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TSMC meldet Rekordgewinn: CEO sieht keine Verlangsamung der Chip-Nachfrage

Der weltgrößte Auftragsfertiger für Halbleiter übertrifft die Erwartungen und bestätigt laufende Gespräche über Musks Terafab-Projekt.

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TSMC meldet Rekordgewinn: CEO sieht keine Verlangsamung der Chip-Nachfrage

Die Taiwan Semiconductor Manufacturing Co. (TSMC) hat ein Rekordquartal beim Gewinn vorgelegt. Der weltweit größte Auftragsfertiger für Halbleiter profitierte dabei von der weiterhin starken Nachfrage nach Infrastruktur für künstliche Intelligenz. Vorsitzender und CEO C. C. Wei erklärte, es gebe keine Anzeichen für eine Verlangsamung. Damit sendet das Unternehmen ein deutliches Signal an den Markt, dass der KI-Boom aus Sicht des Chipfertigers ungebrochen ist.

Im Rahmen der Quartalsbilanzkonferenz am Donnerstag gab Wendell Huang, Chief Financial Officer von TSMC, den Investoren einen konkreten Ausblick auf das laufende Geschäft. Das Unternehmen rechne für das vierte Quartal mit einem Umsatz zwischen 52,3 Milliarden und 54,3 Milliarden US-Dollar. Dies entspräche einer Steigerung von 58 Prozent im Jahresvergleich zum Mittelwert der Prognosespanne.

Prognose liegt über den Analystenerwartungen

Mit dieser Guidance übertrifft TSMC die Erwartungen des Marktes. Laut Angaben der London Stock Exchange Group (LSEG) hatten Analysten damit gerechnet, dass der Umsatz im Quartal unter Anwendung des von dem Unternehmen angegebenen Wechselkurses auf etwa 51,18 Milliarden US-Dollar steigen werde. Die vom Management in Aussicht gestellte Spanne liegt damit über dem, was die Analystengemeinde bislang für realistisch hielt.

Für Anleger ist die Kombination aus einem Rekordgewinn und einer optimistischen Umsatzprognose ein wichtiges Signal. TSMC gilt als einer der zentralen Zulieferer der globalen Chipindustrie und seine Geschäftszahlen werden von vielen Marktbeobachtern als Indikator für die Gesundheit des gesamten Halbleitersektors gewertet. Wenn der größte Auftragsfertiger der Welt keine Abschwächung sieht, deutet das auf anhaltende Investitionen in Rechenzentren und KI-Beschleuniger hin.

Gespräche über Musks Terafab-Projekt laufen weiter

Neben den reinen Finanzkennzahlen bestätigte das Unternehmen, dass die Gespräche über Musks Terafab-Projekt noch laufen. Weitere Details zu Inhalt, Umfang oder Zeitplan der Gespräche nannte TSMC in der Mitteilung nicht. Die bloße Bestätigung, dass der Dialog fortgesetzt wird, dürfte jedoch für Aufmerksamkeit sorgen, da sie zeigt, dass TSMC auch abseits des klassischen KI-Geschäfts an neuen Projekten arbeitet.

Für deutsche Privatanleger ist die Entwicklung vor allem deshalb relevant, weil TSMC eine Schlüsselrolle in der Lieferkette der globalen Technologiekonzerne einnimmt. Viele Chips, die in KI-Systemen, Smartphones und Rechenzentren zum Einsatz kommen, stammen aus den Fabriken des taiwanischen Herstellers. Die Auftragslage von TSMC liefert damit einen frühen Hinweis darauf, wie es um die Investitionsbereitschaft der großen Technologieunternehmen bestellt ist.

Die Zahlen aus der Quartalsbilanz und die Aussagen des Managements deuten darauf hin, dass TSMC für das kommende Quartal mit weiterem Wachstum rechnet. Ob sich diese Erwartung bestätigt, wird sich an den tatsächlichen Umsätzen im vierten Quartal messen lassen. Klar ist: Der Konzern selbst sieht derzeit keinen Grund, von einer Abschwächung der Nachfrage auszugehen.

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