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US-Arbeitsministerin Lori Chavez-DeRemer verlässt Trump-Administration

Inmitten interner Ermittlungen wegen Fehlverhaltens scheidet die 58-jährige Ministerin aus und wechselt in die Privatwirtschaft.

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US-Arbeitsministerin Lori Chavez-DeRemer verlässt Trump-Administration

US-Arbeitsministerin Lori Chavez-DeRemer verlässt die Trump-Administration. Das Weiße Haus teilte am Montag mit, dass die 58-Jährige eine Position in der Privatwirtschaft übernehmen werde. Chavez-DeRemer selbst verkündete ihren Abgang in einem Beitrag auf der Plattform X.

Seit Monaten hatten sich Beschwerden gegen die Leiterin des für Arbeitsrecht und Arbeitslosenunterstützung zuständigen Ministeriums gehäuft. Berichten zufolge liefen interne Ermittlungen gegen sie wegen potenziellen Fehlverhaltens. Die New York Post hatte bereits im Januar berichtet, dass der Generalinspekteur des Arbeitsministeriums – ein unabhängiger Jurist – eine entsprechende Untersuchung eingeleitet habe.

Die Vorwürfe gegen Chavez-DeRemer waren schwerwiegend: Sie soll laut der Beschwerde während der Arbeitszeit in ihrem Büro Alkohol getrunken und sogenannten „Reisebetrug" begangen haben, indem sie Mitarbeiter anwies, offizielle Dienstreisen zu Zielen zu planen, die sie privat besuchen wollte. Chavez-DeRemer hat jegliches Fehlverhalten bestritten. Der Generalinspekteur des Arbeitsministeriums gab gegenüber dem US-Sender CBS am Montag „keinen Kommentar" ab und wollte weder die Existenz einer Untersuchung noch deren Status bestätigen.

Ehemann aus Ministeriumsgebäude verbannt

Auch ihr Ehemann Shawn DeRemer, ein Anästhesist, geriet in den Fokus der Behörden. Er wurde Anfang des Jahres aus dem Hauptquartier des Ministeriums in Washington verbannt, nachdem zwei Mitarbeiterinnen berichtet hatten, er habe sie unangemessen berührt. Eine der Frauen erstattete im Dezember Anzeige. Die Bundesstaatsanwaltschaft entschied jedoch nach Prüfung von Beweismitteln, einschließlich Aufnahmen von Überwachungskameras, keine Anklage zu erheben. Jeanine Pirro, die US-Staatsanwältin für den District of Columbia, erklärte, es gebe „keine Anzeichen für eine Straftat". Die Anwälte von Shawn DeRemer haben die Vorwürfe zurückgewiesen.

In ihrem Abschiedspost auf X betonte Chavez-DeRemer die Erfolge ihrer Amtszeit. „Ich bin stolz darauf, dass wir bedeutende Fortschritte bei der Umsetzung der Mission von Präsident Trump erzielt haben, die Kluft zwischen Wirtschaft und Arbeitnehmerschaft zu überbrücken und den amerikanischen Arbeiter stets an erste Stelle zu setzen", schrieb sie. Sie verwies zudem auf ihre Arbeit zur Vorbereitung von „Arbeitnehmern auf den Erfolg im Zeitalter der KI", Bemühungen zur Senkung der Medikamentenkosten sowie zur Förderung der Altersvorsorge.

Steven Cheung, Kommunikationsdirektor des Weißen Hauses, lobte ihre „phänomenale Arbeit" beim „Schutz amerikanischer Arbeitnehmer, der Einführung fairer Arbeitspraktiken und der Unterstützung von Amerikanern beim Erwerb zusätzlicher Qualifikationen". Der stellvertretende Arbeitsminister Keith Sonderling übernimmt nun kommissarisch die Leitung des Ministeriums.

Reihe von Kabinettsabgängen in der Trump-Administration

Der Abgang von Chavez-DeRemer reiht sich in eine Serie prominenter Personalwechsel im Trump-Kabinett ein. Bereits Anfang April wurde Justizministerin Pam Bondi von ihrer Position abgelöst. Im März verlor Heimatschutzministerin Kristi Noem ihr Amt, die zuvor Trumps Einwanderungspolitik geleitet hatte.

Chavez-DeRemer brachte vor ihrer Ministerinnentätigkeit politische Erfahrung auf lokaler und nationaler Ebene mit. Sie war eine Amtszeit lang Abgeordnete im US-Repräsentantenhaus für den Bundesstaat Oregon und davor acht Jahre lang Bürgermeisterin der Kleinstadt Happy Valley. Gemeinsam mit ihrem Ehemann hatte sie zudem eine Anästhesie-Management-Gesellschaft sowie mehrere medizinische Kliniken gegründet.

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