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Weißes Haus plant drastische NASA-Budgetkürzung um 5,6 Milliarden Dollar

Die Trump-Regierung will 2027 massive Einschnitte bei der US-Raumfahrtbehörde vornehmen – trotz ambitionierter Mondmissionen.

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Weißes Haus plant drastische NASA-Budgetkürzung um 5,6 Milliarden Dollar

Die US-Regierung hat am Freitag, dem 3. April, einen Haushaltsentwurf vorgelegt, der weitreichende Konsequenzen für die amerikanische Raumfahrt haben könnte. Das Weiße Haus schlägt vor, das NASA-Budget für das Haushaltsjahr 2027 um insgesamt 5,6 Milliarden US-Dollar zu kürzen. Damit würde eine der renommiertesten Wissenschafts- und Raumfahrtbehörden der Welt mit einem deutlich reduzierten Etat auskommen müssen.

Besonders hart trifft es die wissenschaftliche Abteilung der NASA. Für diesen Bereich sieht der Entwurf eine Kürzung von 3,4 Milliarden Dollar vor, was einem Rückgang von 23 Prozent entspricht. Damit stünden zahlreiche Forschungsprojekte, Satellitenmissionen und wissenschaftliche Programme auf dem Prüfstand. Kritiker warnen bereits, dass ein solch drastischer Einschnitt die wissenschaftliche Leistungsfähigkeit der USA auf Jahrzehnte hinaus schwächen könnte.

Die geplanten Kürzungen kommen zu einem bemerkenswert ungünstigen Zeitpunkt. Der neue NASA-Administrator plant parallel dazu eine Reihe ehrgeiziger neuer Missionen im Rahmen des Artemis-Programms – dem US-amerikanischen Leitprogramm zur Rückkehr von Menschen auf den Mond. Artemis gilt als das wichtigste Raumfahrtprojekt der USA seit den Apollo-Missionen der 1960er und 70er Jahre.

Widerspruch zwischen Ambitionen und Haushalt

Der Kontrast zwischen den hochgesteckten Zielen und den gleichzeitigen Budgetkürzungen ist erheblich. Das Artemis-Programm, das ursprünglich unter der Biden-Administration weiterentwickelt wurde, soll US-Astronauten – darunter erstmals eine Frau – zurück auf den Mond bringen. Für solche Missionen sind jedoch enorme finanzielle Mittel notwendig, die durch die geplanten Einschnitte erheblich unter Druck geraten würden.

Experten aus der Raumfahrtbranche zeigen sich besorgt. Eine Kürzung von fast einem Viertel des Wissenschaftsbudgets könnte laufende Projekte wie das James-Webb-Weltraumteleskop, Mars-Rover-Missionen und Klimaforschungssatelliten beeinträchtigen. Viele dieser Programme laufen in internationaler Zusammenarbeit – etwa mit der Europäischen Weltraumorganisation ESA –, was auch für europäische und deutsche Forschungspartner Konsequenzen hätte.

Die NASA hat in den vergangenen Jahren rund 25 bis 27 Milliarden Dollar pro Jahr erhalten. Mit dem neuen Entwurf würde das Budget auf deutlich unter 22 Milliarden Dollar sinken. Zum Vergleich: China investiert massiv in seine eigene Raumfahrt und plant ebenfalls eine Mondlandung bis 2030. Viele Beobachter sehen die Budgetkürzungen daher als strategischen Rückschritt im globalen Wettbewerb um die Vorherrschaft im Weltraum.

Politischer Kontext und weitere Entwicklungen

Der Haushaltsentwurf des Weißen Hauses fällt in eine Phase erhöhter geopolitischer Spannungen. Gleichzeitig mit der NASA-Ankündigung berichten Medien über Entwicklungen im Nahen Osten sowie über Überlegungen zu einer Kabinettsumbildung in der Trump-Regierung. Auch die Geldpolitik der US-Notenbank Federal Reserve steht im Fokus: Laut Morgan Stanley dürfte die Fed die Zinsen trotz eines möglichen Ölpreisschocks im Jahr 2026 weiter senken.

Der Budgetentwurf muss noch den US-Kongress passieren, bevor er Gesetz werden kann. Traditionell haben beide Kammern des Parlaments erheblichen Einfluss auf die endgültige Höhe des NASA-Etats. In der Vergangenheit haben Kongressmitglieder beider Parteien NASA-Kürzungen häufig abgemildert, da die Raumfahrtbehörde in vielen US-Bundesstaaten bedeutende Arbeitgeber und Wirtschaftsfaktoren darstellt. Wie die politische Auseinandersetzung um die geplanten Einschnitte verlaufen wird, bleibt abzuwarten.

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