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Wall Street im Bann der Zinspolitik

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Wall Street im Bann der Zinspolitik

Vor der für den heutigen Mittwoch angesetzten Anhörung von Jerome Powell, dem Präsidenten der US-Notenbank Federal Reserve, vor dem Kongress, zogen sich die Anleger zunehmend vom Markt zurück. Die Wall Street zeigte sich gestern besorgt über die mögliche Richtung der Zinspolitik, was zu einer spürbaren Nervosität unter den Investoren führte. Diese Unsicherheit führte dazu, dass alle großen Aktienindizes Verluste verzeichneten. Der Dow-Jones-Index fiel um 1,04 Prozent auf 38.585 Punkte, der S&P 500 gab um 1,02 Prozent auf 5.078 Zähler nach, und der Nasdaq-Index sank um 1,65 Prozent auf 15.939 Punkte.

Beobachter sahen nach dem jüngsten Rekordlauf an den US-Börsen wenig Spielraum für weitere Anstiege, insbesondere bei den zuletzt stark gestiegenen Technologieaktien. Die Befürchtung, dass Powell sich gegen die vom Markt erwarteten Zinssenkungen aussprechen könnte, verstärkte die Zurückhaltung der Anleger. Hohe Zinsen würden insbesondere die Gewinne großer Technologieunternehmen schmälern, da diese ihre Investitionen verteuern würden.

Die Anhörung Powells wurde mit Spannung erwartet, da seine Aussagen wichtige Hinweise auf die zukünftige Geldpolitik der Fed geben könnten. Analysten erwarteten jedoch keine großen Überraschungen, da Powell bereits signalisiert hatte, dass Zinssenkungen zwar geplant waren, aber möglicherweise nicht so schnell erfolgen würden, wie einige Marktteilnehmer erhofft hatten.

Unterdessen musste Tesla einen Produktionsstopp in seiner Fabrik in Grünheide hinnehmen, nachdem ein mutmaßlicher Brandanschlag zu einem Stromausfall geführt hatte. Dieser Vorfall sorgte für einen Kursverlust der Tesla-Aktie von 3,93 Prozent. Der wirtschaftliche Schaden wurde als erheblich eingeschätzt, und eine schnelle Wiederaufnahme der Produktion schien unwahrscheinlich.

Auch der DAX zeigte sich von der internationalen Marktschwäche nicht unberührt und schloss leicht im Minus. Die Anleger hielten sich zurück, da neben der Anhörung Powells auch weitere wichtige Ereignisse wie die Sitzung der Europäischen Zentralbank und der "Super Tuesday" im US-Präsidentschaftswahlkampf bevorstanden.

In China sorgte die Ankündigung eines Wachstumsziels von fünf Prozent für Enttäuschung unter den Investoren, da Hoffnungen auf ein umfangreiches Konjunkturpaket unerfüllt blieben. Dies hatte ebenfalls Auswirkungen auf die internationalen Märkte.

Die Aktien von Bayer fielen auf den tiefsten Stand seit fast 20 Jahren, nachdem ein Strategie-Update nicht die erhofften positiven Impulse liefern konnte. Trotz eines operativen Ergebnisses über den Analystenschätzungen, belasteten Einmaleffekte und die Entscheidung gegen eine Aufspaltung des Konzerns die Aktienkurse.

Der Euro blieb im Handel gegenüber dem US-Dollar nahezu unverändert, während der Goldpreis aufgrund von Spekulationen auf fallende Zinsen ein neues Rekordhoch erreichte. Der Bitcoin erreichte ebenfalls ein neues Rekordhoch, bevor Gewinnmitnahmen zu einem Kursrückgang führten.

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