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UBS: KI-Investitionen erreichen 2026 fast eine Billion Dollar

KI-Investitionen erreichen 2026 fast eine Billion Dollar – Speicherkosten als Haupttreiber

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UBS: KI-Investitionen erreichen 2026 fast eine Billion Dollar

Die Schweizer Großbank UBS hat ihre Prognosen für die weltweiten Investitionen in künstliche Intelligenz (KI) drastisch nach oben korrigiert. Demnach werden die Kapitalausgaben für KI bereits in diesem Jahr die Marke von einer Billion US-Dollar fast erreichen und bis 2027 auf rund 1,4 Billionen Dollar steigen. Haupttreiber dieser Entwicklung sind die explodierenden Kosten für Speichermodule.

Die aktualisierten Schätzungen der UBS beziffern die gesamten KI-Kapitalkosten für das laufende Jahr auf 998 Milliarden Dollar. Das wäre nahezu eine Verdopplung gegenüber den 506 Milliarden Dollar, die 2025 in KI investiert wurden. Für das Jahr 2027 prognostiziert die Bank einen weiteren Anstieg auf 1,447 Billionen Dollar.

Speicherkosten als dominierender Faktor

Der mit Abstand größte Treiber dieses Wachstums sind die Ausgaben für Speichermodule. Hier rechnet UBS mit einem sprunghaften Anstieg von 71 Milliarden Dollar im Jahr 2025 auf 367 Milliarden Dollar in diesem Jahr. Für 2027 werden die Speicherausgaben sogar auf 923 Milliarden Dollar geschätzt. Die Preise für Speicherkomponenten sind demnach massiv gestiegen und verändern die gesamte Kostenstruktur von KI-Investitionen.

Zum Vergleich: Die übrigen KI-bezogenen Kosten werden für 2026 auf 631 Milliarden Dollar geschätzt. Im Jahr 2027 sollen sie jedoch auf 525 Milliarden Dollar sinken. Das bedeutet, dass die höheren Speicherkosten in diesem Jahr etwa 60 Prozent des Anstiegs der KI-Kapitalkosten ausmachen. Im Jahr 2027 werden sie sogar mehr als den gesamten Nettoanstieg verantworten, da die Ausgaben für andere Komponenten rückläufig sind.

Über den gesamten Zeitraum von 2025 bis 2027 hinweg entfallen laut UBS rund 90 Prozent des nahezu eine Billion Dollar betragenden Anstiegs der KI-Kapitalausgaben auf höhere Speicherausgaben.

Verschiebung der Investitionsstruktur

Diese Entwicklung verändert auch die Zusammensetzung der KI-Investitionen grundlegend. Im Jahr 2025 machten Speicher laut UBS noch etwa 14 Prozent der gesamten KI-Kapitalkosten aus. Für dieses Jahr wird ihr Anteil auf 37 Prozent geschätzt, und für 2027 prognostiziert die Bank einen Anteil von 64 Prozent. Die Gewichte innerhalb der KI-Investitionen verschieben sich damit massiv von der reinen Rechenleistung hin zu den Speicherkomponenten.

Die wirtschaftlichen Auswirkungen dieses Trends hängen maßgeblich davon ab, ob die zusätzlichen Ausgaben auf höhere Preise oder größere Volumina zurückzuführen sind. UBS weist darauf hin, dass preisgetriebene Steigerungen relativ wenig zum realen US-Bruttoinlandsprodukt (BIP) beitragen würden. Stattdessen repräsentierten diese Ausgaben eine Umverteilung von Einkommen und Gewinnen hin zu asiatischen Speicherproduzenten. Für die Volkswirtschaften in Asien würde dies einen positiven Beitrag zum BIP leisten.

Neue Dynamik im KI-Investitionszyklus

Die Schätzungen der UBS verdeutlichen einen grundlegenden Wandel in der Wirtschaftlichkeit des KI-Investitionszyklus. Weg von der reinen Skalierung der Infrastrukturinvestitionen hin zu den steigenden Kosten der Komponenten, die für zunehmend leistungsfähige Computersysteme erforderlich sind. Die Kosten für Speicher entwickeln sich dabei zum entscheidenden Faktor, der die weitere Entwicklung der KI-Investitionen maßgeblich beeinflussen dürfte.

Für Anleger bedeutet dies, dass die Wertschöpfungskette im KI-Sektor einer grundlegenden Neubewertung unterliegt. Während die Nachfrage nach KI-Rechenleistung weiter wächst, verschiebt sich ein zunehmender Teil der Investitionen in den Speicherbereich. Dies könnte langfristig die Gewinnerwartungen für Unternehmen entlang der gesamten KI-Lieferkette verändern.

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