblich gestiegen. Eine mögliche Rezession könnte diesen Trend verstärken. Analysten gehen davon aus, dass sich Flugreisen stärker an der wirtschaftlichen Entwicklung orientieren als andere Konsumgüter.

Trotz sinkender Ölpreise profitieren traditionelle Fluglinien kaum davon, da Billigairlines wie Ryanair deutlich stärker davon entlastet werden. Ein limitierender Faktor bleibt zudem der Flugzeugmangel. Lufthansa etwa wartet weiterhin auf Dutzende Maschinen von Boeing und Airbus, deren verspätete Lieferung die Kapazitätsplanung der Airline einschränkt.

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