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Trump verhängt neue Strafzölle auf EU-Importe

Zusätzliche Abgaben treffen auch Asien und Schwellenländer – Handelskonflikt spitzt sich zu

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 Trump verhängt neue Strafzölle auf EU-Importe

US-Präsident Donald Trump hat neue umfassende Zollmaßnahmen bekannt gegeben, die zahlreiche Länder weltweit betreffen. Insbesondere die Europäische Union ist von den Ankündigungen betroffen, denn auf Importe aus der EU sollen künftig Zölle in Höhe von 20 Prozent erhoben werden. Trump unterzeichnete ein entsprechendes Dekret in Washington und stellte die Maßnahmen im Rosengarten des Weißen Hauses vor. Neben der EU sind auch andere Staaten mit höheren Zöllen konfrontiert. China muss künftig mit einem Zollsatz von 34 Prozent rechnen, Südkorea mit 25 Prozent, Japan mit 24 Prozent und Taiwan mit 32 Prozent. In einigen Fällen, wie bei Lesotho oder Saint Pierre und Miquelon, betragen die Zölle sogar 50 Prozent.

Trump sprach von sogenannten reziproken Zöllen. Damit wolle er nach eigener Aussage ausgleichen, dass die USA im Vergleich zu ihren Handelspartnern oft niedrigere Zölle erheben würden. Er verwies darauf, dass die EU derzeit angeblich 39 Prozent Zölle auf US-Importe verlange. Die neuen Maßnahmen sollen nach Trumps Darstellung die US-Industrie stärken und dafür sorgen, dass mehr Produkte im Inland produziert werden. Er bezeichnete den Tag der Ankündigung als „Liberation Day“ und sprach von einem Wendepunkt für die amerikanische Wirtschaft. Nach Trumps Worten beginne damit das „goldene Zeitalter“ der Vereinigten Staaten.

Bereits vor seiner Rückkehr ins Weiße Haus hatte Trump in seiner ersten Amtszeit mehrfach Zölle eingesetzt. Strafzölle auf Aluminium und Stahl sowie Abgaben auf Auto- und Autoteileimporte hatten damals vor allem die europäische Industrie getroffen. Auch diesmal rechnen Experten mit weitreichenden Folgen. Da Zölle von den US-Importeuren entrichtet werden müssen, ist davon auszugehen, dass diese die Kosten an die Verbraucher weitergeben. Dadurch könnten in den USA die Preise steigen und die Inflation erneut angeheizt werden.

In Europa sorgt die Ankündigung für deutliche Reaktionen. Der Vorsitzende des Handelsausschusses im EU-Parlament, Bernd Lange, sprach von „Willkür“. Die EU bereitet Gegenmaßnahmen vor und stellt sich auf eine mögliche „maximale Eskalation“ im Handelsstreit ein. Auch der Präsident des Bundesverbands Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen, Dirk Jandura, rechnet mit spürbaren Folgen für die deutsche Wirtschaft. Der US-Finanzminister Scott Bessent warnte unterdessen andere Staaten davor, Vergeltungszölle zu verhängen, da dies den Konflikt weiter verschärfen könnte.

USAZölleDonald TrumpEuropäische UnionHandelImport

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