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Wall Street wird durch Zinssorgen ausgebremst

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Wall Street wird durch Zinssorgen ausgebremst

Die Wall Street hat in den letzten Tagen eine Abwärtsspirale erlebt, angeführt von Zinssorgen, die den Markt beherrschen. Diese Bedenken spiegelten sich ebenfalls in den europäischen Märkten wider. Nachdem die großen Aktienindizes bereits zwei Verlusttage hintereinander verzeichneten, ging es gestern erneut bergab. Der renommierte Dow Jones verlor 0,84% und fiel auf 34.474 Punkte. Die Technologiebörse Nasdaq war am stärksten betroffen und verlor 1,1%, was dem Muster der letzten Tage entspricht.

Neueste Arbeitsmarktdaten haben den Rentenmarkt weiter geschwächt. Die zehnjährigen US-Bonds verzeichneten eine Rendite von 4,316%. Dies ist der höchste Wert seit Oktober 2022. Sollte die Rendite weiter steigen und den damaligen Höchststand von 4,338% überschreiten, würde sie ein 16-Jahres-Hoch erreichen.

Der Kurs der Federal Reserve (Fed) gibt weiterhin Anlass zur Sorge. Trotz der Veröffentlichung des Protokolls der jüngsten Zinssitzung bleibt die zukünftige Richtung der Notenbank unklar. Die Fed hat sich weiterhin darauf festgelegt, ihre Entscheidungen anhand aktueller Daten zu treffen, was für Unruhe an den Börsen sorgt.

Die Notenbank hat in der letzten Zinssitzung die Bekämpfung der Inflation priorisiert. Mit Zinserhöhungen versucht die Fed, die Inflation zu dämpfen, ohne das Wirtschaftswachstum zu beeinträchtigen. Diese Strategie stößt auf Kritik. Samy Chaar, Chefökonom der Schweizer Privatbank Lombard Odier, bemerkte, dass die US-Wirtschaft nicht wirklich an Schwung verliert.

Daten zeigen, dass die US-Wirtschaft stark bleibt. Die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe sank, was auf einen stabilen Arbeitsmarkt hinweist. In der letzten Woche beantragten 239.000 US-Bürger Arbeitslosenhilfe. Diese Zahl liegt deutlich unter dem kritischen Wert von 270.000.

Trotz der straffen geldpolitischen Linie der Fed, die zur Kontrolle der hohen Inflation in den USA eingeführt wurde, bleibt der Arbeitsmarkt robust. Die Notenbank hat Schwierigkeiten, den überhitzten Arbeitsmarkt abzukühlen.

Ein Highlight war Walmart, der Einzelhandelsriese. Trotz positiver Quartalszahlen und einer gesteigerten Prognose verzeichnete die Walmart-Aktie einen Verlust von 2,2%.

Global betrachtet, warten die Anleger auf weitere Wirtschaftsdaten und die nächste Zinssitzung der Fed am 20. September, in der Hoffnung auf eine klarere Vorstellung von der zukünftigen Zinspolitik.

Die Unsicherheit an der Wall Street spiegelt sich auch auf den globalen Märkten wider. Auch der DAX verzeichnete Verluste, ebenso wie andere europäische und asiatische Märkte, die sich mit der ungewissen Zinspolitik der Fed und anderen wirtschaftlichen Herausforderungen auseinandersetzen müssen.

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