ANZEIGE

Trump wirbt in Michigan um Unterstützung der US-Arbeiterklasse

Bei einem GM-Werksbesuch in Michigan verteidigt Trump seine Zollpolitik – doch Umfragen und Jobzahlen zeichnen ein anderes Bild.

•• 3 Min
Trump wirbt in Michigan um Unterstützung der US-Arbeiterklasse

US-Präsident Donald Trump hat bei einem Besuch in einem General-Motors-Werk in Milford, Michigan, seine Zollpolitik als Erfolg für die amerikanische Arbeiterklasse dargestellt. Er betonte, seine „historischen Zölle" hätten eine Wiederbelebung der industriellen Kernlande Amerikas eingeleitet. Der Auftritt ist Teil seiner Bemühungen, vor den Zwischenwahlen im November die schwindende Unterstützung unter Arbeitern zurückzugewinnen.

„Über Jahrzehnte hinweg wurden die Automobilarbeiter und Hersteller dieses großartigen Bundesstaates von globalistischen Politikern und korrupten Interessengruppen verraten und verkauft, die zuließen, dass andere Länder Ihre Arbeitsplätze stahlen, Ihre Fabriken plünderten und die Kronjuwelen der amerikanischen Industrie raubten", sagte Trump vor einer lebhaften Menge im Mittleren Westen. Er fügte hinzu: „Aber jetzt hat Michigan nach langer Zeit endlich einen Präsidenten, der sich für die Automobilarbeiter in Michigan einsetzt und Amerika an die erste Stelle setzt."

Trump verwies auf Investitionen von GM, Ford, Hyundai und Toyota in amerikanische Standorte als Beleg dafür, dass seine Abgaben – darunter ein Zoll von 25 Prozent auf ausländische Autos und leichte Nutzfahrzeuge – Produktion und Arbeitsplätze zurück in die USA geholt hätten. „Ausländische Staaten und Unternehmen kamen herein und haben uns schlichtweg ausgeraubt", sagte er. „Aber jetzt ändert sich das alles, weil ich historische Zölle auf ausländische Produzenten und Hersteller erhoben habe."

Sinkende Umfragewerte und steigende Kosten

Die Realität hinter den Kulissen zeichnet jedoch ein deutlich nüchterneres Bild. Trumps Popularität unter den Arbeitern, die ihm 2024 zur Rückkehr ins Weiße Haus verhalfen, ist seit seinem Amtsantritt stark gesunken. Eine Umfrage von CBS-YouGov ergab, dass seine Unterstützung unter weißen Wählern ohne Hochschulabschluss von 63 Prozent Anfang 2025 auf 51 Prozent gefallen ist. In Bezug auf seinen Umgang mit der Wirtschaft sank die Zustimmung in derselben Gruppe sogar von 60 auf 45 Prozent.

Gleichzeitig spüren amerikanische Haushalte den Druck steigender Lebenshaltungskosten deutlich. Der durchschnittliche Benzinpreis ist auf 4,11 US-Dollar pro Gallone gestiegen – gegenüber 3,15 Dollar vor einem Jahr. Trumps militärischer Konflikt mit dem Iran hat die weltweiten Ölvorräte durch die Straße von Hormus eingeschränkt und damit maßgeblich zu diesem Anstieg beigetragen. Auch die Kreditkosten sind gestiegen: Die Zinsen für 30-jährige Hypotheken erreichten 6,58 Prozent.

Jobzahlen widersprechen Trumps Narrativ

Besonders brisant: Trotz der Rhetorik über Jobwachstum sind die Beschäftigungszahlen in der Automobilindustrie tatsächlich gesunken. Nach Angaben des US Bureau of Labor Statistics sank die Beschäftigung in der Herstellung von Kraftfahrzeugen und Teilen zwischen Juni 2025 und Juni 2026 um 2,2 Prozent.

Kritik kommt auch aus dem wirtschaftsliberalen Lager. Michael Strain, Ökonom am American Enterprise Institute, sagte: „Der Präsident hat versprochen, die amerikanische Industrie wiederzubeleben, und bis heute ist ihm das nicht gelungen." Strain ergänzte: „Die Zölle des Präsidenten haben die Kosten für Industrieunternehmen und Industriearbeiter erhöht. Keine noch so großen Reden am Pult oder energiegeladenen Kundgebungen werden die grundlegende wirtschaftliche Realität ändern, mit der diese Unternehmen und ihre Mitarbeiter konfrontiert sind."

Analysten betonen zudem, dass die US-Automobilindustrie weiterhin unter dem Druck von Zöllen, Lieferkettenunterbrechungen und Unsicherheiten im Zusammenhang mit dem US-Mexiko-Kanada-Handelsabkommen leide. Dies verschärfe die Belastung für amerikanische Autobesitzer, die ohnehin bereits unter steigenden Kosten leiden.

Der Auftritt in Michigan ist für Trump politisch von zentraler Bedeutung: Der Bundesstaat gilt als wichtiger Swing State, und die Republikanische Partei ist darauf angewiesen, die Kontrolle über den Kongress bei den Zwischenwahlen im November zu behalten. Ob Trumps Botschaft bei den Arbeitern ankommt, dürfte angesichts der wirtschaftlichen Lage jedoch eine offene Frage bleiben.

Trump ZölleMichigan AutomobilindustrieUs ArbeiterklasseZwischenwahlen 2026General MotorsUs WirtschaftBenzinpreise Usa

Meistgelesene News

  1. Galeria-Insolvenz: Schicksal von 12.000 Jobs hängt an BA-Entscheidung
  2. Gaming und Wetten: Krypto-Klage, GTA 6 und Aktivisten-Investor im Fokus
  3. Take-Two-Aktie vor GTA-6-Release: Chance oder Risikofalle?
  4. Rheinmetall-Aktie legt 3 Prozent zu – Morgan Stanley beflügelt Rüstungssektor
  5. Nvidia, Datadog und Goldminen glänzen auf IBD-Bestenlisten

Disclaimer


Wichtiger Hinweis auf bestehende Interessenkonflikte:

Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass im Rahmen dieser Publikation Interessenkonflikte bestehen:

1. Die Stock Market Media Ltd. und ihr nahestehende Personen besitzen Aktien der hier empfohlenen Gesellschaften und beabsichtigen, diese im Rahmen und zu jedem Zeitpunkt dieser Empfehlung zu verkaufen. Hierin besteht ein eindeutiger und konkreter Interessenkonflikt.

2. Der Herausgeber dieser Publikation, sowie die verantwortlichen Redakteure erhalten für die Erstellung eine finanzielle Vergütung. Auch hierin besteht ein eindeutiger und konkreter Interessenkonflikt.

3. Beachten Sie auch die weitergehenden Ausführungen zu bestehenden Interessenkonflikten im nachfolgenden Disclaimer, u.a. unter Ziff. 2.

Wichtige Informationen und Pflichtmitteilungen gemäß Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) sowie gemäß Finanzanlageverordnung (FinAnV).

Stock Market Media Ltd. hat ihre Tätigkeit als Ersteller von Anlagestrategieempfehlungen im Sinne des Artikels 3 Absatz 1 Nummer 34 der Verordnung (EU) Nr. 596/2014 oder von Anlageempfehlungen im Sinne des Artikels 3 Absatz 1 Nummer 35 der Verordnung (EU) Nr. 596/2014, (bisher „Finanzanalysen“) der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht („BaFin“) gemäß WpHG angezeigt. Die Pflichten der Stock Market Media Ltd. regeln sich primär nach den §§ 85, 86 WpHG, der Verordnung (EU) Nr. 596/2014 und der Delegierten Verordnung (EU) 2016/958.

Angaben über den/die Ersteller dieser Publikation:
Verantwortlich für die Erstellung der Texte und Inhalte dieser Publikation ist Herr Roberto Gonçalves de Albuquerque, als Analyst und Chefredakteur. Herausgeber ist die Stock Market Media Ltd., 405 Kings Road, Flat 600, London; SW10 0BB, Vereinigtes Königreich, vertreten durch den Director Roberto Gonçalves de Albuquerque.

Wichtige Hinweise zur Erstellung dieser Veröffentlichung:
Diese Veröffentlichung enthält sowohl Tatsachen und Fakten zu den besprochenen Unternehmen, als auch rein subjektive Werturteile, Interpretationen, Schätzungen, Hochrechnungen, Vorhersagen und Preisziele. Diese versuchen wir, möglichst transparent voneinander abzugrenzen, um irreführende Angaben zu vermeiden. Recherche, Aufbereitung und Formulierung erfolgen dabei unter Einsatz gängiger digitaler und KI-gestützter Hilfsmittel; die inhaltliche Prüfung und die redaktionelle Verantwortung liegen bei uns. Die wesentlichen Grundlagen und Maßstäbe unserer Werturteile und Bewertungen, der besprochenen Aktien, basieren auf folgender Vorgehensweise:

Beurteilung und Bewertung von Unternehmen nach herkömmlichen Bewertungsmethoden (grundlegender Bewertungsansatz)

  • Einschätzung des Potentials der zukünftigen Unternehmensentwicklung (Wachstumsansatz) und Hochrechnung auf das entsprechende Bewertungspotential (Kurs-Potential-Analyse) sowie einer möglichen Unternehmens-Aktien-Bewertung aufgrund potentieller Gewinnerwartungen (KGV Hochrechnung)
  • Einschätzung des von uns erwarteten Best-Case-Szenarios im absoluten Erfolgsfall des Unternehmens (Blue-Sky-Potential-Ansatz)
  • Effekt der von uns erwarteten, gesteigerten Bekanntheit der empfohlenen Aktie auf den Aktienkurs durch einen starken Anstieg der Nachfrage am Markt (insbesondere maßgeblich bei marktengen oder neu bzw. erstmals empfohlenen Aktien) aufgrund der von uns oder Dritten veröffentlichten Publikationen (meistens Kaufempfehlungen), (Multiplikator- / Momentum-Effekt, Hype), dadurch überproportional steigende Rendite/Aktienkurs bei entsprechend steigendem Risiko
  • Technische Analyse des Aktienkurses gemäß gängiger Analyse-Methoden, meist zur Voraussage von Kurs-Signalen (Kauf- oder Verkaufssignal, Ausbruch der Aktie, Festlegung von Kurszielen, Unterstützungs- oder Widerstandsbereichen, erwarteten Mindestbewegungen oder Mindest-Gegenbewegungen, Voraussage von Signalpunkten (wenn-dann), etc.), größtenteils auf der erwarteten Massenpsychologie aufbauend. (technischer Ansatz).

Herkömmliche Bewertungsansätze sind bei jungen oder noch umsatzlosen Unternehmen oft schlecht sinnvoll anwendbar. Daher stützen wir uns bei der Bewertung von solchen Unternehmen tendenziell auf die von uns errechnete Potential-Analyse, sowie die Einschätzung der Nachfrage nach solchen Aktien am Kapitalmarkt. Letztendlich entscheidet der Markt über den Aktienkurs eines Unternehmens. Entsteht durch umfangreiche Empfehlungen einer Aktie, eine exzessive Nachfrage nach dieser, ist es möglich, dass der Aktienkurs bei einem hohen Handelsvolumen überdurchschnittlich steigt. Dies führt zwar zu extremen Gewinnmöglichkeit, erhöht jedoch entsprechend das Risiko einer Blasenbildung mit entsprechendem Kursrückgang. Durch die gesteigerte Volatilität der Aktie in solchen Situationen ergeben sich überdurchschnittliche Gewinn- und Verlustmöglichkeiten, sowohl in beide Handelsrichtungen als auch bei wiederkehrenden Gegenbewegungen. Auch solche Marktentwicklungen sind ein wichtiger Teil unserer Handelsempfehlungen und Bewertungsansätze.

Diese Publikation befasst sich ausschließlich mit überdurchschnittlich volatilen Werten mit hohem Gewinn- und auch Verlustpotential.

Hinweis zu Informationsquellen:
Die Zuverlässigkeit von Informationsquellen wird von uns vor deren Verwendung ausführlich geprüft und von uns entsprechend ihrer Glaubwürdigkeit und Bedeutung subjektiv bewertet. Dabei entscheiden wir nach eigenen Maßstäben, welche Quellen wir für relevant, zu konservativ oder zu optimistisch halten. Letztendlich legen wir unsere Empfehlungen aufgrund unserer persönlichen Einschätzungen fest. Bei der Informationsbeschaffung greifen wir auf zahlreiche öffentlich zugängliche Quellen zurück wie z.B. Pressemitteilungen, Ad-Hoc-Mitteilungen, Unternehmensmeldungen, Firmenpräsentationen, Publikationen und Artikeln zum besprochenen Unternehmen, gängige Finanzmedien im In- und Ausland sowie auf Unternehmens- oder Branchen-Analysen Dritter.

In unseren Publikationen werden ausschließlich öffentlich verfügbare Informationen und Quellen, sowie vom Unternehmen selbst verbreitete Informationen verwendet.

Hinweis zu bestehenden Interessenkonflikten:
Wir weisen hiermit darauf hin, dass Gesellschafter, Redakteure, Mitarbeiter sowie Personen bzw. Unternehmen die an der Erstellung dieser Veröffentlichung beteiligt sind, sowie Auftraggeber (Dritte) der Publikation von Stock Market Media Ltd. zum Zeitpunkt dieser Veröffentlichung direkt oder indirekt Anteile an Wertpapieren, welche im Rahmen der jeweiligen Publikation besprochen werden, halten. und daher an einer Kurs- und/oder Umsatzsteigerung, d.h. auch einer erhöhten Handelsliquidität interessiert sind, da die Absicht besteht, in unmittelbarem Zusammenhang mit dieser Veröffentlichung diese Wertpapiere zu verkaufen und an steigenden Kursen und Umsätzen zu partizipieren. Ein Kurszuwachs der Aktien der vorgestellten Unternehmen kann zu einem Vermögenszuwachs bei diesen Personen führen. Durch die Besprechung des Unternehmens können jedenfalls der Aktienkurs des Unternehmens erheblich beeinflusst werden. Insbesondere wird auch durch Wertpapiertransaktionen der Aktienkurs der besprochenen Unternehmen maßgeblich beeinflusst. Dies gilt insbesondere, wenn es sich um Unternehmen handelt deren Aktien keine breite Marktkapitalisierung haben und bei denen nur ein enger Markt besteht. Hier können auch nur geringe Auftragsvolumen erhebliche Auswirkungen auf die Kurse haben. Sie sind aber auch daran interessiert, dass der Kurs des besprochenen Unternehmens sinkt, wenn sie deren Aktien günstiger erwerben wollen. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen.

Stock Market Media Ltd. und seine Mitarbeiter werden zudem für die Vorbereitung, elektronische Verbreitung und Veröffentlichung dieser Publikation sowie für andere Dienstleitungen entgeltlich entlohnt. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen.

Diese Vergütung kann durch das Unternehmen über das die Stock Market Media Ltd. Informationen veröffentlicht, durch mit diesen Unternehmen verbundene Dritte oder sonstige Dritte, die ein Interesse in Bezug auf die im Zusammenhang mit dieser Veröffentlichung besprochenen Unternehmen verfolgen, erfolgen. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen. Dieser wird zunächst dadurch begründet, dass die Stock Market Media Ltd. im Interesse ihres Auftraggebers ihre Ausführungen vornehmen könnte. Die Stock Market Media Ltd. und/oder mit ihr verbundene Unternehmen haben mit der gegenständlichen Gesellschaft bzw. mit deren Aktionären eine kostenpflichtige Vereinbarung zur Erstellung der redaktionellen Besprechung getroffen. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen.

Hinweis zur Handhabe der internen Organisationspflichten:
Aufgrund der geringen Unternehmensgröße des Herausgebers, ist eine interne Kontrolle der Compliance Prozesse der an dieser Publikation mitwirkenden Mitarbeiter und sonstigen Beteiligten überschaubar.

Verantwortliche Aufsichtsbehörde:
Die Stock Market Media Ltd. hat ihre Tätigkeit gemäß § 86 WpHG bei der BaFin angezeigt.