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US-Inflation bleibt hartnäckig: Fed-Zinserhöhung rückt näher

Inflationsrate verharrt bei 3,4 Prozent – Märkte preisen Zinsschritt zu 90 Prozent ein.

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US-Inflation bleibt hartnäckig: Fed-Zinserhöhung rückt näher

Die US-Inflationsrate verharrt auf einem hohen Niveau und erhöht den Druck auf die Federal Reserve (Fed) vor ihrer anstehenden Sitzung in der kommenden Woche massiv. Wie das Arbeitsministerium am Freitag mitteilte, lag die Inflationsrate im August bei 3,4 Prozent und entsprach damit sowohl dem Wert des Vormonats als auch den Erwartungen der Analysten.

Während die Gesamtrate stabil blieb, fiel ein Schlüsselmaß für die zugrunde liegenden Preistrends – der Kern-VPI, der volatile Lebensmittel- und Energiepreise ausschließt – in einigen Messungen stärker aus als prognostiziert. Die anhaltend hohen Preise, insbesondere bei Kraftstoffen, belasten die US-Verbraucher weiterhin.

Ein besonderer Preistreiber ist der Dieselpreis, der erstmals die Marke von 6 US-Dollar pro Gallone erreichte. Auch die Volatilität am Ölmarkt bleibt ein Faktor: Brent-Rohöl-Futures stiegen über Nacht auf fast 110 US-Dollar pro Barrel, bevor sie sich wieder bei etwa 105 US-Dollar einpendelten.

Märkte preisen Zinserhöhung ein

Die Markterwartungen bezüglich einer geldpolitischen Straffung haben sich infolge dieser Daten deutlich gefestigt. Während die Wahrscheinlichkeit für eine Zinserhöhung um einen Viertelprozentpunkt vor der Veröffentlichung der Daten bei etwa 70 Prozent lag, gehen Händler nun von einer Wahrscheinlichkeit zwischen 85 und 90 Prozent aus.

Die Daten bestätigen die Einschätzung vieler Investoren, dass die Inflation nach wie vor zu hoch ist, als dass die Fed die Zinsen auf dem aktuellen Niveau belassen könnte. Die Federal Reserve steht nun vor der Herausforderung, in einer intern gespaltenen Haltung über den weiteren Kurs zu entscheiden.

Interessanterweise reagierten die Aktienmärkte positiv auf die Nachricht. Dies wird von Marktbeobachtern als Signal gewertet, dass Investoren die Aussicht auf eine Zinserhöhung begrüßen, sofern diese dazu beiträgt, den Inflationsdruck nachhaltig zu dämpfen.

Gemischtes Bild am Anleihemarkt

Am Anleihemarkt zeigte sich ein gemischtes Bild: Während die Renditen kurzfristiger Staatsanleihen stiegen, gaben die Renditen für 30-jährige Anleihen nach. Dies deutet darauf hin, dass die Marktteilnehmer unterschiedliche Erwartungen an die kurzfristige und langfristige Geldpolitik haben.

Für deutsche Anleger ist die Entwicklung in den USA von besonderer Bedeutung. Die US-Notenbank gibt mit ihrer Geldpolitik häufig den Takt für die globalen Finanzmärkte vor. Sollte die Fed die Zinsen tatsächlich anheben, könnte dies auch Auswirkungen auf den Euro-Raum und die Europäische Zentralbank haben.

Die kommende Fed-Sitzung in der nächsten Woche wird daher mit Spannung erwartet. Analysten rechnen mehrheitlich mit einer Zinserhöhung um 25 Basispunkte. Sollte die Fed diesen Schritt gehen, wäre es die erste Zinserhöhung seit mehreren Monaten und ein klares Signal, dass der Kampf gegen die Inflation noch nicht gewonnen ist.

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