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Wall Street schwankt, Nasdaq erreicht Rekordstände

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Wall Street schwankt, Nasdaq erreicht Rekordstände

Die Entwicklung an den internationalen Finanzmärkten verlief zum Wochenschluss uneinheitlich. Während die US-Technologiebörse Nasdaq am Fraitag neue Rekordmarken setzte, sorgten Gewinnmitnahmen am Ende für einen etwas schwächeren Ausklang. Der Leitindex Dow Jones konnte nach seiner 600-Punkte-Rally am Vortag nicht an die Kursgewinne anknüpfen und schloss 0,59 Prozent tiefer bei 45.834 Punkten. Die Nasdaq kletterte zwischenzeitlich auf das Rekordniveau von 22.182 Zählern, schloss aber bei 22.141 Punkten. Der Nasdaq 100 beendete den Handelstag 0,42 Prozent höher bei 24.092 Punkten. Der marktbreite S&P 500 erreichte bei 6.600 Punkten ein Allzeithoch, schloss aber nach leichten Verlusten bei 6.584 Punkten.

Analysten sehen die Stärke der Technologiewerte vor allem im anhaltenden Enthusiasmus rund um Künstliche Intelligenz und Investitionsausgaben begründet. Dazu kommen Zinssenkungsfantasien, die durch schwache Arbeitsmarktdaten in den USA befeuert wurden. Die Märkte rechnen fest mit einer Zinssenkung der Federal Reserve um 25 Basispunkte in der kommenden Woche. Einige Beobachter halten sogar einen größeren Schritt um 50 Basispunkte für möglich. Die endgültige Entscheidung soll am 17. September bekanntgegeben werden.

Für Aufsehen sorgte zudem ein mögliches Großvorhaben in der US-Filmindustrie. Paramount Skydance bereitet laut Medienberichten ein Übernahmeangebot für Warner Bros Discovery vor. Hinter dem Vorstoß stehen Unternehmenschef David Ellison und dessen Vater Larry Ellison, Mitgründer von Oracle. Erst vor wenigen Wochen hatte Skydance Paramount Global übernommen. Im Gespräch ist nun der Erwerb aller Medienwerte von Warner, darunter Warner Bros, HBO und CNN. Damit würden Marken wie Superman, SpongeBob, „The Matrix“ oder „Star Trek“ unter einem Dach vereint.

In Deutschland blieb der DAX trotz der Impulse aus den USA weitgehend unbewegt. Der Leitindex schloss nahezu unverändert bei 23.698 Punkten und damit auf dem Niveau der Vortage. Auf Wochensicht ergab sich ein kleines Plus von 0,4 Prozent. Rückversicherer wie Hannover Rück und Münchener Rück profitierten von positiven Analystenkommentaren und gehörten zu den stärkeren Werten. Dagegen standen Autowerte wie BMW und Continental unter Druck.

Neben Aktien und Anleihen rückten auch Währungen und Rohstoffe in den Blick. Der Euro notierte im US-Handel bei 1,1738 Dollar etwas höher und bewegte sich damit in Reichweite des Vortagesniveaus. Gold setzte seinen Aufwärtstrend fort und kostete zuletzt 3.647 Dollar je Feinunze. Das Rekordhoch von knapp 3.675 Dollar blieb in Reichweite. Seit Jahresbeginn hat das Edelmetall rund 40 Prozent an Wert gewonnen.

Bewegung zeigte sich zudem in der europäischen Industrie. Airbus, Thales und Leonardo arbeiten Insidern zufolge unter dem Projektnamen „Bromo“ an der Zusammenlegung ihrer Satellitengeschäfte. Das geplante Gemeinschaftsunternehmen soll einen Wert von rund zehn Milliarden Euro haben und Europas Position im Wettbewerb mit China und den USA stärken. Eine Grundsatzvereinbarung könnte bis Ende September erfolgen.

Auch die Windkraftbranche geriet ins Blickfeld. Aussagen von Bundeskanzler Friedrich Merz, der einen verlangsamten Ausbau der Windenergie in Deutschland andeutete, belasteten die Aktien von Nordex und Vestas. Der dänische Hersteller gilt in Deutschland als besonders exponiert. Unterdessen beschäftigt die Modebranche die Nachlassregelung von Giorgio Armani. Dem Testament zufolge sollen schrittweise Anteile des Unternehmens verkauft oder alternativ ein Börsengang vorbereitet werden. Als mögliche Käufer gelten LVMH, L’Oréal oder EssilorLuxottica.

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