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Tungsten West unterzeichnet 1,4-Milliarden-Pfund-Wolframvertrag mit Elmet Group

Der britische Bergbaukonzern bindet den US-Produzenten The Elmet Group für acht Jahre an Wolfram aus der Mine Hemerdon.

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Tungsten West unterzeichnet 1,4-Milliarden-Pfund-Wolframvertrag mit Elmet Group

Tungsten West hat einen verbindlichen Achtjahresvertrag über die Lieferung von Wolfram an den US-amerikanischen Produzenten The Elmet Group unterzeichnet. Das gab das an der Londoner Börse notierte Bergbauunternehmen (LSE-A: TUN) bekannt. Das gelieferte Material stammt aus der unternehmenseigenen Mine Hemerdon im Südwesten Englands.

Das Volumen der Vereinbarung ist erheblich: Tungsten West bewertet den Vertrag mit einem Wert von mehr als 1,4 Milliarden Pfund, umgerechnet 2,6 Milliarden kanadische Dollar. Damit handelt es sich um eine der größten Abnahmevereinbarungen, die das Unternehmen bislang abgeschlossen hat. Der Vertrag ist verbindlich und erstreckt sich über acht Jahre.

Für den Abnehmer The Elmet Group, der an der Nasdaq unter dem Kürzel ELMT gelistet ist, sichert die Vereinbarung den langfristigen Zugang zu Wolfram aus britischer Produktion. Wolfram gilt als strategisch wichtiger Rohstoff, der unter anderem in der Hartmetall-, Rüstungs- und Hochtechnologieindustrie eingesetzt wird. Die Mine Hemerdon zählt zu den bedeutendsten Wolframvorkommen außerhalb Chinas.

Die Details

Der Vertrag hat eine Laufzeit von acht Jahren und ist verbindlich, das heißt, beide Seiten haben sich zur Abnahme beziehungsweise Lieferung verpflichtet. Geliefert wird Wolfram aus der Mine Hemerdon im Südwesten Englands, die Tungsten West betreibt. Abnehmer ist The Elmet Group mit Sitz in den Vereinigten Staaten, ein an der Nasdaq notierter Produzent.

Das finanzielle Volumen beziffert Tungsten West mit mehr als 1,4 Milliarden Pfund. In kanadischer Währung nennt das Unternehmen einen Wert von 2,6 Milliarden Dollar. Diese Größenordnung unterstreicht die strategische Bedeutung, die der Vertrag für beide Seiten hat: Für Tungsten West bedeutet er einen langfristig gesicherten Absatzkanal, für Elmet eine verlässliche Versorgungsquelle.

Bemerkenswert ist der Zeitpunkt der Vereinbarung. Sie fällt in eine Phase, in der Tungsten West die Produktion in Hemerdon gerade erst hochfährt. Der Vertrag gibt dem Unternehmen damit Planungssicherheit für die kommenden Jahre, noch bevor die volle Produktionskapazität erreicht ist.

Hintergrund: Was bisher geschah

Bereits am 15.09.2026 berichtete aktien.news, dass Tungsten West die Wolframproduktion in der Mine Hemerdon aufgenommen hat. Die Lagerstätte gilt demnach als eines der größten bekannten Wolframvorkommen der Welt. Die Mine befand sich zu diesem Zeitpunkt in der nächsten Phase des operativen Hochfahrens.

Das erklärte Ziel des Unternehmens ist ambitioniert: Tungsten West will zur größten nicht-chinesischen Quelle für Wolframlieferungen weltweit aufsteigen. Dies ist von strategischer Bedeutung, da China derzeit den globalen Wolframmarkt dominiert. Tungsten West strebt an, bis Ende des ersten Quartals des kommenden Jahres eine volle, stabile Produktionskapazität zu erreichen.

Der neue Abnahmevertrag reiht sich in eine Serie ähnlicher Vereinbarungen in der Branche ein. So berichtete aktien.news am 18.09.2026, dass der an der Nasdaq notierte Wolfram-Minenbetreiber Almonty Industries mit Wolfram Bergbau und Hütten (WBH), einer Tochtergesellschaft der schwedischen Sandvik Group, eine langfristige Liefervereinbarung für Wolframmischkonzentrat geschlossen hat. Diese Vereinbarung umfasst die Aufbereitung des bestehenden Tailings-Lagers der Gesellschaft in der Mine Los Santos im Westen Spaniens.

Auch außerhalb Europas bewegt sich etwas: Am 17.06.2026 meldete aktien.news, dass das kanadische Bergbauunternehmen Pure Tungsten Global erste Wolfram-Lieferungen aus seiner wieder in Betrieb genommenen Ssangjon-Mine in Südkorea bis Ende Juli anstrebte. Parallel plante das Unternehmen die Notierung seiner Aktien an der Londoner Börse im vierten Quartal. Der Trend zu langfristigen Abnahmeverträgen zeigt sich auch bei anderen Rohstoffen: Am 03.08.2026 berichtete aktien.news über eine verbindliche langfristige Abnahmevereinbarung der Element25-Tochter Butcherbird Operations mit OM Materials über Mangankonzentrat aus Westaustralien.

Was das für Anleger bedeutet

Für Anleger ist die Vereinbarung vor allem ein Signal für die Absicherung des Absatzmarktes. Ein verbindlicher Achtjahresvertrag mit einem Volumen von mehr als 1,4 Milliarden Pfund reduziert das Risiko, dass Tungsten West auf produzierter Ware sitzen bleibt. Gleichzeitig bindet das Unternehmen einen erheblichen Teil seiner künftigen Produktion an einen einzigen Abnehmer.

Die Bewertung des Vertrags durch das Unternehmen selbst ist dabei kein Umsatz- oder Gewinnversprechen. Anleger sollten beachten, dass die genannte Summe eine Einschätzung des Vertragswerts durch Tungsten West darstellt und nicht mit einem garantierten Erlös gleichzusetzen ist. Entscheidend bleibt, ob und wann die Mine Hemerdon die geplante volle Produktionskapazität erreicht.

Positiv einzuordnen ist die strategische Positionierung: Wolfram ist ein Rohstoff, bei dem China den Weltmarkt dominiert. Projekte außerhalb Chinas – ob in England, Spanien oder Südkorea – gewinnen vor diesem Hintergrund an Bedeutung. Der Vertrag mit einem US-Abnehmer unterstreicht zudem die Nachfrage aus den Vereinigten Staaten nach nicht-chinesischen Quellen.

Ausblick

Tungsten West will bis Ende des ersten Quartals des kommenden Jahres eine volle, stabile Produktionskapazität in Hemerdon erreichen. Der nun unterzeichnete Achtjahresvertrag mit The Elmet Group soll über diese Anlaufphase hinaus den Absatz sichern. Wie sich der Vertrag konkret auf Umsatz und Ergebnis auswirkt, hängt vom tatsächlichen Liefervolumen und dem Produktionsverlauf ab.

Kurz erklärt

  • Abnahmevertrag (Offtake): Eine Vereinbarung, in der sich ein Abnehmer verpflichtet, die Produktion eines Lieferanten über einen bestimmten Zeitraum abzunehmen.
  • Wolfram: Ein hartes, hitzebeständiges Metall, das vor allem in Hartmetallen, Werkzeugen und der Hochtechnologie eingesetzt wird.
  • Tailings: Rückstände, die bei der Aufbereitung von Erzen anfallen und oft noch verwertbare Rohstoffe enthalten.
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