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Verschnaufpause für Anleger

Der tägliche Marktbericht von Aktien.news

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Verschnaufpause für Anleger

Nach der jüngsten Rally haben die Anleger an der New Yorker Börse eine Pause eingelegt. Die Indizes bleiben jedoch auf hohem Niveau, wobei die Hoffnung auf Zinssenkungen weiterhin besteht. Obwohl die Federal Reserve wiederholt betont hat, dass es länger dauern könnte, bis die Inflation das Ziel von zwei Prozent erreicht, bleiben die Investoren optimistisch. Diese Zuversicht wird auch durch die fortwährende Begeisterung rund um das Thema Künstliche Intelligenz gestützt. Der Dow Jones überschritt die Marke von 40.000 Punkten knapp und schloss bei 40.003 Punkten mit einem leichten Anstieg von 0,34 Prozent. Der S&P 500 stieg um 0,12 Prozent auf 5.303 Punkte, während die Nasdaq-Indizes unverändert blieben.

In Deutschland zeigt der DAX Ermüdungserscheinungen und schloss bei 18.704 Punkten, was einem leichten Rückgang von 0,18 Prozent entspricht. Die Marke von 19.000 Punkten bleibt vorerst unerreicht. Trotz der geringen Schwankungsbreite verzeichnete der DAX im Wochenvergleich ein Minus von 0,35 Prozent. Auch der MDAX gab um 0,24 Prozent nach. Unternehmensseitig verlief der Handel vor dem Wochenende ruhiger, da die Berichtssaison in Deutschland ausläuft. Einige Hauptversammlungen fanden noch statt, darunter die von Zalando und Fresenius. Trotz des bevorstehenden Feiertages am Montag bleibt die Börse geöffnet.

Die Zinsfantasie hält die Kurse weiterhin hoch, wobei Rückgänge meist sofort zu Käufen genutzt werden. Obwohl eine erste Zinssenkung der US-Notenbank Fed frühestens im September erwartet wird, rechnen die Anleger in Europa mit einem ersten Zinssenkungsschritt der Europäischen Zentralbank im Juni. Der Euro erholte sich im späten Handel und notierte zuletzt bei 1,0874 Dollar. Inflationsdaten aus der Eurozone brachten keine Überraschungen, sodass die Teuerung im April bei 2,4 Prozent stagnierte.

Die Ölpreise legten leicht zu, wobei ein Barrel der Nordseesorte Brent zuletzt 84,00 Dollar kostete. Der Preis für ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate stieg auf 79,63 Dollar. Die Ölpreise profitierten von der Aussicht auf eine mögliche Lockerung der Geldpolitik durch die Fed und dem anhaltend knappen Rohölangebot. Einige Aktien wurden mit Dividendenabschlag gehandelt, darunter Adidas, Eon, die Deutsche Bank und Heidelberg Materials.

Die Deutsche Telekom hat sich mit der Gewerkschaft Verdi auf einen neuen Tarifvertrag geeinigt, der die höchsten Tarifzuwächse in der Firmengeschichte umfasst. Die Tarifbeschäftigten erhalten im Juli eine Inflationsausgleichsprämie von 1.550 Euro, bevor die Tariflöhne im Oktober um sechs Prozent steigen. Der Vertrag hat eine Laufzeit von 24 Monaten. Der Leverkusener Konzern Bayer veröffentlichte positive Studiendetails zum Wirkstoff Elinzanetant, der die Häufigkeit und Schwere von Hitzewallungen reduziert. Daimler Truck und Volvo planen ein Joint Venture zur Digitalisierung von schweren Nutzfahrzeugen. Die Gespräche zwischen Renault und Volkswagen über ein gemeinsames Einstiegs-Elektroauto sind jedoch gescheitert.

Siemens Energy plant den Verkauf der indischen Windturbinensparte von Siemens Gamesa Renewable Energy. Der Jahresumsatz der Sparte liegt bei 700 Millionen Dollar, und die Bewertung des Geschäfts wird auf eine Milliarde Dollar geschätzt. Im MDAX gehörten Lanxess-Aktien zu den größten Verlierern, da Analysten die Titel auf "Underperform" herunterstuften. Die Verschuldung des Konzerns sei zu hoch, trotz erster Anzeichen einer Nachfrageerholung.

Marktberichte

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