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USA Rare Earth erhält 1,6 Mrd. Dollar CHIPS-Act-Förderung

Das US-Unternehmen sichert sich staatliche Mittel für den Aufbau einer heimischen Seltene-Erden-Lieferkette gegen Chinas Dominanz.

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USA Rare Earth erhält 1,6 Mrd. Dollar CHIPS-Act-Förderung

USA Rare Earth hat am Mittwoch Vereinbarungen mit dem US-Handelsministerium unterzeichnet, die dem Unternehmen Zugang zu Fördermitteln von bis zu 1,6 Milliarden US-Dollar im Rahmen des CHIPS Act ermöglichen. Die Mittel sollen den Aufbau einer heimischen Lieferkette für Seltene Erden unterstützen. Damit folgt Washington seiner strategischen Agenda, die Abhängigkeit von China bei kritischen Mineralien zu reduzieren.

Die Vereinbarungen bestätigen eine frühere Ankündigung der Trump-Administration, wonach ein kombiniertes Fremd- und Eigenkapitalpaket in Höhe von 1,6 Milliarden Dollar für das Unternehmen bereitgestellt werden soll. CEO Barbara Humpton hatte gegenüber Reuters im April erklärt, dass der Abschluss des Deals noch in jenem Monat erwartet werde. Nun ist die Finanzierung offiziell besiegelt.

Milliarden-Investitionen für heimische Produktion

Die staatlichen Mittel ergänzen eine private Kapitalaufnahme in Höhe von 1,5 Milliarden US-Dollar, die USA Rare Earth zu Beginn dieses Jahres abgeschlossen hatte. Damit belaufen sich die gesamten zugesagten Mittel für die Expansionspläne des Unternehmens auf rund 3,5 Milliarden US-Dollar. Das ist ein erhebliches Investitionsvolumen für einen Sektor, der in den USA lange vernachlässigt wurde.

Anfang des Monats hatte das Unternehmen bereits angekündigt, 1,2 Milliarden US-Dollar in den Bau einer Anlage zur Magnetherstellung und für Seltenerdmetalle im US-Bundesstaat South Carolina zu investieren. Die Mittel aus dem CHIPS Act sollen darüber hinaus die Entwicklung des Round-Top-Projekts in Texas sowie die Verarbeitung, Metallherstellung und Magnetproduktion in den USA fördern. USA Rare Earth strebt die erste Produktion bei Round Top bis 2028 an und will eine vollständig integrierte Lieferkette von der Mine bis zum Magneten aufbauen.

Strategischer Kampf um Seltene Erden

Der Hintergrund dieser Investitionen ist geopolitisch bedeutsam: China dominiert die weltweite Lieferkette für Seltene Erden und kontrolliert einen Großteil der globalen Förderung und Verarbeitung dieser für Hochtechnologie unverzichtbaren Rohstoffe. Seltene Erden werden unter anderem für Elektromotoren, Windkraftanlagen, Rüstungstechnologie und Smartphones benötigt. Die USA und westliche Verbündete versuchen seit Jahren, alternative Versorgungsquellen aufzubauen, um sich aus dieser Abhängigkeit zu lösen.

Der CHIPS Act, ursprünglich vor allem zur Förderung der heimischen Halbleiterproduktion verabschiedet, wird damit auch als Instrument zur Stärkung der Rohstoffversorgung eingesetzt. Dies unterstreicht, wie breit Washington den Begriff der strategischen Industrien inzwischen fasst.

Trotz der positiven Nachrichten zur Finanzierung reagierten die Märkte verhalten: Die Aktien von USA Rare Earth fielen im morgendlichen Handel um knapp 6 Prozent. Anleger könnten die Verwässerung durch die umfangreichen Kapitalmaßnahmen oder die langen Vorlaufzeiten bis zur ersten Produktion im Jahr 2028 als Belastungsfaktoren eingepreist haben.

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